Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1868 cc
- Leistung
- 93.0 ch @ 5250 tr/min (68.4 kW)
- Drehmoment
- 157.9 Nm @ 3250 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10 : 1
- Bohrung × Hub
- 102 x 114 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 49 mm, déb : 117 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 55 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/60-19
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/55-18
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 695.00 mm
- Tankinhalt
- 22.70 L
- Gewicht
- 366.00 kg
- Trockengewicht
- 351.00 kg
- Neupreis
- 28 790 €
Übersicht
Wer hat gesagt, man müsse sich zwischen Tradition und Technologie entscheiden? Harley-Davidson wagt mit der Road King Special FLHRXS 2024 den großen Spagat – eine Maschine, die ihre 1868 cm3 in tiefes Schwarz hüllt und unter dem dunklen Kleid ein elektronisches Arsenal versteckt, das einer deutschen Sportmaschine würdig wäre. Das Ergebnis ist ein Tourer, der im Geist altbewährt und im Inneren entschieden modern ist.

Das visuelle Rezept ist schlicht und wirkungsvoll. Milwaukee hat seine Road King in ein Tintenbad getaucht. Sturzbügel, Motorabdeckungen, Auspuffanlagen, Spiegel, Mini-Ape-Lenker: Alles wird schwarz. Nur einige Kühlrippen und Kipphebel-Stößelstangen wagen es noch, Chrom zu zeigen – wie eine dezente Erinnerung daran, dass unter dieser schwarzen Rüstung ein echter 45-Grad-V-Twin schlägt. Die Prodigy-Felgen mit 19 Zoll vorne und 18 Zoll hinten ersetzen die bisherigen 16-Zöller, was die Silhouette streckt und den Blick verschärft. Die Sitzbank, nur 695 mm über dem Boden positioniert, pflanzt den Fahrer tief in die Maschine. Man stellt beide Füße flach auf, greift den hochgezogenen Lenker, und der Ton ist gesetzt. Die Road King Special spielt nicht die Aristokratin. Sie bevorzugt Leder statt Samt.
Auf der Motorseite entwickelt der Milwaukee-Eight 114 93 PS bei 5.250 U/min und vor allem 157,9 Nm Drehmoment bereits ab 3.250 Touren. Das sind keine Zahlen, die einen Rennstreckenfahrer ins Schwärmen bringen, aber auf der Straße verändert dieser niedrige und konstante Schub alles. Der V-Twin drückt bereits beim ersten Hauch Gas kraftvoll an, mit einer Geschmeidigkeit, die weder die BMW R 18 noch die Indian Chieftain auf exakt die gleiche Weise reproduzieren. Der Riemenantrieb und das Sechsganggetriebe verrichten ihre Arbeit geräuschlos. Man fährt, verschlingt Kilometer um Kilometer und vergisst die Mechanik, um sich auf die Landschaft zu konzentrieren. Die Höchstgeschwindigkeit endet bei 160 km/h, was die Bestimmung klar definiert: Sie ist nicht zum Sprinten gemacht, sie ist zum Durchhalten gebaut.

Der eigentliche Wendepunkt liegt in der Bordelektronik. Das Reflex-RDRS-Paket bringt eine mehrstufig einstellbare Traktionskontrolle, ein schräglagenabhängiges Kombi-ABS, eine Schleppmomentregelung beim Herunterschalten, einen Berganfahrassistenten und eine Reifendrucküberwachung. Für eine Maschine, die in der Kultur des „Weniger ist mehr" geboren wurde, ist das eine kleine Revolution. Diese Assistenzsysteme bleiben im normalen Betrieb unauffällig. Sie greifen nur ein, wenn die Situation es erfordert, und genau das erwartet man von einem 366 kg schweren Tourer vollgetankt. Denn bei diesem Gewicht, mit einem 22,7-Liter-Tank und Seitenkoffern, wird jeder Fehler in der Vorausschau sofort bestraft. Die telehydraulische 49-mm-Gabel und die zwei Emulsions-Stoßdämpfer hinten bieten begrenzten Federweg: 117 mm vorne und 55 mm hinten. Auf sauberem Asphalt ausreichend, auf holprigen Straßen etwas knapp.

Die Road King Special richtet sich an ein bestimmtes Publikum. Erfahrene Tourenfahrer, die mit den Ausmaßen und dem Gewicht vertraut sind und eine Straßenpräsenz ohne die Vollverkleidung einer Street Glide suchen. Mit 28.790 Euro positioniert sie sich im oberen Bereich des Touringsegments, gegenüber einer Indian Springfield Dark Horse oder einer BMW R 18 B, die andere, aber vergleichbare Argumente bieten. Ihr Doppelschleifen-Stahlrahmen, die 300-mm-Bremsscheiben und das bewährte Fahrwerk bergen keine Überraschungen. Genau das verlangt man von ihr. Die Road King Special versucht nicht, das Motorradreisen neu zu erfinden. Sie bietet schlicht an, es mit einer gewissen Ernsthaftigkeit zu erleben, mit mechanischem Selbstbewusstsein und einem Hauch verhaltener Rebellion unter dem matten Schwarz.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en curvas
- Volume de rangement : 70 litres
- Régulateur de vitesse
- Aide au démarrage en côte (Hill Hold Control)
- Démarrage sans clé
- Contrôle de traction
- Valises
- Surveillance de la pression des pneus
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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