Schlüsselleistung

50 ch
Leistung
🔧
676 cc
Hubraum
⚖️
215 kg
Gewicht
🏎️
170 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
800 mm
Sitzhöhe
15.0 L
Tankinhalt
💰
6 999 €
Neupreis
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Technische Daten

Changements 2002 2000
Drehmoment
55.9 Nm @ 5500 tr/min 56.0 Nm @ 5500 tr/min
Hinterradbremse
Freinage tambour Ø 160 mm Expanding brake

Motor

Hubraum
676 cc
Leistung
50.0 ch @ 7000 tr/min (36.5 kW)
Drehmoment
56.0 Nm @ 5500 tr/min
Motortyp
Twin, four-stroke
Kühlung
Air
Verdichtungsverhältnis
8.7:1
Bohrung × Hub
72 x 83 mm
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
1 ACT

Fahrwerk

Rahmen
Double berceau acier
Getriebe
5-speed
Endantrieb
Chaîne
Vorderradaufhängung
Fourche téléhydraulique, déb : 130 mm
Hinterradaufhängung
2 amortisseurs latéraux, déb : 105 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Single disc
Hinterradbremse
Expanding brake
Vorderreifen
100/90-19
Vorderreifendruck
2.00 bar
Hinterreifen
130/80-18
Hinterreifendruck
2.25 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
800.00 mm
Tankinhalt
15.00 L
Gewicht
215.00 kg
Trockengewicht
195.00 kg
Neupreis
6 999 €

Übersicht

Wer erinnert sich noch an die Zeit, als die britischen Twins auf dem europäischen Asphalt das Gesetz diktierten? Norton, Triumph, BSA: Diese Namen hallten durch die verrauchten Pubs von Soho und über den Parkplatz des Ace Café, wo sich die Rocker in Leder musterten, bevor sie ihre Maschinen auf die North Circular losließen. Die Kawasaki W 650 wurde aus genau dieser Nostalgie geboren, aus dem tiefen Wunsch, die Seele der Sixties wiederzufinden, ohne deren Launen erdulden zu müssen. Und auf diesem Terrain spielt die Kawasaki W 650 eine ganz eigene Partitur: die einer japanischen Klassikerin, die ihr englisches Erbe voll und ganz annimmt.

Kawasaki W 650

Unter dem großzügig geformten Tank entwickelt der Reihenzweizylinder mit 676 cm3 Hubraum 50 PS bei 7000 U/min bei einem Drehmoment von 56 Nm, das bereits ab 5500 Touren anliegt. Bescheidene Zahlen auf dem Papier, fast lächerlich im Vergleich zu einer Triumph Bonneville T100 oder einer Ducati GT 1000. Doch das Datenblatt der Kawasaki W 650 erzählt nur einen Teil der Geschichte. Dieser Zweizylinder mit vier Ventilen pro Zylinder, mit seiner Bohrung von 72 mm und seinem Hub von 83 mm, setzt auf Geschmeidigkeit statt auf Gebrüll. Das moderate Verdichtungsverhältnis von 8.7:1 bestätigt die Philosophie: Hier sucht man nicht die rohe Leistung, hier pflegt man die Freude am Fahren. Das Fünfganggetriebe genügt vollauf, um die 215 kg fahrfertig auf eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h zu bringen, die man selten erreichen wird, so sehr lädt die W 650 zum Flanieren ein statt zum Rasen.

Der Doppelschleifen-Stahlrahmen, die Telegabel mit 130 mm Federweg und die beiden hinteren Stoßdämpfer mit 105 mm Federweg bilden ein klassisches Ensemble ohne Fehlton. Die Bremsanlage hingegen verdient Diskussion: Eine einzelne Scheibe vorn und eine Trommelbremse hinten, das war schon im Jahr 2000 knapp bemessen, und heute erst recht. Auf kurvenreicher Strecke macht sich der fehlende Biss bemerkbar, besonders wenn das Gewicht ins Spiel kommt. Die Bereifung in 100/90-19 vorn und 130/80-18 hinten unterstreicht den Retro-Look, schränkt aber die Möglichkeiten bei sportlicher Bereifung ein. Wer einen Umbau zur Kawasaki W 650 Cafe Racer oder zum Scrambler plant, sollte einen ernsthaften Abstecher in die Bremsenabteilung einkalkulieren.

Schön anzusehen, hervorragend verarbeitet mit blitzendem Chrom, richtet sich die W 650 vor allem an Liebhaber edler Mechanik, die Leidenschaft über Rundenzeiten stellen. Bei ihrer Markteinführung für 6 999 Euro neu angeboten, stellt sie heute ein ausgezeichnetes Geschäft auf dem Gebrauchtmarkt dar. Eine Kawasaki W 650 gebraucht findet man regelmäßig zwischen 3 000 und 5 000 Euro, je nach Zustand und Baujahr. Die Zuverlässigkeit des Kawasaki-Aggregats beruhigt: wenige größere Probleme bekannt, einfache Wartung, Ersatzteile noch verfügbar. Die Meinungen zur Kawasaki W 650 stimmen übrigens in diesem Punkt überein: Es ist eine Maschine, die ans Herz wächst, dank ihrer niedrigen Sitzhöhe von 800 mm und ihres sanftmütigen Charakters leicht zu handhaben. Der 15-Liter-Tank ermöglicht eine ordentliche Reichweite für stressfreie Sonntagsausfahrten.

Die W 650 hat nie den Anspruch erhoben, mit Sportlern oder auch nur mit den muskulösen Roadstern ihrer Epoche zu rivalisieren. Sie besetzt eine ganz eigene Nische, die der aufrichtigen Klassikerin, ohne elektronischen Schnickschnack und ohne maßlose Ansprüche. Der Bonneville setzt sie eine tadellose japanische Zuverlässigkeit entgegen. Den Choppern hält sie eine Linienführung entgegen, um die viele sie beneiden. Für den urbanen Motorradfahrer, der Charakter ohne mechanische Kopfschmerzen will, für den Nostalgiker der vertikalen Twins oder schlicht für denjenigen, der eine solide Basis zur Individualisierung sucht, bleibt die Kawasaki W 650 ein sicherer Wert auf dem Klassiker-Markt. Fünfundzwanzig Jahre nach ihrer Einführung hat sie keine Falte angesetzt.

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

Leistungsgewicht
0.23 ch/kg
🔄
Drehmoment / Gewicht
0.26 Nm/kg
🔧
Hubraumleistung
74.0 ch/L
In der Kategorie Classic · Hubraum 338-1352cc (2229 verglichene Motorräder)
Leistung 50 ch Top 41%
20 ch Median 47 ch 104 ch
Gewicht 215 kg Leichter als 44%
160 kg Median 207 kg 345 kg
L/G-Verhältnis 0.23 ch/kg Top 54%
0.10 Median 0.24 0.46 ch/kg

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Häufig gestellte Fragen

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