Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 250 cc
- Leistung
- 35.0 ch (25.7 kW)
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.8 : 1
- Bohrung × Hub
- 78 x 52.3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- Cadre tubulaire central en acier au chrome-molybdène
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée WP Ø 48 mm, déb : 300 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur WP, déb : 335 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 80/100-21
- Hinterreifen
- 140/80-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 970.00 mm
- Tankinhalt
- 9.00 L
- Trockengewicht
- 105.50 kg
- Neupreis
- 9 635 €
Übersicht
Sechs Tage, mehr als tausend Kilometer, vierzig Stunden im Sattel auf Strecken, die Maschinen ebenso zermürben wie Fahrer. Die International Six Days Enduro ist kein gewöhnliches Rennen, und die KTM, die ihren Namen trägt, ist keine gewöhnliche Maschine. Die 250 EXC-F Six Days 2014 entstand aus einer einfachen Logik: Wenn die Hälfte des Starterfelds eines Weltbewerbs auf deiner Marke fährt, musst du deine Hausaufgaben jedes Jahr sorgfältig machen. Die Österreicher haben das längst verstanden.

Was an diesem Jahrgang 2014 sofort auffällt, ist der Umfang der Motorüberarbeitung. Der 250-cc-Einzylinder erhält eine vollständig neu entwickelte Doppelnockenwelle mit DLC-behandelten Kipphebeln und erweiterten Einlasskanälen, die den Gasdurchsatz gegenüber der Vorgängergeneration um knapp 10 % steigern. Die Pleuelgruppe verliert 5 % an bewegter Masse, um im Gelände besser anzusprechen, und das Drehmoment legt im mittleren Drehzahlbereich zwischen 6.000 und 7.000 U/min um 4 Nm zu. Für einen 250-cc-Enduro verändert dieser Drehmomentzuwachs im mittleren Drehzahlbereich alles: Genau dort fährt man am häufigsten im Wald oder auf felsigem Gelände. Die Keihin-Motorsteuerung mit 42-mm-Drosselklappeneinspritzung vervollständigt das Bild, mit reprogrammierbarem ECU und einem Kennfeldwahlschalter, der das Motorverhalten dem Untergrund anpasst, ohne das Gehäuse öffnen zu müssen. 35 PS bei 105 kg Trockengewicht – das Verhältnis ist solide, ohne aggressiv zu sein.
Das Fahrwerk ist KTMs eigentliches Spielfeld, und diese Six Days lässt nichts dem Zufall. Der Chrom-Molybdän-Stahlrahmen entfacht nach wie vor Debatten gegenüber den Aluminiumrohren von Yamaha oder Husqvarna, doch KTM hat ein schwer zu widerlegendes Argument: Ihre Stahlrahmen wiegen 0,5 kg weniger als die Aluminiumrahmen der Konkurrenz und bieten gleichzeitig mehr Volumen für Tank und Airbox. Die WP-48-mm-Gabel mit geschlossener Kartuschentechnologie 4CS – Druckstufe links, Zugstufe rechts – lässt sich mit wenigen Klicks einstellen, ohne irgendetwas zu demontieren. Der hintere PDS-Dämpfer mit Direktanlenkung am Aluminiumguss-Schwingarm vervollständigt eine Fahrwerksarchitektur, die in der Kategorie nach wie vor als Referenz gilt. Der Federweg von 300 mm vorne und 335 mm hinten verdeutlicht die Geländeambitionen der Maschine.
Die spezifische Six-Days-Ausstattung rechtfertigt den Listenpreis von 9.635 Euro zu einem Großteil. GIANT-Aluminiumfelgen 7050 schwarz eloxiert mit CNC-gefrästen Naben, Supersprox-Zweikomponenten-Kettenrad, Brembo-Bremsen mit 260-mm-Wave-Scheibe vorne und 220 mm hinten, Camel-SXS-Sitzbank, Motorschutzplatte, Kühlerschutz, Kühlerlüfter: Der Käufer baut sein Wettbewerbsmotorrad nicht Stück für Stück aus der Basisversion auf – er erhält es bereits fertig konfiguriert. Der hinter dem Zylinder unauffällig und gut geschützt untergebrachte Elektrostarter ist eines der wenigen Zugeständnisse an den Alltagskomfort bei einer ansonsten auf pure Leistung ausgerichteten Maschine.
Diese 250 EXC-F Six Days richtet sich an Fahrer, die bereits fahren können. Die Sitzhöhe von 970 mm und das anspruchsvolle Enduro-Temperament schließen Einsteiger von vornherein aus. Die Zielgruppe: der Amateurwettbewerber, der eine straßenzugelassene Maschine mit einem Serienausstattungsniveau nahe an professionellen Teams sucht, ohne einen Mechaniker für die Vorbereitung engagieren zu müssen. Verglichen mit einer Beta RR 250 oder einer Husqvarna FE 250 derselben Epoche setzt die KTM auf weitreichende Individualisierung über ihren PowerParts-Katalog und auf eine Motorkennlinie, die per Laptop zugänglich ist. Sie ist nicht die günstigste im Segment, aber wahrscheinlich diejenige, die die längste technische Entwicklungskurve bietet, bevor man an die Grenzen der Maschine stößt.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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