Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1746 cc
- Leistung
- 89.0 ch @ 5450 tr/min (65.5 kW)
- Drehmoment
- 149.1 Nm @ 3250 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10 : 1
- Bohrung × Hub
- 100 x 111.1 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 49 mm, déb : 117 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 76 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/60-19
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/55-18
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 695.00 mm
- Tankinhalt
- 22.70 L
- Gewicht
- 372.00 kg
- Trockengewicht
- 355.00 kg
- Neupreis
- 25 390 €
Übersicht
Was bewegt Harley-Davidson dazu, drei Versionen desselben Modells im gleichen Jahr aufzulegen? 2017 entfaltet sich die Road-King-Reihe als Trio: die schlichte und dezente FLHR, die nostalgische Classic und diese FLHRXS Special, die eine deutlich dunklere Partitur spielt. Wo ihre Schwestern eine ruhige Eleganz pflegen, zeigt die Special eine entschieden bedrohliche Attitüde. Eine Bagger, eingekleidet für die Nacht, gebaut um Meilen zu verschlingen – mit Bad-Boy-Ausstrahlung.

Die ästhetische Behandlung lässt keinen Zweifel aufkommen. Harley hat diese Road King in ein Tintenbad getaucht. Sturzbügel, Spiegel, Blinker, Motorabdeckungen, Auspufftöpfe, Hitzeschilde, Gabel: alles in Schwarz. Der Mini-Ape-Lenker, erhöht und schmal, versetzt den Fahrer in eine offensivere Haltung als auf der Standard – Arme leicht gespreizt, Oberkörper aufgerichtet. Die auf 695 mm abgesenkte Sitzbank drückt die Silhouette zusätzlich nach unten. Doch die sichtbarste Änderung betrifft die Räder. Schluss mit den 16-Zöllern von einst, Platz für 19 Zoll vorne und 18 Zoll hinten, bestückt mit schwarzen Turbine-Felgen, die die Linie strecken und dem Bug einen deutlich schneidigeren Charakter verleihen. Das Heck wiederum wird schlanker dank spezifischer Hartschalenkoffer, die sich an die Auspuffführung anschmiegen. Das Ergebnis ist stimmig, beinahe einschüchternd, ohne je ins Karikaturhafte abzugleiten.
Unter diesem Schattenkleid schlägt der Milwaukee-Eight mit 1746 cm3, der luftgekühlte 45-Grad-V-Twin, der in jenem Jahr den ehrwürdigen Twin Cam 103 ablöste. Vier Ventile pro Zylinder, ein Verdichtungsverhältnis von 10:1 und vor allem 149 Nm Drehmoment, die bereits ab 3250 U/min anliegen. Die Leistung beträgt 89 PS bei 5450 U/min. Auf dem Papier ist das bescheiden gegenüber einer Indian Chieftain Dark Horse mit ihren 95 PS. In der Praxis definiert das massive Drehmoment im unteren Drehzahlbereich das Temperament dieser Maschine. Die Zwischenbeschleunigungen sind kraftvoll, der Motor schiebt zwischen 2000 und 4000 U/min mächtig an, und das Sechsgang-Riemengetriebe verteilt das Ganze mit einer Geschmeidigkeit, die der alte Block nie erreichte. Harley gibt einen Zugewinn von über 10 % bei Beschleunigung und Durchzug gegenüber dem Twin Cam an. Der M8 vibriert zudem spürbar weniger, was auf langen Etappen einen echten Unterschied macht.
Beim Fahrwerk steckt der Stahl-Doppelschleifenrahmen die 372 kg fahrfertig klaglos weg, doch die Agilität einer Sportster sollte man nicht erwarten. Die 49-mm-Telegabel und die beiden Emulsions-Federbeine hinten wurden für diese Generation überarbeitet, mit spürbarer Verbesserung beim Absorptionskomfort. Der Federweg bleibt begrenzt – 117 mm vorne, 76 mm hinten – und das sollte man auf schlechten Straßen im Hinterkopf behalten. Die Bremsanlage setzt auf zwei 300-mm-Scheiben mit Vierkolben-Sätteln vorne sowie eine Scheibe mit Zweikolben-Sattel hinten. Ordentlich für den Einsatzzweck, aber nicht gerade beruhigend, wenn man mit diesem Gewicht auf den Schultern das Tempo forciert. Der 22,7-Liter-Tank ermöglicht eine angemessene Reichweite zwischen zwei Tankstopps.

Diese Road King Special richtet sich an ein bestimmtes Publikum: den Tourenfahrer, der die Touring-DNA von Harley will, ohne die Vollverkleidung einer Street Glide – dafür mit einem Mehr an visuellem Charakter. Mit 25 390 Euro im Jahr 2017 positioniert sie sich im oberen Bereich des Segments, gegenüber der Indian Springfield Dark Horse oder der Moto Guzzi California 1400 Touring. Ihr drehmomentstarker V-Twin, der überarbeitete Federungskomfort und ihr nächtlicher Stil machen sie zu einer Maschine, an der man hängt – sofern man ihre Einschränkungen akzeptiert: ein Gewicht, das in jeder Kurve Vorausplanung erfordert, eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und eine Bodenfreiheit, die jede sportliche Ambition im Keim erstickt. Es ist eine Reisemaschine, keine Performancemaschine. Und in dieser Rolle erfüllt sie den Auftrag mit einer gewissen Noblesse.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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