Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 296 cc
- Leistung
- 40.0 ch @ 11500 tr/min (29.4 kW)
- Drehmoment
- 25.5 Nm @ 10000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10.6 : 1
- Bohrung × Hub
- 62 x 49 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 32 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Cadre tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 148 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 290 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 100/90-19
- Hinterreifen
- 130/80-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 845.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 175.00 kg
- Neupreis
- 6 749 €
Übersicht
Wer hat gesagt, dass man einen großen Zweizylinder und 25.000 Euro Budget braucht, um den Abenteurer zu spielen? Kawasaki liefert mit seiner Versys-X 300 Adventure Jahrgang 2018 eine freche Antwort auf diese Frage. Eine kleine Reiseenduro mit 296 cm3, ausstaffiert für die große Tour, mit Koffern, Sturzbügeln und Hauptständer. Auf dem Papier klingt das Programm verlockend. In der Praxis zeigt sich die Realität differenzierter.

Der Reihen-Zweizylinder-Viertakter leistet 40 PS bei 11.500 U/min und 25,5 Nm Drehmoment bei 10.000 U/min. Wir befinden uns eindeutig im Bereich eines Motors, der Drehzahlen braucht, um sich zu entfalten, mit einem eher sportlichen als tourentauglichen Charakter. Das Sechsganggetriebe erledigt seine Arbeit, aber man sollte nicht erwarten, im sechsten Gang bei 3.000 Touren einen Lkw auf der Landstraße zu überholen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h laut Tacho, was die Maschine ohne Weiteres in ihrer Kategorie einordnet. Im Vergleich zur Honda CB500X, die mit ihren 47 PS und dem deutlich weiter unten verfügbaren Drehmoment spürbar kräftiger ist, schwächelt die Kawasaki auf langen Strecken. Der Vergleich mit der BMW G 310 GS, einige Kilo leichter und mit einem Einzylinder ganz anderen Charakters bestückt, fällt in einem bestimmten Punkt zugunsten der Versys-X aus: der Laufruhe des Twins. Dieser kleine Parallel-Zweizylinder vibriert weniger und erweist sich im Alltag als angenehmer als ein Einzylinder vergleichbaren Hubraums.
Das eigentliche Argument dieser Adventure-Version liegt in ihrer Serienausstattung. Zwei Seitenkoffer mit jeweils 17 Litern Fassungsvermögen, Handprotektoren, Sturzbügel, ein Gel-Tankschutz und ein Hauptständer. Kawasaki liefert die Maschine fahrfertig aus, ohne den Umweg über den Zubehörkatalog. Eine clevere Entscheidung für den Motorradfahrer, der direkt nach dem Verlassen des Händlers losfahren will, ohne die Rechnung in die Höhe zu treiben. Das Koffervolumen bleibt bescheiden. Ein Schloss, eine Regenjacke und etwas Werkzeug passen hinein. Für ein Biwak-Wochenende muss man improvisieren oder eine Hecktasche ergänzen. Der 17-Liter-Tank bietet angesichts des geringen Verbrauchs des kleinen Twins eine ordentliche Reichweite, und die Sitzhöhe von 845 mm bleibt für die meisten Staturen erreichbar.
Was das Fahrwerk betrifft, ruht der Stahlrohrrahmen auf einer Telegabel mit 41 mm Standrohrdurchmesser und 130 mm Federweg sowie einem Monofederbein mit 148 mm Federweg hinten. Das reicht, um holprige Straßen zu schlucken und sich auf befestigte Pisten zu wagen, aber die Versys-X 300 ist keine echte Geländeenduro. Ihre Reifen in 19 Zoll vorne und 17 Zoll hinten bestätigen diese gemischte Ausrichtung mit Schwerpunkt auf der Straße. Die Bremsanlage, bestehend aus einer einzelnen 290-mm-Scheibe vorne und einer 220-mm-Scheibe hinten mit Zweikolben-Sätteln, zeigt sich ordentlich, ohne richtig zuzupacken. Das niedrige Gewicht von 175 kg fahrfertig spielt ihr bei Rangiermanövern und auf Schotterwegen in die Hände.
Der Preis von 6.749 Euro bildet den Knackpunkt. Für eine 300er sticht die Rechnung, selbst mit der enthaltenen Adventure-Ausstattung. Ein junger A2-Führerscheininhaber mit Reiselust findet in dieser Kawasaki ein ehrliches, gut verarbeitetes Werkzeug, das den Weg zur Arbeit in ein Mikroabenteuer verwandeln und Wochenendtouren aneinanderreihen kann. Doch das Segment der kleinen Trail-Maschinen tut sich schwer, ein Publikum zu überzeugen, das oft zwischen einer echten gebrauchten Reisemaschine mit mehr Hubraum und diesem Typ Neufahrzeug schwankt. Die Versys-X 300 Adventure erhebt nicht den Anspruch, eine Africa Twin in der Sahara zu ersetzen. Sie bietet schlicht die Möglichkeit, einen Fuß in die Welt der Reiseenduros zu setzen, ohne sich bei Sprit und Wartung zu ruinieren. Für denjenigen, der ihre Grenzen akzeptiert, kann sie eine liebenswerte Begleiterin werden.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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