Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 999 cc
- Leistung
- 115.0 ch @ 9000 tr/min (84.6 kW)
- Drehmoment
- 95.1 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 75°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5:1
- Bohrung × Hub
- 101 x 62.4 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis au Chrome-molybdène
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléscopique inversée WP Ø 48 mm, déb : 200 mm
- Hinterradaufhängung
- Susp.AR monoamortisseur WP, déb : 210 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 305 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 180/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 875.00 mm
- Tankinhalt
- 19.00 L
- Trockengewicht
- 191.00 kg
- Neupreis
- 11 690 €
Übersicht
Als KTM beschloss, seinen Supermoto von 950 auf 999 ccm aufzubohren, war die Botschaft klar: Keine Rede davon, die Ducati Hypermotard 1100 oder die BMW HP2 Enduro das von der Österreicherin eroberte Terrain abknabbern zu lassen. Die KTM 990 SM Supermoto Jahrgang 2010 rückt also mit einem 75°-V-Twin an, der auf 115 PS bei 9 000 U/min aufgeblasen wurde – rund zwanzig mehr als die Vorgängergeneration. Das Drehmoment klettert auf 95 Nm bei 7 000 U/min, ein Wert, der kräftige Zwischenspurts verspricht, ohne den Motor hochdrehen zu müssen. Auf dem Papier ist sie die muskulöseste Maschine im Segment. Und auf der Straße schlägt sich diese Leistung in einer angekündigten Höchstgeschwindigkeit der KTM 990 SM Supermoto von 220 km/h nieder – eine Zahl, die das Gerät weit über den üblichen Spielplatz eines Supermoto hinaushebt.

Der Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän wurde überarbeitet, um eine agilere Lenkung zu bieten. KTM hat die Lenkkopfstellung steiler gesetzt, eine Entscheidung, die sich sofort bei Richtungswechseln bemerkbar macht. Die WP-Upside-down-Gabel mit 48 mm Standrohrdurchmesser verarbeitet 200 mm Federweg vorne, während das hintere Federbein – ebenfalls von WP – 210 mm bietet. Ernsthaftes Material, ausgelegt für die Impulse eines angreifenden Fahrers. Die Bremsanlage folgt derselben Logik: zwei 305-mm-Scheiben mit radialen Vierkolben-Sätteln vorne, eine 240-mm-Scheibe hinten. Die Bereifung in 120/70-17 und 180/55-17 unterstreicht die Straßen- und Rennstreckentauglichkeit des Geräts, weit entfernt von den Stollen eines Supermoto, das von einer Einzylinder-Enduro abgeleitet wurde.
Apropos, sprechen wir über das Gewicht. Mit 191 kg trocken spielt die 990 SM nicht in derselben Kategorie wie eine 450 SMR. Das ist der Preis für den Twin und seinen 19-Liter-Tank, der eine anständige Reichweite zwischen zwei Tankstopps ermöglicht. Die auf 875 mm thronende Sitzbank macht kleinen Staturen keine Geschenke, versetzt den Fahrer aber in eine dominante Position – ideal, um Kurven auf den Fußrasten abgestützt aufzurollen. Das ist kein Motorrad für die Sonntagsausfahrt. Das ist ein Werkzeug, geschliffen für enge Kurvenkombinationen, spätes Bremsen und gasgestütztes Herausbeschleunigen aus Kurven.
Gegenüber der damaligen Konkurrenz positioniert sich die 990 SM als die radikalste Wahl. Die Ducati Hypermotard 1100 setzt auf Stil und Leichtigkeit, die Aprilia Dorsoduro 750 auf einen erschwinglicheren Preis, die BMW HP2 auf Gelände-Vielseitigkeit. KTM entscheidet sich für rohe Leistung, auch wenn dafür etwas Komfort geopfert wird. Das Cockpit hat endlich einen Drehzahlmesser bekommen – ein Fehlen, das bei der 950 für über 11 000 Euro kaum zu rechtfertigen war. Mit 11 690 Euro bleibt die Rechnung gesalzen, aber stimmig angesichts des Ausstattungsniveaus: einstellbare WP-Federelemente, High-End-Bremsanlage, verbesserte Verarbeitung. Das Leistungs-Preis-Verhältnis platziert die 990 SM ganz oben für alle, die einen kompromisslosen großen Supermoto suchen.
Die KTM 990 SM Supermoto richtet sich an ein ganz bestimmtes Publikum: erfahrene Fahrer, die mit einem hohen und leistungsstarken Motorrad vertraut sind und die Supermoto-Sensationen auf einer Maschine wiedererleben wollen, die sowohl eine Kreisverkehr-Kombination als auch eine Rennstrecken-Session bewältigt. Anfänger gehen besser weiter. Alle anderen finden hier einen charakterstarken V-Twin, ein messerscharfes Fahrwerk und jenen typisch österreichischen Hauch von Wahnsinn, der den ganzen Reiz der orangen Marke ausmacht.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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