Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1584 cc
- Leistung
- 71.0 ch @ 5300 tr/min (52.2 kW)
- Drehmoment
- 127.0 Nm @ 3000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.2:1
- Bohrung × Hub
- 95.3 x 111.1 mm (3.8 x 4.4 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Electronic Sequential Port Fuel Injection
- Schmierung
- Pressurized, dry-sump
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Mild steel tubular frame; rectangular section backbone; stamped, cast, and forged junctions; forged fender supports; MIG welded
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Kupplung
- 9-plate, wet
- Vorderradaufhängung
- Black leading link for Springer model
- Hinterradaufhängung
- Hidden, horizontal-mounted, coil-over
- Federweg vorne
- 97 mm (3.8 inches)
- Federweg hinten
- 91 mm (3.6 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc
- Hinterradbremse
- Single disc. Single piston
- Vorderreifen
- MT90-B16
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 200/55-R17
- Hinterreifendruck
- 2.62 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 765.00 mm
- Radstand
- 1630.00 mm
- Bodenfreiheit
- 124.00 mm
- Länge
- 2330.00 mm
- Tankinhalt
- 19.70 L
- Gewicht
- 333.00 kg
- Trockengewicht
- 317.50 kg
- Neupreis
- 19 325 €
Übersicht
Stellen Sie sich ein Objekt vor, das nicht danach strebt, poliert zu sein, sondern eine Geschichte zu erzählen. Die Harley-Davidson Softail Cross Bones von 2011 ist diese Geschichte, eine Seite aus einem alten Techniker-Notizbuch, wo Funktionalität über das Aussehen triumphiert. Mit ihrem Twin Cam 96B-Motor mit 1584 cm³ verspricht sie keine stratosphärischen Zahlen – 71 PS und 127 Nm Drehmoment – sondern ein Gefühl, das einer ursprünglichen Kraft, die ab 3000 U/min entfaltet wird. Auf dieser Maschine ist Leistung keine abstrakte Angabe auf einem Bildschirm, sondern ein physisches Grollen, das Sie in Ihren Handgelenken und im Rücken spüren.

Das Design ist eine Grundsatzbekundung, fast eine Provokation. Die Springer-Gabel, dieses mechanische Parallelogramm aus einer anderen Zeit, ist nicht dazu da, effizient zu sein, sondern gesehen zu werden. Sie steht in Dialog mit einem hoch platzierten Ape-Hanger-Lenker, der eine Korsarenhaltung erzwingt, Arme hoch, Blick in die Ferne. Diese Position mag theatralisch erscheinen, und das ist sie auch, aber sie prägt die Identität des Motorrads. Der tief hängende Solo-Sitz, der an zwei Federn aufgehängt ist, ist ein Kompromiss zwischen der Bobber-Ästhetik und einem Hauch von Komfort. Aber der eigentliche Kompromiss, oder besser gesagt, die wahre Kühnheit, liegt anderswo: Mit 333 kg zum Anhalten ist eine einzelne, von einem einzelnen Kolben gebremste Scheibe ein Glaubensakt. Harley fordert von seinem Fahrer, dass er an Stil glaubt und akzeptiert, dass die Moderne ihre Grenzen hat.
Im Vergleich zu einer Indian oder einem besser ausgestatteten japanischen Cruiser wirkt die Cross Bones bewusst rudimentär. Sie umgarnt nicht den rationalen Käufer, der die Leistung oder das Gewichts-/Bremsverhältnis berechnet. Sie zielt auf den Enthusiasten, den Sammler, denjenigen, der ein Motorrad als kulturelles Artefakt betrachtet, bevor er es als Fahrzeug betrachtet. Ihr Stahlrohrrahmen, die unverhältnismäßigen Reifen – ein 200/55 am Hinterrad – und der 19,7-Liter-Tank sind Elemente eines Szenarios, das von einer endlosen und ungehetzten Straße erzählt. Ihre angegebene Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h ist fast eine nebensächliche Information; diese Maschine ist für Geschwindigkeiten gemacht, bei denen das Atmen des V2 und das Klappern des Riemenantriebs die Hauptmelodie bilden.
Zu einem Preis, der bei rund 19.325 Euro beginnt, ist sie keine wirtschaftliche Option. Es ist ein leidenschaftlicher Kauf. Denim-Lackierungen, kontrastreiche Chromierungen an den Zylinderköpfen, das Nostalgia-Emblem, all diese Details sind Argumente für ein sehr spezifisches Publikum: das, das eine Harley-Davidson möchte, die wie eine Illustration seiner eigenen Träume aussieht, roh und kompromisslos in Bezug auf Authentizität. Es ist ein Motorrad, das von seinem Fahrer eine bestimmte Philosophie verlangt, bei der die Fahrt zu einer Darbietung wird und bei der jeder technische Mangel als Charme umgedeutet werden kann. Es ist nicht für Anfänger geeignet, die es eilig haben, noch für Reisende, die Effizienz suchen. Es ist für den Stilisierenden, für denjenigen, der glaubt, dass die Essenz des Customs in dieser Widerstandsfähigkeit gegen die moderne Vereinfachung liegt.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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