Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 62.0 ch (45.6 kW) → 62.0 ch @ 9000 tr/min (38.7 kW)
- Drehmoment
- — → 48.0 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps → Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- liquide → Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 13.5 : 1 → 13.5:1
- Bohrung × Hub
- 96 x 62.1 mm → 96.0 x 62.1 mm (3.8 x 2.4 inches)
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 44 mm → Injection. Programmed Fuel Injection (PGM-FI), 46mm downdraft throttle body Read
- Steuerung
- — → Single Overhead Cams (SOHC)
- Zündung
- — → DC-CDI
- Starter
- — → Kick
- Rahmen
- Double poutre et simple berceau dédoublé en aluminium → Aluminium twin tube
- Getriebe
- boîte à 5 rapports → 5-speed
- Endantrieb
- Chaîne → Chain (final drive)
- Kupplung
- — → Multi plate wet
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 49 mm, déb : 310 mm → 49mm inverted Showa fork with rebound and compression damping adjustability.
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur → Pro-Link® Showa single shock with adjustable spring preload, rebound and compression damping adjustability.
- Federweg vorne
- — → 305 mm (12.0 inches)
- Federweg hinten
- — → 312 mm (12.3 inches)
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier 2 pistons → Single disc. Hydraulic. Two-piston calipers.
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier simple piston → Single disc. Hydraulic. Single-piston caliper.
- Vorderreifen
- 80/100-21 → 80/100-21
- Vorderreifendruck
- 1.00 bar → —
- Hinterreifen
- 120/80-19 → 120/80-19
- Hinterreifendruck
- 1.00 bar → —
- Sitzhöhe
- 965.00 mm → 960.00 mm
- Radstand
- — → 1481.00 mm
- Bodenfreiheit
- — → 330.00 mm
- Länge
- — → 2191.00 mm
- Breite
- — → 827.00 mm
- Höhe
- — → 1271.00 mm
- Tankinhalt
- 6.30 L → 6.43 L
- Gewicht
- 110.60 kg → 112.00 kg
- Trockengewicht
- 105.80 kg → —
- Neupreis
- 9 999 € → 9 599 €
Motor
- Hubraum
- 450 cc
- Leistung
- 62.0 ch @ 9000 tr/min (38.7 kW)
- Drehmoment
- 48.0 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 13.5:1
- Bohrung × Hub
- 96.0 x 62.1 mm (3.8 x 2.4 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Programmed Fuel Injection (PGM-FI), 46mm downdraft throttle body Read
- Steuerung
- Single Overhead Cams (SOHC)
- Zündung
- DC-CDI
- Starter
- Kick
Fahrwerk
- Rahmen
- Aluminium twin tube
- Getriebe
- 5-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Multi plate wet
- Vorderradaufhängung
- 49mm inverted Showa fork with rebound and compression damping adjustability.
- Hinterradaufhängung
- Pro-Link® Showa single shock with adjustable spring preload, rebound and compression damping adjustability.
- Federweg vorne
- 305 mm (12.0 inches)
- Federweg hinten
- 312 mm (12.3 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc. Hydraulic. Two-piston calipers.
- Hinterradbremse
- Single disc. Hydraulic. Single-piston caliper.
- Vorderreifen
- 80/100-21
- Hinterreifen
- 120/80-19
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 960.00 mm
- Radstand
- 1481.00 mm
- Bodenfreiheit
- 330.00 mm
- Länge
- 2191.00 mm
- Breite
- 827.00 mm
- Höhe
- 1271.00 mm
- Tankinhalt
- 6.43 L
- Gewicht
- 112.00 kg
- Neupreis
- 9 599 €
Übersicht
Wenn Tim Gajser in der MXGP einen Weltmeistertitel nach dem anderen am Lenker seiner Honda CRF450R sammelt, ist das kein Zufall. Die Maschine, mit der er 2019 glänzen konnte, erhält für 2020 eine gezielte, aber bedeutsame Weiterentwicklung, die sich auf die Bordelektronik konzentriert. Honda revolutioniert seine 450er-Cross nicht, Honda verfeinert sie. Und in einer Kategorie, in der Hundertstelsekunden über Podium oder Mittelfeld entscheiden, wird das Rennen oft genau dort gewonnen.

