Schlüsselleistung
Technische Daten
- Nockenwellen
- 1 ACT → —
- Kraftstoffsystem
- Injection. PGM-Fi → Injection
- Vorderradaufhängung
- Showa telescopic (Inverted) 43mm diameter slide pipe → Telescopic (Inverted) 43mm diameter slide pipe
- Trockengewicht
- — → 111.00 kg
Motor
- Hubraum
- 450 cc
- Leistung
- 51.0 ch @ 8500 tr/min (37.5 kW)
- Drehmoment
- 47.7 Nm @ 6500 tr/min
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5:1
- Bohrung × Hub
- 96.0 x 62.1 mm (3.8 x 2.4 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Zündung
- Full transister
- Starter
- Kick
Fahrwerk
- Rahmen
- Aluminium twin tube
- Getriebe
- 5-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Multi plate wet clutch
- Vorderradaufhängung
- Telescopic (Inverted) 43mm diameter slide pipe
- Hinterradaufhängung
- Swing arm (Pro-link suspension system) 40mm diameter cylinder
- Federweg vorne
- 61 mm (2.4 inches)
- Federweg hinten
- 61 mm (2.4 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc. Hydraulic. Two-piston calipers.
- Hinterradbremse
- Single disc. Hydraulic. Single-piston caliper.
- Vorderreifen
- 80/100-21
- Hinterreifen
- 120/80-19
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 953.00 mm
- Radstand
- 1492.00 mm
- Bodenfreiheit
- 330.00 mm
- Länge
- 2191.00 mm
- Breite
- 827.00 mm
- Höhe
- 1271.00 mm
- Tankinhalt
- 6.40 L
- Gewicht
- 111.00 kg
- Trockengewicht
- 111.00 kg
- Neupreis
- 8 690 €
Übersicht
Was könnte Honda dazu bewogen haben, die Honda CRF450R für den Jahrgang 2013 von Grund auf zu überarbeiten, obwohl die Maschine bereits die Podiumsplätze beherrschte? Die Antwort lässt sich in einem Wort zusammenfassen: der Fahrer. Alles wurde neu durchdacht, um den Empfindungen des Mannes auf dem Sattel gerecht zu werden, der sich 953 mm über dem Boden befindet. Das Ergebnis ist ein 111 kg schweres Motocross-Motorrad, das einem vergessen lassen will, dass es 51 PS bei 8500 U/min leistet. Honda hat mit Größen vom Kaliber eines Jeremy McGrath zusammengearbeitet, um das Fahrverhalten dieser 450 CRF zu verfeinern, und das HRC-Programm, erprobt in der japanischen Motocross-Meisterschaft, diente als Versuchslabor. Von einer bloßen kosmetischen Auffrischung ist man hier weit entfernt.

Das Chassis verdient besondere Aufmerksamkeit. Sechste Generation des Aluminium-Doppelbalkenrahmens, von Grund auf neu gestaltet bei einem Gewicht von nur 9,35 kg. Das erklärte Ziel: die Massen so tief und so nah wie möglich am Schwerpunkt zu konzentrieren. In der Praxis äußert sich das in einer überarbeiteten Vorderradgeometrie, einem Radstand von 1492 mm, der die Stabilität auf der Geraden begünstigt, ohne die Wendigkeit in Kurven zu opfern, sowie einer großzügigen Bodenfreiheit von 330 mm, um Spurrillen mühelos zu schlucken. Die Landung nach Sprüngen gewinnt an Komfort und Berechenbarkeit. In diesem Bereich positioniert sich die Honda CRF450R 2013 gegenüber ernstzunehmenden Konkurrentinnen. Zur Erinnerung: Die Eigenschaften und Preise der Yamaha YZ450F 2019 zeigen, dass die YZ450F 9 299 Dollar kostet, also denselben Preis wie die Honda CRF450R und die Kawasaki KX450 – ein Beweis dafür, dass das Segment Jahr für Jahr äußerst wettbewerbsintensiv bleibt.
Die wahre technische Revolution dieses Jahrgangs ist die Gabel. Honda verabschiedet sich vom klassischen Hydrauliksystem zugunsten einer 43-mm-Luftfedergabel. Die Gewichtsersparnis beträgt 800 Gramm, was bei einer derart leichten Maschine keineswegs unerheblich ist. Der Hauptvorteil liegt jedoch woanders: Die innere Reibung nimmt ab, die Ansprechbarkeit verbessert sich und die Sensibilität bei kleinen Stößen wird deutlich feiner. Der Pro-Link-Hinterraddämpfer mit 40-mm-Zylinder vervollständigt das Paket. Die Bremsanlage bleibt klassisch mit einer einfachen hydraulischen Scheibenbremse an jedem Rad, zwei Kolben vorne und einem hinten. Ausreichend für den Einsatzzweck, auch wenn manche Konkurrenten bissigere Systeme anbieten.

Auf der Motorseite behält der Einzylinder-Viertaktmotor mit 449,70 cc seine Bohrung und seinen Hub von 96 x 62,1 mm bei, doch alles andere wurde weiterentwickelt. Das Verdichtungsverhältnis steigt von 12:1 auf 12,5:1, die Ventile gewinnen an Durchmesser und der Luftdurchsatz verbessert sich um 3 %. Das Drehmoment von 47,70 Nm kommt nun 10 % früher im Drehzahlband an, mit einem Spitzenwert bei 6500 U/min. Die Drehmomentkurve soll linearer und besser nutzbar sein in Beschleunigungsphasen, in denen die Traktion unsicher ist. Die Einspritzung wurde neu kalibriert und das verstärkte Fünfganggetriebe ist für die Beanspruchungen ausgelegt. Für diejenigen, die eine Honda CRF450R 450 CRF Honda suchen, die langfristig zuverlässig ist, ein beruhigender Punkt. Der 6,40-Liter-Tank bleibt bescheiden, ist aber stimmig für den reinen Wettbewerbseinsatz, bei dem die Läufe selten eine halbe Stunde überschreiten.
Mit einem Preis von 8 690 Euro richtet sich diese Honda CRF450R 2013 klar an engagierte Motocross-Fahrer, ob lizenzierte Rennfahrer oder ambitionierte Amateure, die jedes Wochenende fahren. Ein Anfänger wird damit nicht glücklich: Die Leistung ist unverblümt, der Sattel hoch und das Fahrverhalten verlangt ein Mindestmaß an Technik. Für einen Fahrer auf mittlerem bis fortgeschrittenem Niveau hingegen ist sie eine solide Arbeitsgrundlage. Die damalige Konkurrenz, insbesondere die Kawasaki KX450F und die Yamaha YZ450F, bot auf dem Papier ähnliche Argumente. Doch Honda spielt hier die Karte der sanften Leistungsentfaltung und des Fahrkomforts – zwei Qualitäten, die den Unterschied machen, wenn die Arme gegen Ende eines Laufs schwer werden. Tim Gajser wird übrigens einige Jahre später mit der Honda CRF450R beweisen, dass diese Philosophie zum Weltmeistertitel führen kann.
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