Schlüsselleistung

90 ch
Leistung
🔧
1078 cc
Hubraum
🏎️
220 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
845 mm
Sitzhöhe
12.4 L
Tankinhalt
💰
11 495 €
Neupreis
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Technische Daten

Motor

Hubraum
1078 cc
Leistung
90.0 ch @ 7750 tr/min (66.2 kW)
Drehmoment
103.0 Nm @ 4750 tr/min
Motortyp
Bicylindre en L à 90°, 4 temps
Kühlung
par air
Verdichtungsverhältnis
10.5 : 1
Bohrung × Hub
98 x 71.5 mm
Ventile/Zylinder
2
Nockenwellen
1 ACT
Kraftstoffsystem
Injection Ø 45 mm

Fahrwerk

Rahmen
Treillis tubulaire en acier
Getriebe
boîte à 6 rapports
Endantrieb
Chaîne
Vorderradaufhängung
Fourche téléhydraulique inversée Marzocchi Ø 50 mm, déb : 165 mm
Hinterradaufhängung
Mono-amortisseur Sachs, déb : 141 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 2 disques Ø 305 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
Hinterradbremse
Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier 2 pistons
Vorderreifen
120/70-17
Vorderreifendruck
2.20 bar
Hinterreifen
180/55-17
Hinterreifendruck
2.20 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
845.00 mm
Tankinhalt
12.40 L
Trockengewicht
179.00 kg
Neupreis
11 495 €

Übersicht

Wer erinnert sich noch an das 2006 in Mailand enthüllte Konzept, diesen aufgepumpten Supermotard, den sich niemand beim Händler vorzustellen wagte? Zwei Jahre später hat Bologna Wort gehalten. Die Ducati HM 1100 Hypermotard hat den Sprung vom Traum auf den Asphalt mit einer fast unverschämten Treue zum Originalprototyp geschafft. Und genau das macht sie so liebenswert.

Ducati HM 1100 HYPERMOTARD

Das Prinzip ist glasklar: einen desachsierten 90°-Twin nehmen, ihn auf 1078 cm3 aufblasen, 90 PS bei 7750 U/min herauskitzeln und vor allem ein Drehmoment von 103 Nm bereits ab 4750 Touren, dann das Ganze in einen Stahl-Gitterrohrrahmen packen, der so puristisch ist wie ein Trialrad. Das Ergebnis lässt sich in einer Zahl zusammenfassen: 179 kg trocken. Dieses Leistungsgewicht platziert die Maschine in einer eigenen Kategorie, irgendwo zwischen reinem Supermotard und radikalem Roadster. Gegenüber einer schwereren KTM 990 Supermoto mit anspruchsvolleren Federungselementen oder einer weniger leistungsstarken, aber zugänglicheren Aprilia Dorsoduro 750 spielt die Ducati die Karte des rohen Charakters. Keine Traktionskontrolle, keine aufdringliche Elektronik. Nur ein grollender Zweizylinder, ein Gasgriff und Ihr Talent, beides miteinander zu verbinden.

Das Fahrwerk atmet Stimmigkeit. Die 50-mm-Upside-down-Gabel von Marzocchi bietet 165 mm Federweg, das Sachs-Federbein hinten gewährt 141 mm. Das reicht, um die Unebenheiten eines Bergpasses zu schlucken, ohne dass jede Asphaltfuge zur Rodeo-Veranstaltung wird. Die Bremsanlage setzt auf zwei 305-mm-Scheiben mit radial montierten Vierkolben-Sätteln – eine seriöse Ausstattung für eine Maschine dieser Klasse. Die 17-Zoll-Felgen mit 120/70er und 180/55er Bereifung bestätigen die Straßenberufung statt Geländeeinsatz. Die auf 845 mm thronende Sitzbank lügt nicht über das Programm: Man überblickt die Straße, fährt in Spitzkehren stehend und fühlt sich auf jedem kurvigen Abschnitt wie ein Rennfahrer.

Wo der Schuh drückt, ist der Tank. 12,4 Liter – das ist mager. Bei einem Twin dieser Hubraumklasse, der ab mittleren Drehzahlen kräftig schiebt, rechnen Sie mit kaum 150 Kilometern bis zur Reservewarnung, wenn Sie mit Enthusiasmus unterwegs sind. Für den täglichen Einsatz oder eine Tagestour ist das eine echte Einschränkung, die zur Planung der Tankstopps zwingt. Das Cockpit entschädigt für diesen Frust mit einer vollständigen Instrumentierung, doch hätte man gerne einige Infos gegen zwei Liter mehr im Tank eingetauscht. Ein weiterer Punkt: Die Standardversion, 2008 für 11 495 Euro angeboten, begnügt sich mit einem korrekten, aber nicht mehr als das bietenden Sachs-Dämpfer. Anspruchsvolle Fahrer müssen die S-Variante ins Auge fassen, mit Öhlins-Federung, von der 1098 geerbten Monoblock-Sätteln und geschmiedeten Aluminiumfelgen – gegen einen beträchtlichen Aufpreis.

Die Ducati HM 1100 Hypermotard richtet sich an ein ganz bestimmtes Publikum: den Motorradfahrer, der eine Maschine für puren Fahrspaß sucht, fähig, jede noch so kurze Strecke in eine Spielwiese zu verwandeln. Kein Tourer, kein Sportler, auch nicht wirklich ein Supermotard. Eher ein Konzentrat italienischen Adrenalins, das engagiertes Fahren belohnt und Nachlässigkeit kaum verzeiht. Ihre Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h beweist, dass sie auch auf Landstraßen auszuschreiten weiß, doch ihr natürliches Revier bleibt die kurvige Nebenstrecke, wo ihr üppiges Drehmoment und ihre Leichtigkeit Wunder wirken. Eine Maschine mit Charakter, aufrichtig in ihren Entscheidungen und selbstbewusst in ihren Kompromissen.

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

🔧
Hubraumleistung
82.4 ch/L
In der Kategorie Super motard · Hubraum 539-2156cc (748 verglichene Motorräder)
Leistung 89 ch Top 51%
43 ch Median 90 ch 114 ch

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