Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 450 cc
- Leistung
- 63.5 ch @ 9400 tr/min (46.7 kW)
- Drehmoment
- 53.5 Nm @ 7500 tr/min
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13,5 : 1
- Bohrung × Hub
- 96 x 62,1 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 44 mm
- Starter
- électrique
Fahrwerk
- Rahmen
- périmétrique en aluminium
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 49 mm, déb : 310 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 301 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque en pétale Brembo Ø 260 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque en pétale Brembo Ø 240 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 80/100-21
- Hinterreifen
- 110/90-19
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 970.00 mm
- Tankinhalt
- 7.20 L
- Gewicht
- 104.00 kg
- Neupreis
- 14 790 €
Übersicht
Wer hätte vor fünf Jahren auf Ducati im Motocross gewettet? Niemand oder fast niemand. Und dennoch ist Borgo Panigale auf den hügeligen Geländen mit einer Desmo450 MX aufgetaucht, die alle auf dem falschen Fuß erwischt hat. Die Standardversion hatte bereits das Fundament für eine ernsthafte Maschine gelegt. Mit der Factory legen die Italiener eine Stufe drauf und klopfen direkt an die Tür der KTM SX-F 450 Factory Edition. Die Botschaft ist klar: Ducati macht keinen Ausflug in den Cross, Ducati will gewinnen.

Der Einzylinder-Viertakter mit 449,6 cc behält seine desmodromische Ventilsteuerung, jenes technische Markenzeichen, das man auch an den Panigale auf der Rennstrecke findet. Mit 63,5 PS bei 9 400 U/min und einem Drehmoment von 53,5 Nm, das bereits ab 7 500 U/min anliegt, versucht der Motor nicht, einem die Arme auszureißen. Er setzt auf einen progressiven Leistungsaufbau, der auch für einen Fahrer beherrschbar ist, der keine Werksteam-Nummer auf der Startnummertafel trägt. Die Verdichtung von 13,5:1 und die überquadratischen Maße (96 x 62,1 mm) verraten einen Motor, der auf Effizienz bei hohen Drehzahlen ausgelegt ist, nicht auf reines Drehmoment im unteren Bereich. Der echte Unterschied bei dieser Factory ist die serienmäßig verbaute Auspuffanlage aus Titan von Akrapovic. Sie spart 1,7 kg an der Abgasanlage ein, verbreitert das nutzbare Drehmomentband und lässt den Einzylinder in den oberen Drehzahlen frei atmen. Das Gesamtgewicht der Maschine stabilisiert sich bei 104 kg vollgetankt – ein Wert, der sie in Sachen Handlichkeit in die Liga der 250er versetzt.
Beim Fahrwerk nimmt der Aluminium-Perimeterrahmen eine 49-mm-Upside-down-Gabel von Showa mit Dark-Kashima-Beschichtung auf, einer Titanoxid-basierten Oberflächenbehandlung, die die Standrohre um 60 % härter macht und die Reibung um 10 % reduziert. Der hintere Stoßdämpfer erhält die gleiche Sorgfalt, mit 301 mm Federweg hinten gegenüber 310 mm vorne. Die Gabelbrücken aus Ergal bringen Steifigkeit und sparen gleichzeitig 200 Gramm. Auf zerfurchtem Gelände machen diese Details den Unterschied zwischen einer Maschine, die einsteckt, und einer, die führt. Die Brembo-Bremsanlage bleibt zuverlässig an Bord mit einer 260-mm-Wellen-Bremsscheibe vorne und 240 mm hinten, bei der Factory-Version nun durch einen Schutzdeckel geschützt. Ein Motorschutz aus Carbon vervollständigt den Unterbodenschutz – unverzichtbar, wenn man ernsthaft angreift.
Ducati hat sich nicht mit der mechanischen Ausstattung begnügt. Das Wi-Fi-Modul Com-Link ermöglicht es, die Elektronik per Smartphone einzustellen und ein Telemetriesystem zu nutzen, das eines MXGP-Teams würdig ist. Das in die Gabel integrierte Holeshot Device verriegelt die Federung beim Start, um die Traktion auf den ersten Metern zu maximieren. Die Kettenübertragung mit RK MXU, identisch mit jener der Werksmaschinen, und das Fünfganggetriebe vervollständigen ein Paket, das nach intensivem Training auf der Strecke riecht. Mit einer Sitzhöhe von 970 mm sollte man lange Beine mitbringen, aber das ist in diesem Segment die Norm.

Mit 14 790 Euro positioniert sich die Desmo450 MX Factory leicht über ihrer österreichischen Rivalin. Der Aufpreis von 2 100 Euro gegenüber der Standardversion rechtfertigt sich durch den Akrapovic, die beschichteten Federelemente, die Telemetrie und die Carbon-Schutzteile. Für einen ambitionierten Hobbyfahrer, der an regionalen Wettbewerben teilnimmt oder einfach eine kompromisslose Maschine für seine Fahrsessions haben möchte, bleibt der Einstiegspreis stimmig. Ducati spielt hier eine ambitionierte Partitur – die eines Herstellers, der im Cross dieselbe Konsequenz an den Tag legt wie bei seinen Superbikes. Die Wette ist noch längst nicht verloren.
Serienausstattung
- Nombre de mode de conduite : 2
- Contrôle de traction
- Contrôle du frein moteur
- Shifter
- Aide au départ arrêté (Launch Control)
- Echappement Akrapovic
Praktische Infos
- Pays de fabrication : Italie
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