Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 649 cc
- Leistung
- 61.0 ch @ 7500 tr/min (44.9 kW)
- Drehmoment
- 62.8 Nm @ 6600 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10.8 : 1
- Bohrung × Hub
- 83 x 60 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 38 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Périmétrique en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur latéral, déb : 80 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 250 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-18
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 160/60-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 705.00 mm
- Tankinhalt
- 14.00 L
- Trockengewicht
- 229.00 kg
- Neupreis
- 7 849 €
Übersicht
Wer hätte darauf gewettet, dass ein Triebwerk aus der braven ER-6 seine Karriere im Custom-Gewand beenden würde? Kawasaki hat es gewagt, und das Ergebnis verdient einen genaueren Blick. Die Kawasaki Vulcan S Special Edition Jahrgang 2017 setzt auf ein bereits bewährtes Rezept: ein Reihen-Zweizylinder mit 649 cc, der 61 PS bei 7 500 U/min und 62,8 Nm Drehmoment bei 6 600 U/min leistet, eingebettet in einen Brückenrahmen aus Stahl, der nichts mit einem klassischen Cruiser-Fahrwerk gemein hat. Man ist hier eher bei einer verkleideten Roadster als bei einer Harley-Davidson Sportster, und genau das macht den Reiz aus.

Auf der technischen Seite ändert sich gegenüber der Standardversion nichts. Der Parallel-Twin mit vier Ventilen pro Zylinder und seinem Verdichtungsverhältnis von 10,8:1 bietet ein direktes Ansprechverhalten ab den mittleren Drehzahlen, mit einer Laufkultur, die fahrerische Ungenauigkeiten verzeiht. Das Sechsganggetriebe ist passend übersetzt, der Kettenantrieb bleibt klassisch, aber zuverlässig. 180 km/h laut Tacho sind ohne Mühe drin. Es ist kein Sportler, und niemand verlangt das von ihr. Das eigentliche Revier ist die Stadt, die Landstraße, der tägliche Weg, wo die Sitzhöhe von 705 mm kleineren Staturen Sicherheit gibt und die 229 kg Trockengewicht dank eines tief liegenden Schwerpunkts in Vergessenheit geraten. Die Federung – eine Telegabel mit 41 mm Durchmesser und 130 mm Federweg vorne sowie ein seitlich montiertes Federbein mit 80 mm Federweg hinten – bietet ehrlichen Komfort ohne sportlichen Anspruch. Die Bremsanlage mit einer einzelnen 300-mm-Scheibe und Zweikolben-Sattel vorne sowie einer 250-mm-Scheibe hinten erledigt ihre Arbeit ohne besonderes Aufsehen. Gegenüber einer Honda Rebel 500 oder einer Yamaha XSR700 spielt die Vulcan S eine andere Karte: zugänglicher, sanfter, weniger nervös.
Was also bringt das Label Special Edition? Seien wir ehrlich: Unter der Haut revolutioniert es nichts. Keine mechanischen Änderungen, keine überarbeiteten Federelemente, keine zusätzliche Elektronik. Der Aufpreis wird in Kosmetik investiert. Überarbeitete Tankverkleidungen, ein Silbergrau, das sich vom Tank über die Kühlerverkleidungen bis zu den Schutzblechen zieht, akzentuiert durch orangefarbene Zierstreifen, die dem Ganzen eine spielerische Note verleihen. Optisch ist das durchaus gelungen, auch wenn man das Verschwinden der farbigen Stoßdämpferfeder bedauert, die bei früheren Versionen ein pfiffiges Augenzwinkern darstellte. Dieses Detail hatte Charakter, sein Wegfall lässt die Silhouette etwas gleichförmiger wirken. Für alle, die die Individualisierung weitertreiben möchten, bietet Kawasaki auch eine Café-Variante mit kompaktem Windschild und einer markanter Lackierung an – eine reizvolle Option für alle, die ein Quäntchen mehr Originalität suchen.
Für 7 849 Euro zielt die Kawasaki Vulcan S Special Edition auf ein klar definiertes Publikum: junge A2-Führerscheininhaber auf der Suche nach einem Custom-Bike ohne die Wartungszwänge eines amerikanischen V-Twins, urbane Motorradfahrer, die eine alltagstaugliche Maschine wollen, oder Wiedereinsteiger nach langer Pause. Der 14-Liter-Tank begrenzt die Reichweite auf langen Strecken etwas, aber dies ist kein Tourer. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bleibt im Wettbewerbsvergleich angemessen, auch wenn ein Aufpreis für rein kosmetische Änderungen nachdenklich stimmen kann. Die wahre Stärke dieser Maschine liegt in ihrem bewährten Motor und ihrer gelassenen Vielseitigkeit. Sie wird keinen Rennstreckenfahrer zum Träumen bringen, aber sie wird die Mehrheit der Fahrer vom ersten Kilometer an in Vertrauen wiegen. Und im Segment der zugänglichen Custom-Bikes ist das ein Argument, das schwer wiegt.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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