Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 350 cc
- Leistung
- 45.0 ch (33.1 kW)
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 88 x 57.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- Cadre tubulaire central en acier au chrome-molybdène
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée WP Ø 48 mm, déb : 292 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur WP, déb : 335 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 80/100-21
- Hinterreifen
- 140/80-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 970.00 mm
- Tankinhalt
- 9.00 L
- Trockengewicht
- 107.20 kg
- Neupreis
- 9 835 €
Übersicht
Sechs Tage. Vierzig Stunden im Sattel. Über tausend Kilometer auf Gelände, das Fahrer wie Maschinen zermürbt. Die International Six Days Enduro ist kein Rennen, sondern ein Protokoll systematischer Zerstörung. Und jedes Jahr, wenn die 500 Teilnehmer aus 30 Ländern ihre Maschinen an den Start bringen, trägt jedes zweite Motorrad das österreichische Orange. Das ist kein Marketing, sondern eine Feldstatistik, die nicht lügt.

Die 350 EXC-F Six Days geht von dieser Erkenntnis aus und geht weiter als die Standardversion. Der Einzylindermotor mit 349 cc leistet 45 PS in einem Rahmen, der trocken lediglich 107 kg wiegt – womit diese Maschine sofort in eine andere Kategorie als ihre direkten Konkurrenten in der E2-Klasse rückt. Bei einer Husqvarna FE 350 oder einer Beta RR 350 sind die Zahlen auf dem Papier vergleichbar, doch die Serienausstattung der Six Days verändert die Sachlage konkret. Die aus dem Vollen gefrästen und orange eloxierten Gabelbrücken, die GIANT-Felgen aus 7050-Aluminium mit CNC-Naben, die zweiteilige Supersprox-Kettenradkombination aus Stahl und Aluminium: All das kostet als Zubehör eine Menge Geld, und KTM liefert es ab Werk für 9.835 Euro.
Was diese 350 wirklich relevant macht, ist die mechanische Kohärenz zwischen Motor und Fahrwerk. Die Kurbelwelle wurde gegenüber der SX-F-Crossversion bewusst schwerer ausgelegt, um die Leistungsentfaltung zu glätten und die Traktion in langen Prüfungen zu fördern. Der DOHC-Zylinderkopf mit vier Titanventilen dreht bis 12.000 U/min, doch die Steuerungskartierung bevorzugt niedrige Drehzahlen – dort, wo Enduro entschieden wird. Die WP 48-mm-Gabel mit 4CS-Technologie, Sportabstimmung für 2014, schluckt Steinpisten, ohne das Vorderrad zu verlieren, und Druck- sowie Zugstufe lassen sich oben an den Gabelrohren einstellen, ohne den Werkzeugkasten herauszuholen. Hinten bietet das PDS-System ohne Umlenkhebel eine direkte Verbindung zwischen dem gegossenen Aluminiumschwingarm und dem Dämpfer – eine Architektur, die KTM seit Jahren gegenüber den Gestängekinematiken seiner Konkurrenten verteidigt.
Der Chrom-Molybdän-Stahlrahmen verdient besondere Aufmerksamkeit. Während Husqvarna und TM Racing auf Aluminium setzen, bleibt Mattighofen beim Stahl und beansprucht einen Gewichtsvorteil von 500 Gramm gegenüber den leichtesten Aluminiumrahmen auf dem Markt. In der Theorie diskutabel, in der Praxis überzeugend: Das Fahrwerk absorbiert die vom Hinterrad übertragenen Stöße mit einer kalibrierten Flexibilität, die bei starren Aluminiumstrukturen fehlt. Die Sitzhöhe von 970 mm richtet diese Maschine klar an erfahrene und körperlich gut aufgestellte Fahrer. Sie ist kein Einsteigermotorrad, und es wäre unehrlich, sie als solches darzustellen.
Das Keihin-EMS mit 42-mm-Drosselklappen verwaltet die Einspritzung mit direktem Ansprechverhalten, und die Möglichkeit, die Kennfeldes über einen Laptop zu ändern, bleibt ein konkreter Vorteil für alle, die das Verhalten je nach Höhenlage oder Bodenbeschaffenheit verfeinern möchten. Der hinter dem Zylinder geschützt untergebrachte Elektrostarter ist eine praktische Aufmerksamkeit für lange Tage, an denen der Kickstarter zur körperlichen Strafe wird. Mit einem 9-Liter-Tank und einem für das Segment vernünftigen Verbrauch hält die Reichweite ihre Versprechen auf Wettkampfprüfungen. Für einen Fahrer auf Regional- bis Nationalniveau, der ein wettkampfbereites Enduro ohne Investitionen in Aftermarket-Teile sucht, ist die 350 EXC-F Six Days eines der wenigen Angebote auf dem Markt, das seinen Preis durch die Qualität der Serienausstattung vollständig rechtfertigt.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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