Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 50.0 ch @ 7000 tr/min (37.2 kW) → 50.0 ch @ 7000 tr/min (36.8 kW)
- Motortyp
- Twin, four-stroke → Bicylindre Vertical, 4 temps
- Kühlung
- Air → par air
- Starter
- Electric → —
- Rahmen
- Double cradle, high tensile steel → Double berceau acier
- Getriebe
- 6-speed → boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chain (final drive) → Chaîne
- Vorderradbremse
- Single disc → Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Expanding brake (drum brake) → Freinage tambour Ø 160 mm
- Vorderreifen
- 100/90-19 → 100/90-19
- Hinterreifen
- 130/80-18 → 130/80-18
Motor
- Hubraum
- 675 cc
- Leistung
- 50.0 ch @ 7000 tr/min (36.8 kW)
- Drehmoment
- 55.9 Nm @ 5500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre Vertical, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 8.7:1
- Bohrung × Hub
- 72 x 83 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 105 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage tambour Ø 160 mm
- Vorderreifen
- 100/90-19
- Vorderreifendruck
- 2.00 bar
- Hinterreifen
- 130/80-18
- Hinterreifendruck
- 2.25 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 800.00 mm
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Gewicht
- 215.00 kg
- Trockengewicht
- 195.00 kg
- Neupreis
- 6 999 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an die Zeit, als Fahren mit einem Reihenzweizylinder bedeutete, einen Ölverlust als ständigen Begleiter zu akzeptieren? In den 60er-Jahren herrschten die britischen Twins von Norton, BSA oder Triumph über die Londoner Cafés mit einem rohen Charme, den ihre chronischen Pannen nicht trüben konnten. Kawasaki hat sich an diese Epoche erinnert, und die W 650 ist der rollende Beweis dafür. Im Jahr 2005 für 6 999 Euro erhältlich, versucht diese Kawasaki W 650 nicht, Rekorde zu brechen. Sie versucht, Ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, und das gelingt ihr mit verblüffender Leichtigkeit.

Der Reihenzweizylinder mit 675 cm3, im 360-Grad-Zündversatz, leistet 50 PS bei 7 000 U/min bei einem Drehmoment von 55,9 Nm, das bereits ab 5 500 Touren anliegt. Auf dem Papier ist das bescheiden. Auf der Straße reicht es aus. Der Vierventil-Motor mit seinem Verdichtungsverhältnis von 8,7:1 und seinem langen Hub von 83 mm bei einer Bohrung von 72 mm setzt auf Geschmeidigkeit statt auf Leistung. Das Fünfganggetriebe passt perfekt, der Kettenantrieb verrichtet unauffällig seinen Dienst. Die Kawasaki W 650 classic hat in Sachen reiner Leistung nichts zu beweisen, und genau das macht sie so sympathisch. Gegenüber der damaligen Triumph Bonneville, leistungsstärker und besser ausgestattet, kontert die Japanerin mit einer mechanischen Zuverlässigkeit, die jeden Triumph-Besitzer der Sechziger vor Freude weinen lassen würde. Der Vergleich endet dort, wo die Werkstattrechnung beginnt.
Was das Fahrwerk betrifft, trägt der Stahlrohr-Doppelschleifenrahmen seine 215 kg fahrfertig mit einer gewissen Würde. Die Teleskopgabel bietet vorn 130 mm Federweg, während die beiden seitlichen Federbeine hinten mit 105 mm auskommen. Das ist straff, ohne bestrafend zu sein – ausgelegt für gemütliche Ausfahrten und entspanntes Cruisen. Die Bremsen bleiben der empfindliche Punkt im Datenblatt der Kawasaki W 650: eine einzelne 300-mm-Scheibe mit Zweikolben-Sattel vorn, eine 160-mm-Trommelbremse hinten. Für ein Motorrad, das bei 170 km/h an seine Grenze stößt, genügt die Bremsanlage im normalen Gebrauch, aber bei beladenen Passabfahrten sollte man vorausschauend bremsen. Die Sitzhöhe von 800 mm und der 15-Liter-Tank passen zu den meisten Staturen und ermöglichen eine ordentliche, wenn auch nicht üppige Reichweite.
Die wahre Stärke dieser Maschine ist ihr Umbaupotenzial. Auf dem Gebrauchtmarkt für die Kawasaki W 650 mangelt es nicht an Exemplaren, und sie werden zu vernünftigen Preisen gehandelt. Liebhaber der Kawasaki W 650 Cafe Racer oder der Kawasaki W 650 Scrambler wissen es längst: Die Basis ist solide, Ersatzteile für die Kawasaki W 650 sind noch im Umlauf, und die Mechanik steckt Umbauten bereitwillig weg. Angenehm anzusehen mit ihrem blitzenden Chrom und ihren üppigen Formen, richtet sich die W 650 vor allem an Liebhaber schöner Maschinen, die Leidenschaft über Leistung stellen. An Nostalgiker, selbstverständlich, aber auch an jene, die ein zuverlässiges und leicht beherrschbares Motorrad suchen, sei es für den täglichen Stadtverkehr oder für stressfreie Sonntagsausfahrten.
Sollte man 2005 zuschlagen oder auf dem Gebrauchtmarkt nach guten Angeboten Ausschau halten? Beide Optionen haben ihre Berechtigung. Die W 650 altert gut, mechanisch wie optisch. Wenn Sie einen japanischen Twin suchen, der den Engländerinnen Tribut zollt, ohne deren Launen zu übernehmen, verdient diese Kawasaki Ihre Aufmerksamkeit. Sie wird Sie nicht in den Sitz pressen beim Beschleunigen, sie wird Sie nicht mit einem technologischen Arsenal beeindrucken. Aber sie wird Ihnen etwas geben, das nur wenige moderne Motorräder noch bieten können: die schlichte Freude, auf einer schönen Maschine zu fahren, ohne Hintergedanken.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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