Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1890 cc
- Leistung
- 90.0 ch (66.2 kW)
- Drehmoment
- 155.9 Nm @ 3300 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 49°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 11 : 1
- Bohrung × Hub
- 103.2 x 113 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 54 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Structure en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 46 mm, déb : 132 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 75 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/65-16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 665.00 mm
- Tankinhalt
- 15.10 L
- Gewicht
- 335.00 kg
- Trockengewicht
- 324.00 kg
- Neupreis
- 24 590 €
Übersicht
Stellen Sie sich einen Zug vor, der Mitte des 20. Jahrhunderts Chicago mit Los Angeles verband und in seinen Luxuswagen Künstler und Prominente transportierte, die vom Komfort und dem Glanz verführt wurden. An diese Erinnerung knüpft Indian an, indem es sein neues Modell Super Chief tauft. Die Anlehnung an die Eisenbahn ist geschickt, ein wenig nostalgisch, vielleicht zu groß für die Maschine selbst — das wahre Flaggschiff der Marke bleibt die Roadmaster. Doch diese bewusste Abstammung sagt etwas Wichtiges über die Absicht des Herstellers aus: einen Custom anzubieten, der reisen kann, ohne sich selbst zu ernst zu nehmen.

Der Thunderstroke 116 mit 1890 ccm Hubraum entwickelt 90 PS und liefert 155,9 Nm Drehmoment bei 3300 U/min. Dieser V2 im 49-Grad-Winkel mit Luftkühlung erhielt seit 2023 eine überarbeitete Kupplung — die Bedienung wird geschmeidiger und verlangt der linken Hand weniger Kraft ab. Allerdings ist das Drehmoment gegenüber früheren Generationen leicht zurückgegangen, was die Puristen registrieren werden. An der Super Chief Limited versteckt sich der Motor nicht hinter einer dunklen Verkleidung: Jedes Gehäuse, jeder Deckel, jeder Ausgang der Crossover-Auspuffanlage glänzt unter einer großzügigen Chromschicht. Es ist der amerikanische V-Twin in seiner theatralischsten Ausführung — eine, die man ebenso sehr zeigt wie fährt.
Im Vergleich zur Chief Dark Horse oder einer Bobber spielt diese Super Chief Limited eine andere Rolle. Sie bringt rund dreißig Kilogramm mehr auf die Waage und kommt vollgetankt auf 335 kg, dazu kommen eine verkleidete Gabel, Speichenräder, ein 16-Zoll-Vorderrad und seitliche Ledersatteltaschen. Das Gepäckvolumen bleibt bescheiden — insgesamt 36,7 Liter — aber ausreichend für ein vollgepacktes Wochenende zu zweit, da der Soziussattel serienmäßig ist. Die hohe Windschutzscheibe und der breite Lenker laden dazu ein, Kilometer ohne Verkrampfung zu verschlingen. Bei 24.590 Euro steigt der Preis um 25 % gegenüber dem Basis-Custom, was eine erhebliche Differenz für eine Touring-Ausstattung darstellt, die im bescheidenen Rahmen bleibt.

Der Stahlrohrrahmen übernimmt seine Geometrie von der Chief Dark Horse: verkürzter Radstand, stärker eingezogenes Vorderrad als bei der vorherigen 1811er-Generation, für ein weniger monolithisches Fahrverhalten. Die 46-mm-Teleskopgabel arbeitet mit 132 mm Federweg, die hinteren Stoßdämpfer mit 75 mm. Eine 300-mm-Bremsscheibe pro Rad — mit Vierkolben-Bremssattel vorn und Zweikolben-Bremssattel hinten — übernimmt die Verzögerung. Die Sitzhöhe ist niedrig — 665 mm — was an der roten Ampel Sicherheit vermittelt. Die Bordelektronik ist vollständig: schlüsselloser Start, ABS, drei Fahrmodi, Tempomat, 4-Zoll-TFT-Touchscreen mit GPS und Smartphone-Anbindung. All das bei einer angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h und einem 15,1-Liter-Tank.
Dieses Segment des leichten Custom-Tourers ist keine Erfindung von Indian. Harley-Davidson hat es mit dem Softail Sport Glide erkundet, und vor diesem die Dyna Switchback. Die Super Chief reiht sich in diese Logik des Schweizer Taschenmessers ein: abends in der Stadt, am Wochenende auf der Landstraße. Die Dark Horse-Variante kehrt die ästhetische Ausrichtung vollständig um, mit durchgehend schwarz lackiertem Motor, Auspuffanlage und Schrauben. Wo die Limited Blicke auf sich zieht, weicht die Dark Horse ihnen aus. Zwei Temperamente, ein einziges Fahrwerk. Das anvisierte Publikum ist jenes, das ein alltagstaugliches Motorrad will, ohne auf große Ausflüge verzichten zu müssen, und das amerikanisches Erbe gegenüber germanischer Effizienz bevorzugt. Das ist eine stimmige Positionierung, auch wenn der interne Wettbewerb innerhalb der Indian-Modellpalette die Wahl zwischen dieser Super Chief und einer für echte Langstrecken besser ausgestatteten Chieftain mitunter komplex macht.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Nombre de mode de conduite : 3
- Volume de rangement : 36.7 litres
- Taille de l'écran TFT couleur : 10,16 cm / 4 pouces
- Jantes à rayon
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Bluetooth
- Prise USB
- Démarrage sans clé
- Valises
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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