Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 296 cc
- Leistung
- 40.0 ch @ 11500 tr/min (29.4 kW)
- Drehmoment
- 25.5 Nm @ 10000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10.6 : 1
- Bohrung × Hub
- 62 x 49 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 32 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Cadre tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 148 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 290 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 100/90-19
- Hinterreifen
- 130/80-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 845.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 175.00 kg
- Neupreis
- 6 299 €
Übersicht
Als Kawasaki beschloss, die Versys-Reihe nach unten zu erweitern, rechnete niemand wirklich mit einer urbanen Reiseenduro mit 300 cm3. Und dennoch hat sich die Versys-X 300 Urban des Jahrgangs 2017 in eine damals aufblühende Nische eingereiht, neben der BMW G 310 GS und der Suzuki V-Strom 250. Drei unterschiedliche Philosophien für ein und dasselbe Versprechen: Stadtfahrern und A2-Führerscheininhabern eine Maschine zu bieten, die unter der Woche zwischen den Ampeln hindurchschlängeln und am Wochenende ohne Scham einen Ausflug unternehmen kann.

Unter dem abenteuerlichen Kleid verbirgt sich ein Reihenzweizylinder mit 296 cm3, ausgestattet mit vier Ventilen pro Zylinder und einem Verdichtungsverhältnis von 10.6:1. Die 40 PS bei 11 500 U/min werden auf der Autobahn niemanden aus der Ruhe bringen, und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h. Aber darum geht es nicht. Das Drehmoment von 25,5 Nm bei 10 000 U/min, übertragen über ein gut abgestuftes Sechsganggetriebe, sorgt für ausreichend Durchzugskraft, um sich mit einer Prise Temperament durch den Verkehr zu schlängeln. Man bedauert lediglich, dass der Motor Drehzahlen braucht, um sein Bestes zu geben. Im unteren Drehzahlbereich fehlt es dem Twin an Durchzug, und man muss fleißig schalten, um die kleine Kawa in ihrem optimalen Betriebsbereich zu halten. Im Vergleich zur G 310 GS mit ihrem Einzylinder, der bereits bei niedrigen Drehzahlen großzügiger mit Drehmoment umgeht, verlangt die Versys-X 300 in der Stadt einen etwas aktiveren Fahrstil.
Der Stahlrohrrahmen, kombiniert mit einer telehydraulischen Gabel mit 41 mm Durchmesser und 130 mm Federweg sowie einem Monofederbein hinten mit 148 mm, bildet ein stimmiges Gesamtpaket für den gemischten Einsatz. Nichts Ausgefallenes, aber die Effizienz stimmt auf beschädigtem Straßenbelag. Die Räder mit 19 Zoll vorne und 17 Zoll hinten, bereift mit 100/90 und 130/80, verleihen eine beruhigende Stabilität und schlucken die Pariser Schlaglöcher anständig. Die Bremsanlage, bestehend aus einer einzelnen 290-mm-Scheibe vorne mit Zweikolben-Bremssattel und einer 220-mm-Scheibe hinten, erledigt ihre Arbeit ohne zu glänzen. Korrekt für die 175 kg vollgetankt, aber ein Vierkolben-Bremssattel vorne hätte für mehr Biss gesorgt. Die auf 845 mm thronende Sitzbank könnte kleinere Staturen einschüchtern, auch wenn das geringe Gewicht der Maschine diese Höhe teilweise kompensiert.
Was diese Urban-Version wirklich von der Standard-Versys-X 300 unterscheidet, ist ihre auf den Alltag zugeschnittene Ausstattung. Das 30-Liter-Topcase schluckt einen Rucksack oder einen Laptop mühelos. Die Handprotektoren schützen die Finger vor kalten Morgenstunden und städtischen Spritzern. Der Tankschutz bewahrt den Lack vor Scheuerstellen durch Taschen oder Jacken. Und der Hauptständer, oft höherwertigen Modellen vorbehalten, erleichtert die laufende Wartung erheblich – allen voran das Kettenschmieren. Für diejenigen, die das Abenteuer über den Stadtring hinaus ausdehnen möchten, bietet Kawasaki zudem eine Adventure-Variante mit stärker offroadorientierten Attributen an.
Zum Preis von 6 299 Euro positioniert sich die Versys-X 300 Urban als ehrliches Angebot für Fahranfänger oder Stadtfahrer auf der Suche nach einer ersten vielseitigen Reiseenduro. Der 17-Liter-Tank ermöglicht eine anständige Reichweite, und das leichte Format macht die Maschine einem breiten Publikum zugänglich. Sie erhebt nicht den Anspruch, mit leistungsstärkeren Maschinen zu konkurrieren oder jede Fahrt in eine Expedition zu verwandeln. Aber um sich zwischen schadhaftem Asphalt und sonntäglichen Landstraßentouren zu bewegen, erfüllt diese kleine Kawasaki ihren Auftrag mit Pragmatismus. Ein Alltagswerkzeug statt ein Objekt der Leidenschaft – und genau das wird von ihr verlangt.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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