Schlüsselleistung
Technische Daten
- Neupreis
- 9 990 € → 11 790 €
Motor
- Hubraum
- 680 cc
- Leistung
- 60.0 ch @ 7750 tr/min (44.1 kW)
- Drehmoment
- 58.8 Nm @ 5500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 52°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10:1
- Bohrung × Hub
- 81 x 66 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection PGM-FI
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau en tubes d’acier
- Getriebe
- boîte à rapports HFT (variation continue)
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 106 mm
- Hinterradaufhängung
- Monobras oscillant Pro-Arm monoamortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 296 mm, étrier 3 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 276 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/70-17
- Hinterreifen
- 190/50-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 690.00 mm
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Gewicht
- 270.00 kg
- Neupreis
- 11 790 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an die Honda DN-01 700 cc, dieses uneinordenbare Gefährt, das 2008 auf einen Markt losgelassen wurde, der nie danach verlangt hatte? Halb Cruiser, halb GT, im Geiste vage ein Roller – diese Schöpfung des japanischen Herstellers bleibt eine der kühnsten Wetten, die je auf zwei Rädern eingegangen wurden. Bereits 2005 als Concept-Bike auf den Messegängen geboren, hätte niemand auch nur einen Cent auf ihre Serienproduktion gesetzt. Honda hat es trotzdem getan. Und das Ergebnis spaltet ebenso sehr, wie es fasziniert.

Stilistisch gleicht die DN-01 nichts Bekanntem. Ihr gestrecktes Profil, die scharfkantige Front und die Pro-Arm-Einarmschwinge verleihen ihr eine Silhouette aus einer anderen Zeit, irgendwo zwischen einem Science-Fiction-Raumschiff und einem amerikanischen Cruiser, durch den japanischen Filter geschickt. Man liebt sie oder man hasst sie, aber man geht nicht einfach daran vorbei. Das eigentliche Thema unter dieser polarisierenden Verkleidung ist das HFT-Getriebe, kurz für Human-Friendly Transmission. Es hat nichts mit einem Rollervariator oder einem herkömmlichen automatisierten Schaltgetriebe gemein. Es handelt sich um ein hydromechanisches, stufenloses System, das im vollautomatischen Modus (Drive oder Sport) oder in manueller Wahl über sechs Fahrstufen per Lenkerschalter betrieben werden kann. Der Wechsel zwischen den Modi erfolgt über die rechte Lenkerarmatur, und ein einfacher Knopfdruck genügt, um den Leerlauf einzulegen. Auf dem Papier das Versprechen mühelosen Fahrens. Auf der Straße hält die Laufruhe ihr Versprechen, auch wenn Puristen das völlige Fehlen eines Kupplungshebels bedauern werden.
Der 52-Grad-V-Twin mit 680 cc, den er sich mit der damaligen Deauville und Transalp teilt, leistet 60 PS bei 7.750 U/min und 58,8 Nm Drehmoment bei 5.500 Touren. Bescheidene Werte, die die Honda DN-01 700 weit entfernt von muskulösen Tourern wie der BMW K 1200 GT oder der Yamaha FJR 1300 einordnen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h – ausreichend, um im legalen Tempobereich zu fahren, ohne jemals sportliche Ambitionen zu hegen. Diese Mechanik harmoniert gut mit der Philosophie des Gefährts, das eher für entspanntes Cruisen als für Autobahnhatz unter Volllast konzipiert wurde. Der begrenzte Windschutz der kleinen Scheibe bestätigt diese Ausrichtung.

Die Ergonomie treibt den Komfort ziemlich weit. Die Sitzbank, nur 690 mm über dem Boden, gibt auch kleineren Staturen Sicherheit. Der zurückversetzte Lenker, die breiten Fußrasten und die nahezu Custom-artige Sitzposition laden zur gemütlichen Ausfahrt ein. Die volldigitale, gut ablesbare und umfassende Instrumentierung fügt einen willkommenen Hauch von Modernität hinzu. Der Stahl-Doppelschleifen-Rahmen, die 41-mm-Telegabel und der Kardanantrieb bilden ein solides Fahrwerk, unterstützt durch ein kombiniertes ABS-Bremssystem mit Doppelscheibe von 296 mm vorn. All das flößt Vertrauen ein, zumindest auf dem Papier.

Das Problem ist das Gewicht. Mit 270 kg fahrfertig bei einem Tank von nur 15 Litern schleppt die DN-01 ein schwer zu rechtfertigendes Übergewicht mit sich. Auch die Reifendimensionen werfen Fragen auf – ein 190/50 hinten und ein 130/70 vorn, Maße, die für deutlich leistungsstärkere Sportmaschinen zugeschnitten sind. Was kostet eine Honda DN-01 700? Bei Markteinführung belief sich der Preis auf 11.790 Euro, ein gesalzener Tarif angesichts der damaligen Konkurrenz. Heute lässt sich die Honda DN-01 700 auf dem Gebrauchtmarkt zu deutlich erschwinglicheren Preisen finden, doch die Seltenheit HFT-spezifischer Ersatzteile verdient vor dem Kauf Beachtung. Diese Maschine richtet sich an Stadt- und Umlandfahrer auf der Suche nach Originalität, die bereit sind, Sportlichkeit gegen Komfort und einfache Handhabung einzutauschen. Ein einzigartiges Objekt, nicht immer rational, das aber von einer Ära zeugt, in der Honda es wagte, ausgetretene Pfade zu verlassen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS - CBS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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