Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 349 cc
- Leistung
- 20.0 ch @ 6100 tr/min (14.7 kW)
- Drehmoment
- 28.4 Nm @ 4000 tr/min
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 70 x 90 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 80 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 270 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 100/90-19
- Vorderreifendruck
- 2.20 bar
- Hinterreifen
- 140/70-17
- Hinterreifendruck
- 2.20 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 765.00 mm
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Trockengewicht
- 191.00 kg
- Neupreis
- 4 490 €
Übersicht
Stellen Sie sich einen Sonntagmorgen vor, kurvenreiche Landstraßen, keine Eile, kein Druck. Genau das ist das Revier, das die Royal Enfield Meteor 350 Stellar mit entwaffnender Aufrichtigkeit beansprucht. Diese mittlere Variante der Meteor-Baureihe unterscheidet sich von ihren Schwestern Fireball und Supernova durch ein Detail, das für Zweipersonenfahrten zählt: eine kleine, schlichte und gut proportionierte Soziusrückenlehne, die die hintere Sitzhaltung verbessert, ohne die Linie zu beschweren. Hinzu kommen exklusive Farbgebungen und ein verchromter Auspuff – die Stellar erhält damit eine zusätzliche Sorgfalt, während sie in einer Preisklasse bleibt, die nur wenige Mitbewerber wagen. Weniger als 4500 Euro für ein Neumotorrad im Jahr 2022 ist ein Argument, das für sich selbst spricht.

Unter dem 15-Liter-Tank leistet der Einzylinder mit 349 cc 20 PS bei 6100 U/min und 28,4 Nm Drehmoment ab 4000 U/min. Diese Werte lassen eine KTM 390 Duke oder eine Yamaha MT-03 nicht erblassen – das ist auch nicht das Ziel. Der Motor der Meteor atmet in seinem eigenen Rhythmus, dem einer Mechanik, die für gemütliches Fahren statt für Kurvenangriffe ausgelegt ist. Man steigt gemächlich auf eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 110 km/h, pendelt sich im fünften Gang bei 80–90 km/h ein, und die sanfte Vibration des Einzylinders erinnert daran, dass die Mechanik lebt – ohne Hysterie. Das Fünfganggetriebe arbeitet sauber und ohne besonderen Kraftaufwand. Der doppelte Stahlrohrschleifenrahmen legt dieselbe Philosophie zugrunde: keine unnötige Raffinesse, alles, was es braucht, um zuverlässig zu funktionieren.
Die Geometrie trägt zur Cruiser-Atmosphäre bei, ohne das Genre zu übertreiben. Die Sitzhöhe von 765 mm bleibt für durchschnittlich große Fahrer zugänglich, und die 191 kg Trockengewicht machen sich im Fahrbetrieb kaum bemerkbar, auch wenn das Rangieren im Stand ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit erfordert. Die 41-mm-Telegabel mit 130 mm Federweg und die beiden hinteren Stoßdämpfer mit 80 mm Hub bewältigen Fahrbahnunebenheiten ordentlich, ohne sportliche Präzision zu beanspruchen. Die Bremsanlage basiert auf einer 300-mm-Scheibe vorne mit Zweikolbensattel und 270 mm hinten mit Einkolbensattel. ABS ist vorhanden – ein Kontrast zum übrigen Bild: Sparsam mit Technologie hat Royal Enfield dieser grundlegenden Sicherheitseinrichtung dennoch nicht widerstanden. Kein Traktionskontrollsystem, keine Fahrmodi, kein wuchtiges digitales Armaturenbrett. Lediglich eine optionale Ausnahme vom Klassizismus: ein kleiner Farbbildschirm mit GPS-Kompatibilität per Smartphone, für alle, die navigieren möchten, ohne ihr Handy am Lenker zu befestigen.
Die Meteor 350 Stellar richtet sich an ein klar definiertes Publikum: den Fahrer, der nach einer langen Pause zur Motorradwelt zurückkehrt, denjenigen, der ein erstes zugängliches und entspanntes Motorrad sucht, oder den Stadtfahrer, der unter der Woche fahren möchte, ohne sich über Leistung oder Versicherung zu sorgen. Royal Enfield spielt mit seinen Maschinen mit offenen Karten. Keine überzogenen Versprechen, kein aggressives Leistungsmarketing. Einfach ein schlichtes, stimmiges Motorrad, das um eine starke Identität herum gebaut wurde, die aus Jahrzehnten indischer Fertigung gewachsen ist. Der Charme dieser Stellar liegt genau in der Weigerung, moderne Roadster nachzuahmen. In einem Segment, in dem man auch die Honda CB350 oder die Kawasaki W175 findet, behauptet die Marke aus Chennai ihren Platz mit einer konsequenten Modellpalette und einem Händlernetz, das in Europa erheblich gewachsen ist. Für alle, die ihre dynamischen Grenzen akzeptieren, ist es ein ehrliches Angebot zu einem schwer zu widerlegenden Preis.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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