Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 883 cc
- Leistung
- 53.0 ch @ 6000 tr/min (39.0 kW)
- Drehmoment
- 69.6 Nm @ 4400 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 9 : 1
- Bohrung × Hub
- 76.2 x 96.8 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléscopique Ø 39 mm, déb : 117 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 61 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 292 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 292 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 100/90-19
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 150/80-16
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 641.00 mm
- Tankinhalt
- 12.50 L
- Gewicht
- 260.00 kg
- Trockengewicht
- 251.00 kg
- Neupreis
- 8 295 €
Übersicht
Wer behauptet, eine Harley müsse 1800 cm³ haben und 300 Kilo wiegen, um authentisch zu sein? Der Sportster 883 Low von 2010 ist dazu da, daran zu erinnern, dass die Legende aus Milwaukee auch mit bescheidenen Motoren und einer einfachen Philosophie begann. Dieser 45°-V-Twin-Motor, luft- und benzinkühler, leistet nur 53 Pferde, aber sein Drehmoment von 69,6 Nm, das ab mittleren Drehzahlen verfügbar ist, gibt ihm Substanz. Im Leerlauf grollt er mit diesem charakteristischen Takt, und sein Riemenantrieb sorgt für weiche, fast gedämpfte Gangwechsel. Es ist eine Mechanik, die man genießt, mehr als dass man sie hetzt, mit einer Höchstgeschwindigkeit, die kaum 160 km/h erreicht. Das ist weit entfernt von der Leistung eines japanischen Roadsters, aber genau das ist der Sinn der Sache.

Wo diese Low-Version ihr Territorium markiert, ist in ihrem Ansatz zur Erreichbarkeit. Mit einer um 641 mm gesenkten Sitzhöhe richtet sie sich klar an kleinere Fahrer oder an diejenigen, die die Instabilität eines schweren Motorrads im Stand fürchten. Das Abstellen beider Füße flach auf diesem Sportster verändert radikal die Wahrnehmung seiner 260 kg in fahrbereitem Zustand. Das gewonnene Vertrauen beim Anfahren ist unbestreitbar. Um dies zu erreichen, hat Harley an den Federungen gearbeitet, mit reduziertem Federweg, und an einem speziellen Solo-Sattel. Das Aussehen ist aufgeräumt, mit dem polierten Lenker und dem Tank, der mit einem speziellen Logo verziert ist.
Aber diese Erreichbarkeit hat ihren Preis, und nicht nur den von damals 8295 Euro. Der Kompromiss fällt beim Komfort. Die verkürzten Federungen sind fester und übertragen mehr der Unebenheiten der Straße. Der Sitz, dünn und Solo, lädt nicht zu langen Alleinreisen ein, geschweige denn zu Fahrten zu zweit. Es ist ein Motorrad für die Stadt, die kleinen Straßen und die Sonntagsausflüge, bei denen der Stil über die Distanz steht. Die Bremsanlage mit ihren zwei 292-mm-Scheiben ist korrekt, aber nicht bissig, vollkommen im Einklang mit dem ruhigen Fahrrhythmus, den der Motor vorgibt.
Im Vergleich zur Konkurrenz spielt der Sportster 883 Low nicht im selben Spiel. Eine Yamaha XVS 650 DragStar oder eine Suzuki Intruder bieten einen ähnlichen Ansatz für einen zugänglichen Cruiser, oft zu einem günstigeren Preis, aber sie haben diesen Status, diese Aura eines mechanischen Kunstwerks von Harley nicht. Das ist ihr wahres Publikum: der Neuling, der von dem Mythos angezogen, aber von der Größe der Modelle eingeschüchtert ist, oder der erfahrene Motorradfahrer, der ein zweites, entspanntes und charaktervolles Motorrad sucht. Man muss es als ein Gefühlsobjekt betrachten, nicht als ein Leistungswerkzeug. Sein doppelter Stahlrahmen, der 12,5-Liter-Tank, sein kleines Vorderrad im Format 100/90-19 – alles strahlt eine beruhigende Einfachheit aus.
Ist es also ein gutes Motorrad? Absolut nicht. Es ist gierig, nicht sehr leistungsstark, unbequem auf längeren Strecken und sein Preis ist hoch für das, was es bietet. Aber im Herzen derer, die von einer Harley ohne Komplexitäten träumen, ist es ein perfekter Einstieg. Es bietet das Wesentliche: das Aussehen, den tiefen Klang, das einzigartige Gefühl, ein Stück Amerika zu fahren. Es nimmt dich an der Hand, oder besser gesagt an den Füßen, fest auf dem Boden stehend, und führt dich in eine Welt, in der die Zahlen auf dem Papier schließlich kaum eine Rolle spielen.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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