Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 200.0 ch @ 11000 tr/min (147.1 kW)
- Drehmoment
- 137.3 Nm @ 8500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.2 : 1
- Bohrung × Hub
- 76 x 55 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 40 mm + compresseur
- Starter
- électrique
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis tubulaire en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur et monobras, déb : 139 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons (M50 monobloc)
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 250 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 835.00 mm
- Sitztyp
- Selle biplaces
- Tankinhalt
- 19.00 L
- Gewicht
- 247.00 kg
- Trockengewicht
- 247.00 kg
- Neupreis
- 29 000 €
Übersicht
Stellen Sie sich vor, ein Luftfahrtingenieur beschließt eines schönen Morgens, eine Sport-GT zu bauen. Nicht eine jener braven Maschinen, die alles zu können behaupten, ohne wirklich in irgendetwas zu glänzen, sondern ein Gerät, das wie ein Triebwerk konzipiert wurde, dem man Koffer angeschnallt hat. Ungefähr das hat Kawasaki 2018 mit der H2 SX ausgeheckt, indem die Kompressortechnologie seiner Rennstrecken-H2 auf den Grand Tourisme übertragen wurde. Acht Jahre später verfeinert die Version 2026 diese radikale Philosophie weiter, Millimeter für Millimeter.

Der Motor bleibt das schlagende Herz der Legende: ein Reihenvierzylinder mit 998 cm³, gespeist von einem hauseigenen Roots-Kompressor, der 200 PS bei 11.000 U/min und 137,3 Nm bei 8.500 U/min entwickelt. Mit aktivem Ram-Air-System steigt die Leistung auf 210 PS. Gegenüber einer BMW S 1000 XR mit 165 PS oder einer Ducati Multistrada V4 S mit 170 PS behauptet sich die Ninja ohne Komplexe, und die 247 kg auf der Waage verdichten das Rätsel nur: Wie kann eine so schwere Maschine so lebhaft sein, sobald sie auf einer Landstraße in Fahrt kommt? Die Antwort steckt in einem einzigen Wort – Supercharger – und in der unerbittlichen Physik des bei mittlerer Drehzahl verfügbaren Drehmoments.
Für 2026 hat Kawasaki diesem bereits umfangreichen Elektronikpaket ein AHB-System, Auto High Beam, hinzugefügt, das das Fernlicht über eine Kamera steuert, die die Umgebungshelligkeit und die Lichter umliegender Fahrzeuge analysiert. Eine dezente, aber nützliche Ergänzung für lange Nachtfahrten. Strukturprägender ist das seit 2022 eingebaute Doppelradarsystem, das die SE auf ein Terrain positioniert, das nur wenige Motorräder zu betreten wagen: ein vorderer Sensor steuert den Kollisionswarner FCW und den adaptiven Tempomat ACC, ein hinterer Sensor überwacht den toten Winkel über das BSD. Letzteres verdient eine besondere Erwähnung, denn wer schon einmal versucht hat, bei 130 km/h auf der Autobahn in seinen Rückspiegel zu schauen, versteht sofort, warum diese im Automobil gängige Technologie auf zwei Rädern ihren vollen Sinn entfaltet. Der ACC hingegen gibt mehr Anlass zur Skepsis: einem Algorithmus auf einer 200-PS-Maschine einen Teil des Bremsvorgangs und der Drehzahlregelung zu überlassen, erfordert eine Art Vertrauen, das nicht alle Fahrer aufbringen werden. Die Warnung allein hätte vielleicht gereicht.
Die SE-Version zeichnet sich durch ihre semiaktiven Skyhook-Federelemente aus, ein System, das die Dämpferantwort in Echtzeit an die Fahrbedingungen anpasst. Dazu kommen mehrstufige Traktionskontrolle, Launch Control, Motorbremsenregelung, bidirektionaler Quickshifter, individuell anpassbare Fahrmodi, LED-Kurvenlicht, Reifendrucküberwachung und Berganfahrhilfe: Die Liste macht schwindelig. Kawasaki betont denn auch, dass noch nie eines seiner Motorräder so viele Fahrerassistenzsysteme an Bord hatte. Dennoch, mit einer Sitzhöhe von 835 mm und diesen Abmessungen richtet sich die H2 SX SE nicht an den Gelegenheitsfahrer. Sie zielt auf den erfahrenen Tourenfahrer ab, der Kilometer verschlingt wie andere Seiten umblättern, und der moderne Sicherheit will, ohne auf rohe Empfindungen zu verzichten.
Das 6,5-Zoll-TFT-Cockpit mit Smartphone-Anbindung eröffnet eine legitime Debatte. Der Gedanke, am Lenker eines Motorrads, das dank Brembo M50 Radialzangen-Vierkolbenbremsen als letztem Bollwerk knapp 300 km/h erreichen kann, Anwendungen zu konsultieren, lässt nachdenklich werden. Kawasaki spricht von Freiheit, und es stimmt, dass die H2 SX SE eine moderne, laute und technologische Verkörperung davon ist. Doch die wahre Freiheit, die eine freie Bergstraße und 200 PS zur Hand einem schenken, braucht keine Benachrichtigungen. Der 19-Liter-Tank verspricht eine vernünftige Reichweite, der Preis von 29.000 Euro erinnert daran, dass es sich um ein bekenntnishaftes Objekt der Leidenschaft handelt. In einem Markt, der sich zunehmend mit Elektromobilität und Mäßigung bedeckt, wirkt diese Ninja mit Kompressor wie ein letzter Akt mechanischer Rebellion. Und genau deshalb fasziniert sie.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Nombre de mode de conduite : 3
- Taille de l'écran TFT couleur : 16,51 cm / 6.5 pouces
- ABS Cornering
- Jantes aluminium
- Shifter
- Béquille centrale
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Prise USB
- Aide au démarrage en côte (Hill Hold Control)
- Aide au départ arrêté (Launch Control)
- Démarrage sans clé
- Contrôle de traction
- Poignées chauffantes
- Suspensions réglables électroniquement
- Système radar
- Embrayage anti-dribble
- Centrale inertielle
- Phares adaptatifs en virage
- Contrôle du frein moteur
- Surveillance de la pression des pneus
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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