Schlüsselleistung

🔧
249 cc
Hubraum
💺
915 mm
Sitzhöhe
7.0 L
Tankinhalt
KTM Freeride 250 R vergleichen mit: Motorrad wählen →

Technische Daten

Motor

Hubraum
249 cc
Motortyp
Single cylinder, two-stroke
Kühlung
Liquid
Bohrung × Hub
66.4 x 72.0 mm (2.6 x 2.8 inches)
Kraftstoffsystem
Carburettor
Schmierung
Mixture oil lubrication
Zündung
Contactless, controlled, fully electronic ignition system with digital ignition timing adjustment, type Kokusan
Starter
Electric

Fahrwerk

Rahmen
Perimeter steel-aluminium composite frame.
Getriebe
6-speed
Endantrieb
Chain   (final drive)
Kupplung
Wet, CSS multi-disc clutch, Formula hydraulics
Vorderradaufhängung
WP upside-down Ø 43 mm
Hinterradaufhängung
WP PDS shock absorber
Federweg vorne
250 mm (9.8 inches)
Federweg hinten
260 mm (10.2 inches)

Bremsen

Vorderradbremse
Single disc. Four-piston calipers. Radially mounted.
Hinterradbremse
Single disc. Two-piston calipers. Radially mounted.
Vorderreifen
2.75-21
Hinterreifen
4.00-18

Abmessungen

Sitzhöhe
915.00 mm
Radstand
1418.00 mm
Bodenfreiheit
380.00 mm
Tankinhalt
7.00 L
Trockengewicht
92.50 kg

Übersicht

Motorrad: KTM Freeride 250 R (2017)

KTM Freeride 250 R

Das Knattern eines Zweitaktmotors bei Kälte im Unterholz zu hören, ist eine Religion für sich. KTM hat dies besser verstanden als jeder andere, und nachdem die Freeride-Reihe mit dem 350-ccm-Einzylinder-Viertaktmotor eingeführt wurde, gab die österreichische Marke logischerweise dem Flüstern des Schikanenmotors nach. Die KTM Freeride 250 R erfüllt eine bestimmte Nachfrage: die nach Piloten, die den ausgeprägten Charakter eines Zweitakters wünschen, aber nicht die extreme Aggressivität einer Wettkampf-EXC. Ein bewusster Kompromiss, der es wert ist, genauer betrachtet zu werden.

Der Motor ist das Herzstück der Sache. KTM ging von der Basis des 250 EXC aus und überarbeitete die Kopie grundlegend. Der Auspuffklappe entfiel, wie bei einer Trial-Maschine. Das Ergebnis: Eine linearere Drehmomentkurve, ein robusterer Motor und ein langlebigerer Kolben. Die angegebene Leistung von 25 PS bzw. 18,4 kW mag auf dem Papier bescheiden erscheinen, insbesondere im Vergleich zu einer 250 EXC, die ohne Vorwarnung ihre Krallen ausfährt. Aber das ist genau die Wahl von KTM: Die Reaktion im unteren Drehzahlbereich gegenüber der Übermacht im oberen Drehzahlbereich zu priorisieren. Für einen vielseitigen Offroad-Einsatz ist dies oft viel effektiver als ein Leistungshochpunkt, der schwer zu kontrollieren ist. Die technische Datenblatt der KTM Freeride 250 R bestätigt diese Philosophie durch jede Komponente.

Das Stahl-Aluminium-Verbundchassis, das in seiner Philosophie dem der Freeride 350 ähnelt, profitiert vom kompakten Format des Zweitakters: Der Bodenfreiheit beträgt 380 mm, das sind 60 mm mehr als bei der Viertaktversion. Auf unebenem Gelände, in schlammigen Gassen oder bei trialartigen Passagen ist dieser Unterschied nicht rein kosmetisch. Der Radstand von 1418 mm bleibt kurz, die 43-mm-Upside-Down-Gabel WP absorbiert die Stöße, ohne überfordert zu werden, und der PDS-Dämpfer hinten lässt sich fein in Zug- und Druckstufe einstellen. Das Ganze bei nur 92,5 kg Trockengewicht, was die KTM Freeride 250 R in eine eigene Kategorie einordnet. Eine Beta Xtrainer 300 oder eine Sherco Trial können sich möglicherweise eine vergleichbare Agilität rühmen, aber die Serienausstattung von KTM ist in dieser Größe schwer zu schlagen.

Die Sitzhöhe von 915 mm verdient eine besondere Erwähnung. Sie ist niedriger als bei einer klassischen Wettkampf-Enduro, aber auch nicht für großgewachsene Personen gedacht. Die Zielgruppe sind klar erfahrene Fahrer, die ein vielseitiges, straßenzugelassenes (dank einer speziellen Leistungsreduzierung) und in der Lage sind, sich dort hindurchzuschlängeln, wo ein Trail-Motorrad nichts zu suchen hat. Der transparente 7-Liter-Tank zur einfachen Überwachung des Füllstands begrenzt die Reichweite auf der Strecke, aber die Freeride ist kein Langstrecken-Tourenmotorrad. Die Maxxis Trial-Maxx-Reifen, die halb Trial-, halb Enduro-Eigenschaften aufweisen, runden dieses Positionierung perfekt ab: Sie bieten guten Grip auf hartem Untergrund und bieten auf schlammigem Untergrund mehr Traktion als ein reiner Trialreifen, ohne den Unterholz zu stark zu beschädigen.

Für 6690 Euro tendiert die Meinung zur KTM Freeride 250 R eindeutig in Richtung der Liebhaber, die wissen, was sie suchen. Es ist nicht das billigste Motorrad in diesem Segment, und die Entriegelung der KTM Freeride 250 R für den reinen Offroad-Einsatz ist ein logischer Schritt für alle, die die volle Leistung des Motors ausschöpfen möchten. Gebrauchte Modelle dieser Baujahre, insbesondere die KTM Freeride 250 R ab 2014, werden auf spezialisierten Foren genau aus dem Grund mitgenommen, weil die Maschine ihre Relevanz nicht verloren hat. KTM hat hier etwas Seltenes geschaffen: Ein Zweitaktmotorrad, das nicht erschrecken will, sondern Fahrer mit Technik und Engagement belohnt. Für einen erfahrenen Fahrer, der in einem modernen Chassis das Gefühl einer anderen Ära wiedererleben möchte, ist dies ein schwer zu ignorierendes Angebot.

Ähnliche Motorräder

Häufig gestellte Fragen

Bewertungen & Kommentare

Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!