Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1746 cc
- Leistung
- 91.0 ch @ 5450 tr/min (66.9 kW)
- Drehmoment
- 152.0 Nm @ 3250 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / eau
- Verdichtungsverhältnis
- 10 : 1
- Bohrung × Hub
- 100 x 111.1 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléscopique Ø 49 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 130/80-17
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/65-16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 685.00 mm
- Tankinhalt
- 22.70 L
- Gewicht
- 414.00 kg
- Trockengewicht
- 398.00 kg
- Neupreis
- 29 990 €
Übersicht
Wer hat behauptet, man müsse 1,85 m groß sein, um mit einem Harley-Davidson-Schlachtschiff auf Tour zu gehen? Mit der 1746 Ultra Limited Low FLHTKL Jahrgang 2017 nimmt sich Milwaukee eines echten Problems an: Den kleineren Staturen ihre bestausgestattete Tourenmaschine zugänglich zu machen, ohne auch nur ein Gramm an Ausstattung zu opfern. Ein ehrgeiziges Unterfangen, wenn man von einer Maschine mit 414 kg Leergewicht vollgetankt spricht.

Das Herzstück ist der Milwaukee Eight 107 ci, der V-Twin der neunten Generation, der endlich den Twin Cam in der gesamten Touring-Baureihe ablöst. In seiner der Low vorbehaltenen Version mit Flüssigkeitskühlung entwickelt dieser 45°-V-Zweizylinder 91 PS bei 5.450 U/min und vor allem 152 Nm Drehmoment bereits ab 3.250 U/min. Vier Ventile pro Zylinder, zwei Zündkerzen pro Brennraum, eine Verdichtung von 10:1 bei einer Bohrung/Hub von 100 x 111,1 mm. Die Zahlen sprechen für sich: Man gewinnt rund fünfzehn Newtonmeter gegenüber dem alten Aggregat und bewegt sich im Leistungsbereich der früheren CVO 110. Die integrierte Ausgleichswelle reduziert störende Vibrationen im Leerlauf erheblich, bewahrt aber jenes charakteristische Zittern, das den Reiz eines Harley-Twins ausmacht. Das Sechsganggetriebe und der Zahnriemenantrieb sorgen für eine sanfte und wartungsfreie Kraftübertragung. Schwindelerregende Höchstgeschwindigkeiten sollte man nicht erwarten, die Spitze liegt bei 170 km/h, doch das ist nicht das Spielfeld dieser Maschine. Ihr Revier ist die geschmeidig verschlungene Autobahn, der im Drehmoment erklommene Pass, die mühelos abgespulte Landstraße.
Was die Low von der klassischen Limited unterscheidet, lässt sich in einer Zahl zusammenfassen: 685 mm Sitzhöhe gegenüber 740 mm bei der großen Schwester. Harley hat sich nicht damit begnügt, den Sitzschaum abzuhobeln. Die Federung wurde um 25 mm tiefergelegt, wobei die 49-mm-Showa-Gabel mit SDBW-Technologie trotz dieser Anpassung ihre volle Wirksamkeit behält. Der Lenker bringt die Bedienelemente fünf Zentimeter näher. Die Getriebe- und Kupplungsdeckel wurden schlanker gestaltet, die Griffe im Durchmesser reduziert, die Kupplungsbetätigung erleichtert. Selbst der Seitenständer wurde überarbeitet, um das Abstellen zu erleichtern. Fünf Zentimeter – das klingt auf dem Papier lächerlich wenig. Im Stand, mit beiden Füßen flach auf dem Boden und 414 kg zwischen den Beinen, ist der Unterschied gewaltig. Die verkürzte Windschutzscheibe erzeugt bei niedrigen Geschwindigkeiten weniger Verwirbelungen – eine logische Entscheidung für ein Motorrad, dessen Sitz näher zum Asphalt rückt. Die hinteren Stoßdämpfer verfügen über eine vereinfachte Vorspannungseinstellung, die einmal justiert nicht mehr verstellt werden muss. Schluss mit den launischen Luftfederbeinen vergangener Generationen.
Bei der Ausstattung macht die Low keinerlei Zugeständnisse gegenüber der Standard-Limited. Boom Box 6.5 GT Multimediasystem mit Touchscreen und GPS, 100-Watt-Soundanlage, Tour-Pak Premium-Topcase, abschließbare Seitenkoffer, kombiniertes ABS-Bremssystem mit doppelter 300-mm-Scheibe vorn und einfacher 300-mm-Scheibe hinten, jeweils mit Vierkolben-Bremssätteln, LED-Scheinwerfer, schlüsselloser Start, Tempomat, Griffheizung, Zwei-Ton-Lackierung. Die Serienausstattungsliste würde so manchen europäischen GT-Tourer erblassen lassen, der teurer verkauft wird. Der 22,70-Liter-Tank erlaubt vernünftige Etappen zwischen zwei Tankstellen, vorausgesetzt, man fordert den V-Twin beim Zwischenspurt nicht zu sehr heraus.

Mit 29.990 Euro bleibt die Rechnung gesalzen und liegt sogar leicht über der klassischen Limited. Gegenüber einer Gold Wing, die sich in vergleichbaren Preisregionen bewegt, dabei aber einen ungleich raffinierteren Boxersechszylinder bietet, setzt Harley auf Identität, Stil und rohen mechanischen Charakter. Die Ultra Limited Low richtet sich an Tourenfahrerinnen und Tourenfahrer, die sich bisher weigerten, das größte Schiff der amerikanischen Flotte zu besteigen, weil sie die Füße nicht auf den Boden bekamen. Sie öffnet ihnen die Tür, ohne dem Erlebnis irgendetwas wegzunehmen. Eine echte Geste, kein bloßer Marketingtrick.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS combined as standard
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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