Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1801 cc
- Leistung
- 95.0 ch (69.9 kW)
- Drehmoment
- 151.0 Nm @ 3500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- 9.2 : 1
- Bohrung × Hub
- 101.6 x 111.1 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Cadre tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 125 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs sous le moteur, déb : 92 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 292 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/60-19
- Hinterreifen
- 240/40-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 660.00 mm
- Tankinhalt
- 18.90 L
- Gewicht
- 332.00 kg
- Trockengewicht
- 318.00 kg
- Neupreis
- 27 490 €
Übersicht
Man fragt sich, was man wirklich kauft, wenn man fast 30.000 Euro in eine Harley investiert? Die Antwort, mit diesem CVO Pro Street Breakout von 2016, ist einfach: man kauft eine Aussage. Es ist nicht mehr nur ein Motorrad, sondern ein Accessoire für die Einstellung, gefertigt aus Stahl, dunklem Chrom und einem überdimensionierten Ego. Der Breakout im Basismodell hatte bereits diesen massigen und aggressiven Charakter, aber hier haben die Custom Vehicle Operations Werkstätten alles noch verstärkt. Man erhält ein 332 kg schweres Biest, komplett mit Agressor-Rädern mit gebürstetem Chrom und einer 43-mm Upside-Down-Gabel, die ihm ein strenges Gesicht verleiht. Das Gesamtbild schreit nach Muskelkraft und Exklusivität, Lichtjahre von der Rationalität entfernt.

Unter dieser langen und tiefen Motorabdeckung schlägt das Herz des Biestes: der Twin Cam 110B Screamin’ Eagle. 1801 cm3, 151 Nm Drehmoment ab 3500 U/min. Die Leistungswerte, um die 95 PS, würden einen Rennfahrer zum Lächeln bringen, aber das ist die falsche Frage. Hier wird die Leistung danach gemessen, wie es sich anfühlt, wenn man bei niedrigen Drehzahlen Gas gibt, wie dieser viszerale Schub einen an den Sattel presst. Sie ist nicht dafür gemacht, die Fahrspur zu streifen, sondern eine Avenue in eine persönliche Bühne zu verwandeln. Das Sechsganggetriebe und der Riemenantrieb übertragen diese Kraft, mit diesem charakteristischen Brummen, das der wahre Hintergrundsound dieses Kunstwerks ist.
Aber der Harley-Luxus hat seine Widersprüche. Der Sattel, der als "von Rennstrecken inspiriert" bezeichnet wird, ist ein riesiges Märchen für jeden, der bereits mehr als fünfzig Kilometer am Stück zurückgelegt hat. Der Komfort wird dem niedrigen und aggressiven Stil geopfert. Die Federung, insbesondere hinten mit nur 92 mm Federweg, macht das Lesen des Asphalts auf den von Schlaglöchern geplagten französischen Straßen ungenau. Man kauft eine motorisierte Skulptur, kein Tourenmotorrad. Das ist sogar das Eingeständnis der Marke: der Stil hat Vorrang vor allem. Die Verarbeitung muss man zugeben, ist tadellos. Das gebürstete, dunkle Chrom an den Zylinderköpfen, dem Auspuff oder dem Drag-Lenker ist eine Goldschmiedearbeit, die einen Teil der Mehrkosten im Vergleich zu einem Standard-Breakout rechtfertigt.
An wen richtet sie sich also? Sicher nicht an den Anfänger, der in ihrem Gewicht und Preis ertrinken würde. Auch nicht wirklich an den Reisenden, angesichts der begrenzten Reichweite durch einen 19-Liter-Tank und einen relativen Komfort. Ihr Territorium ist die Stadt und ihre Umgebung, wo sie sich zur Schau stellen kann. Es ist das Motorrad eines Custom-Enthusiasten, eines Ästheten, der es sich leisten kann, 27.500 Euro für ein Einzelstück auszuben, das in limitierter Auflage produziert wird. Sie konkurriert weniger mit anderen Motorrädern als mit Schmuck oder maßgeschneiderten Anzügen. Gegenüber einer Indian Chief oder einer japanischen Custom gewinnt sie nicht auf dem Papier der technischen Daten, aber sie übertrumpft alles mit dem Gefühl, das sie vermittelt. Man wählt sie mit dem Herzen, nicht mit dem Taschenrechner. Sie ist stolz, übertrieben, manchmal unbequem, aber sie hat ein Charisma, das wenige Maschinen auf der Welt bestreiten können. Das ist der Einsatz eines CVO.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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