Die große Neuheit dieses Jahrgangs ist das HSTC, Honda Selectable Torque Control. Hinter diesem Kürzel verbirgt sich eine vom HRC, Hondas Wettbewerbsabteilung, entwickelte Traktionskontrolle. Drei Modi ermöglichen es, den Eingriff des Systems zu dosieren, das die Drehzahlschwankungen überwacht, um Traktionsverluste am Hinterrad zu begrenzen. Kein Raddrehzahlsensor hier, alles läuft über die Feinanalyse der Zündung und der PGM-FI-Einspritzung. Das Ergebnis? Ein Gasgriff, der seine volle Progressivität behält, selbst wenn das System im Hintergrund arbeitet. Und für Puristen, die alles lieber selbst am Handgelenk regeln, lässt sich das HSTC vollständig deaktivieren. Beim Neustart des Motors kehrt es zum zuletzt gewählten Modus zurück. Clever.
Der Einzylinder-Viertaktmotor mit 449,7 ccm leistet 62 PS bei 9 000 U/min und liefert 48 Nm Drehmoment bereits ab 7 000 Touren. Zahlen im Klassenstandard, doch auf einer Motocross-Strecke macht die Qualität der Leistungsentfaltung den Unterschied. Mit einem Verdichtungsverhältnis von 13,5:1 und einer Bohrung, die den Hub deutlich übersteigt (96 mm gegenüber 62,1 mm), ist dieser Motor darauf ausgelegt, schnell hochzudrehen und am Kurvenausgang kraftvoll zuzuschlagen. Das Ganze eingebettet in einen Aluminium-Doppelbalkenrahmen bei einem fahrfertigen Gewicht von 112 kg. Das sind zwei Kilogramm mehr als bei einer KTM 450 SX-F, doch die Honda kompensiert mit einem Chassis von bemerkenswert ausgewogener Steifigkeit. Die Showa-Federelemente – 49-mm-Upside-down-Gabel und Pro-Link-Monodämpfer – sind vollständig in Zug- und Druckstufe einstellbar. Für 2020 hat Honda zudem die Grundabstimmung überarbeitet, um starke Bremsmanöver besser abzufangen, mit einer verstärkten Niedergeschwindigkeits-Druckstufendämpfung. Auch die hinteren Bremsbeläge wurden überarbeitet, um mehr Biss und Langlebigkeit zu bieten – ein Detail, das zählt, wenn man Lauf um Lauf aneinanderreiht.

Im Vergleich zur Konkurrenz positioniert sich die Honda CRF450R mit 9 599 Euro im oberen Preissegment. Die Yamaha YZ450F und die Kawasaki KX450 spielen in denselben Gewässern, während die Österreicherinnen KTM und Husqvarna mit ihrem serienmäßigen Elektrostarter einen anderen Ansatz verfolgen. Die Honda setzt auf ihr HRC-Starthilfesystem und auf diese neue elektronische Steuerung, um ihren Preis zu rechtfertigen. Der 6,43-Liter-Tank bleibt bescheiden, ist aber die Norm im reinen Cross. Die Sitzhöhe von 960 mm und die Bodenfreiheit von 330 mm erinnern daran, dass diese Maschine sich an erfahrene Fahrer richtet, nicht an Anfänger auf der Suche nach sonntaglichem Fahrspaß. Seit ihrem Debüt 2002 hat sich die CRF450R stetig weiterentwickelt, von den Vergaserversionen der ersten Jahre bis zu den jüngeren Generationen, die nach und nach Einspritzung und fortschrittliche Elektronik integrierten. Ob man nun von der Honda CRF450R 2005, 2012, 2016, 2018 oder diesem Modell 2020 spricht, die Philosophie bleibt dieselbe: eine solide und berechenbare Arbeitsbasis zu bieten, die jeder Fahrer an seinen Stil anpassen kann.
Diese CRF450R 2020 erhebt nicht den Anspruch, den Motocross neu zu erfinden. Sie nimmt eine bereits wettbewerbsfähige Plattform und pfropft ihr eine zusätzliche Schicht Intelligenz auf. Das HSTC wird niemals das Talent am Lenker ersetzen, aber auf aufgeweichtem Boden oder einer am Ende des Tages zerfurchten Strecke könnte es durchaus jene wenigen Zehntelsekunden einbringen, die die Top 5 vom Rest des Feldes trennen. Honda spielt die Karte der technischen Reife, und auf diesem Terrain können nur wenige Hersteller mithalten.
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