Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1043 cc
- Leistung
- 142.0 ch @ 10000 tr/min (104.4 kW)
- Drehmoment
- 110.8 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.8 : 1
- Bohrung × Hub
- 77 x 56 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection ø 38 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 144 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 250 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 190/50-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 835.00 mm
- Tankinhalt
- 19.00 L
- Gewicht
- 241.00 kg
- Neupreis
- 17 049 €
Übersicht
Als Kawasaki beschließt, seine vielseitigste Sport-Tourer in eine Langstreckenmaschine zu verwandeln, lässt das Ergebnis niemanden gleichgültig. Die Kawasaki Ninja 1000 SX Performance Tourer treibt das Konzept bis an seine äußersten Grenzen, mit zwei kombinierten Paketen, die die SX-Basis in etwas Ambivalentes verwandeln – zwischen ernsthafter Sport-GT und funktionalem Tourer. Ambivalent, aber nicht misslungen.

Der Motor, ein 1043 cm³ Reihenvierzylinder aus der Z 1000 abgeleitet, leistet 142 PS bei 10 000 U/min und 110,8 Nm Drehmoment bei 8 000 U/min. Es ist nicht die rohe Leistung, die beeindruckt – die BMW S1000XR spielt im gleichen Revier mit ähnlicher Kavallerie –, sondern die Art und Weise, wie sich diese Leistung in den Alltag einfügt. Fahrmodi, Schaltautomat, Rutschkupplung, Traktionskontrolle, Inertialmesseinheit IMU, intelligentes ABS mit Kurvenunterstützung: Kawasaki hat alles auf den Tisch gelegt, damit diese 142 PS in jeder Situation beherrschbar bleiben. Mit 241 kg vollgetankt ist die Maschine keine Leichtgewicht, bewegt sich jedoch im Normalbereich der Kategorie. Die Sitzhöhe von 835 mm und der 19-Liter-Tank bestätigen ein Profil für große Fahrer und große Strecken.
Die Performance- und Tourer-Pakete fügen eine Ausstattungsschicht hinzu, die den Einsatzbereich wirklich verändert. Zwei Koffer mit je 28 Litern integrieren sich sorgfältig in die Flanken der Maschine, ohne die sportliche Linienführung der Verkleidung zu entstellen. Die breite getönte Scheibe, die beheizten Griffe, die GPS-Halterung zwischen den Halblenkerarmen, die Motorschutzpads und das Gel-Aufkleber-Set am Tank ergeben ein ernstes Bild für den Fahrer, der Kilometer frisst. Hinzu kommt die Option des Akrapovic-Schalldämpfers, der nahezu vollständig aus Carbon gefertigt ist, die Maschine um 2,7 kg erleichtert, die 142 Serien-PS etwas befreit und dem von Natur aus zurückhaltenden Vierzylinder endlich eine würdige Stimme verleiht. Der Leistungsgewinn ist symbolisch, der Klangeffekt deutlich weniger.
Es gibt jedoch eine Grenze, die Kawasaki nicht überschritten hat, und sie ist frustrierend. Die Seitenkoffer lassen sich nicht mit einem offiziellen Topcase kombinieren. Für eine Maschine, die sich als direkte Fortsetzung des Modells 2020 präsentiert – die Kawasaki Ninja 1000 SX Performance Tourer 2021 –, ist das eine Entscheidung, die aufhorchen lässt. Der beladene Fernreisende mit Familie oder Campingausrüstung muss auf den dritten Koffer verzichten oder eine alternative Lösung suchen. Gegenüber einer Ducati Multistrada V4 oder einer Honda NT1100, die solche Kompromisse nicht aufzwingen, ist das ein verpasstes kommerzielles Argument.

Der Grundpreis von 17 049 Euro steigt spürbar, sobald man beide Pakete und den Akrapovic-Auspuff hinzurechnet. Man übersteigt schnell 2 700 Euro an Zubehör, und die Gesamtrechnung nähert sich gefährlich den Preisen der Premium-Konkurrenz. Die Zielgruppe – der erfahrene Langstreckenfahrer, der eine Allround-Maschine möchte, ohne am Wochenende auf sportlichen Fahrspaß verzichten zu müssen – muss also klar abwägen. Die Ninja 1000 SX in dieser Konfiguration bleibt ein ehrliches und gut ausgestattetes Angebot mit einem 10,9 cm TFT-Display, Tempomat, Smartphone-Konnektivität und vielfach einstellbaren Federbeinen. Doch sie erhebt keinen Anspruch darauf, die Premium-GT vom Thron zu stoßen. Sie bietet etwas anderes: pragmatische Effizienz, einen Motor, der auf Dauer nicht nachlässt, und eine Vielseitigkeit, die nur wenige Maschinen dieser Hubraumklasse so gut zu verhandeln wissen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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