Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1043 cc
- Leistung
- 120.0 ch @ 9000 tr/min (88.3 kW)
- Drehmoment
- 102.0 Nm @ 7500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 77 x 56 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 38 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm KECS, déb : 150 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur KECS, déb : 152 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 250 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 840.00 mm
- Tankinhalt
- 21.00 L
- Gewicht
- 257.00 kg
- Neupreis
- 19 099 €
Übersicht
Wer hat gesagt, dass ein Reiseenduro sich schmutzig machen muss, um seine Sporen als Reisemaschine zu verdienen? Mit der Kawasaki Versys 1000 SE Grand Tourer 2020 begräbt Akashi endgültig die Grenze zwischen Maxi-Enduro und GT-Tourer. Diese Maschine versucht nicht mehr, auf Schotterpisten die Abenteuerliche zu spielen. Sie bekennt sich voll und ganz zu ihrer Berufung auf Asphalt, und das mit einer Souveränität, die Respekt einflößt.

Unter der imposanten Verkleidung schlägt ein Reihenvierzylinder mit 1043 ccm, der 120 PS bei 9000 U/min und 102 Nm Drehmoment bei 7500 Touren liefert. Nicht genug, um es mit der Urgewalt einer H2 SX SE+ aufzunehmen, aber mehr als ausreichend, um Land- und Autobahnkilometer zu verschlingen, ohne das Temperament jemals zu strapazieren. Der Motor zeigt sich bereits ab mittleren Drehzahlen geschmeidig, was das Leben grundlegend verändert, wenn man zu zweit mit 103 Litern Gepäckvolumen an den Seiten unterwegs ist. Denn genau hier entfaltet das Grand Tourer-Paket seinen vollen Sinn: ein Topcase mit 47 Litern, zwei Seitenkoffer mit je 28 Litern, alles farblich auf die Karosserie abgestimmt und mit dem Zündschlüssel verriegelbar. Kein baumelnder Schlüsselbund, keine zusammengewürfelten Vorhängeschlösser. Kawasaki hat an den Alltagskomfort gedacht, bis hin zu den passgenau an jeden Behälter angepassten Innentaschen, um seine Sachen zu organisieren, ohne das Beladen in eine Partie Tetris zu verwandeln.
Die Serienausstattung hebt diese Versys 1000 SE eine Stufe über die Standardversion. Semiaktive KECS-Federung an der 43-mm-Upside-down-Gabel wie auch am hinteren Monofederbein, TFT-Display, Tempomat, Traktionskontrolle, Handprotektoren, Tourenscheibe: Die Liste ist lang, und das Wesentliche für die Reise ist abgedeckt, ohne den Zubehörkatalog bemühen zu müssen. Das Grand Tourer-Paket ergänzt Zusatzscheinwerfer, Tankschutzleisten, eine 12-V-Steckdose und Sturzpads. Es fehlt nur noch ein Navi, um das Programm komplett zu machen. Gegenüber einer Yamaha Tracer 9 GT, die günstiger, aber auch weniger umfangreich ausgestattet ist, oder einer BMW R 1250 RT mit gehobenerer Anmutung positioniert sich die Kawasaki als cleverer Kompromiss zu 19 099 Euro. Ein Preis, der durchaus beachtlich bleibt, aber angesichts des gebotenen Leistungsumfangs stimmig ist.
Die 257 kg fahrfertig sind einmal in Bewegung schnell vergessen, dank eines gelungenen Aluminium-Brückenrahmens und eines soliden Fahrwerks. Die Bremsen, zwei 310-mm-Scheiben vorne mit Vierkolben-Sätteln, bieten eine beruhigende Verzögerungsleistung auch im beladenen Zustand. Die Sitzhöhe von 840 mm wird nicht jedem Körperbau entgegenkommen, doch die aufrechte und entspannte Sitzposition entlastet den Rücken auf langen Etappen. Der 21-Liter-Tank ermöglicht eine komfortable Reichweite zwischen zwei Tankstellen, besonders wenn man der Versuchung widersteht, die Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h auszukosten.
Diese Kawasaki Versys 1000 SE Grand Tourer 2020 richtet sich an erfahrene Tourenfahrer, die ein vollständiges Reisewerkzeug wollen, ohne sich gegenüber den deutschen GT-Maschinen finanziell zu verausgaben. Wer nach einem Gebrauchtmodell von 2019 sucht oder die Jahrgänge 2021 bis 2025 ins Auge fasst, wird eine nahezu identische mechanische Basis vorfinden – ein Beweis für die Reife des Modells. Die Konkurrenz mag sich noch so sehr ins Zeug legen, Kawasaki hält Kurs mit einer Maschine ohne falsche Versprechen: Sie wird niemals eine Piste in Marokko erklimmen, aber sie wird Brest mit Dubrovnik verbinden, ohne mit der Wimper zu zucken. Und genau das ist es, was man von ihr erwartet.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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