Schlüsselleistung
Technische Daten
- Neupreis
- 28 590 € → 29 390 €
Motor
- Hubraum
- 1868 cc
- Leistung
- 93.0 ch @ 5250 tr/min (68.4 kW)
- Drehmoment
- 157.9 Nm @ 3250 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10 : 1
- Bohrung × Hub
- 102 x 114 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 49 mm, déb : 117 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 55 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/60-19
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/55-18
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 695.00 mm
- Tankinhalt
- 22.70 L
- Gewicht
- 366.00 kg
- Trockengewicht
- 351.00 kg
- Neupreis
- 29 390 €
Übersicht
Wer wagt es 2023 noch, ein Motorrad mit 366 kg ohne Verkleidung anzubieten, mit einem V-Twin von 1868 cm3 und einem Preis, der an der 30.000-Euro-Marke kratzt? Harley-Davidson, natürlich. Die Road King Special FLHRXS entschuldigt sich für nichts. Sie steht zu jedem Kilo, jedem Kubikzentimeter, jedem Dollar ihrer Rechnung von 29.390 Euro. Und genau das macht sie so faszinierend für alle, die das Reisen in seiner rohesten, pursten Form innerhalb der Touring-Palette aus Milwaukee suchen.

Das Special-Rezept lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Schwarz. Harley hat diese Road King in ein Bad aus Dunkelheit getaucht. Motorschutzbügel, Bedienelemente, Spiegel, Blinker, Abdeckungen, Auspuffanlagen, Hitzeschilde, Gabel, Mini-Ape-Lenker: alles ist davon betroffen. Chrom überlebt nur noch auf einigen Kühlrippen und den Stößelstangen – wie ein letzter Seufzer der alten Schule. Die Prodigy-Felgen in 19 Zoll vorne und 18 Zoll hinten ersetzen die bisherigen 16-Zöller und verleihen dem Ganzen eine straffere, modernere Silhouette. Der Sattel, in 695 mm Höhe positioniert, ermöglicht sicheren Stand mit beiden Füßen flach auf dem Boden. Das ist kein Detail, wenn man 351 kg Trockengewicht an der roten Ampel handhaben muss.
Unter diesem dunklen Kleid pulsiert der Milwaukee-Eight 114, ein V-Twin mit 45 Grad Zylinderwinkel und 1868 cm3 Hubraum, ausgestattet mit vier Ventilen pro Zylinder. Die Zahlen sprechen für sich: 93 PS bei 5.250 U/min und vor allem 157,9 Nm Drehmoment, die bereits ab 3.250 Touren anliegen. Dies ist kein Motorrad, das man in hohe Drehzahlen jagt. Es ist ein Aggregat, das kräftig schiebt, von unten heraus, mit gelassener Autorität. Der Riemenantrieb und das Sechsganggetriebe erledigen den Rest. Man fährt, man frisst Kilometer, man lässt den V-Twin den Rhythmus vorgeben. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h, was die Maschine klar einordnet: Sie ist zum Cruisen gebaut, nicht zum Sprinten.

Lassen Sie sich nicht von ihrem Erscheinungsbild eines mechanischen Dinosauriers täuschen. Seit dem Modelljahr 2020 verfügt die Road King Special über das Reflex RDRS-Paket, ein elektronisches Arsenal, das so manche europäische Reiseenduro erröten lassen würde. Mehrstufig einstellbare Traktionskontrolle, schräglagenabhängiges kombiniertes ABS, Schleppmoment-Regelung, Berganfahrhilfe, Reifendruckkontrolle. Alles ist an Bord, versteckt unter dieser Karosserie, die ausschließlich der Tradition huldigt. Der Stahl-Doppelschleifenrahmen ruht auf einer teleskophydraulischen Gabel mit 49 mm Durchmesser und 117 mm Federweg sowie zwei Emulsions-Stoßdämpfern hinten. Das ist ordentlich, ohne großzügig zu sein, besonders für eine Maschine dieser Dimension. Die Bremsanlage mit zwei 300-mm-Scheiben vorne und einer hinten erfüllt ihren Zweck ohne besondere Glanzleistung.

Gegenüber einer Indian Springfield Dark Horse oder einer BMW R 18 B spielt die Road King Special eine andere Partitur. Weniger sophisticated als die Deutsche, weniger auffällig als die Indianerin, setzt sie auf eine Form mechanischer Ehrlichkeit. Ihr 22,7-Liter-Tank ermöglicht eine anständige Reichweite für lange Etappen. Ihre Hartschalenkoffer schlucken das Nötigste, ohne das Motorrad in einen Ozeandampfer zu verwandeln. Sie richtet sich an geduldige Langstreckenfahrer, an jene, die das dumpfe Grollen eines V-Twin dem Pfeifen eines Vierzylinders vorziehen. Kein Anfängermotorrad, kein Rennstreckenspielzeug. Eine Maschine der Überzeugung, die Voraussicht verlangt, Respekt und einen gewissen Geschmack für bewusst gelebte Langsamkeit.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS in curves
- Volume de rangement : 70 litres
- Régulateur de vitesse
- Aide au démarrage en côte (Hill Hold Control)
- Démarrage sans clé
- Contrôle de traction
- Valises
- Surveillance de la pression des pneus
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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