Schlüsselleistung
Technische Daten
- Neupreis
- 17 490 € → 16 290 €
Motor
- Hubraum
- 937 cc
- Leistung
- 110.0 ch @ 9250 tr/min (80.9 kW)
- Drehmoment
- 92.2 Nm @ 6500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 94 x 67,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- injection Ø 53 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 46 mm, déb : 230 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 220 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 265 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 90/90-21
- Vorderreifendruck
- 2.00 bar
- Hinterreifen
- 150/70-18
- Hinterreifendruck
- 2.20 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 875.00 mm
- Tankinhalt
- 21.00 L
- Gewicht
- 223.00 kg
- Trockengewicht
- 202.00 kg
- Neupreis
- 16 290 €
Übersicht
Wenn Ducati sich die Stiefel schmutzig macht, bleibt das nicht unbemerkt. Der Hersteller aus Bologna, Tempel des heißen Asphalts und der Kurven in Schräglage, wagt sich 2022 auf ein Terrain, das nie seines war – mit der Ducati DesertX 937. Eine echte Offroad-Maschine, kein als Adventure-Bike getarnter Straßenenduro mit Aufklebern. 21-Zoll-Rad vorne, 18 Zoll hinten, Federung mit langem Federweg von 230 und 220 mm, Stahl-Gitterrohrrahmen, eigens für den Offroad-Einsatz konstruiert. Die Botschaft ist klar. Und die Abstammung ebenso, denn Bologna beruft sich offen auf das Erbe der Cagiva Elefant 900, jener von Edi Orioli bei der Paris-Dakar 1990. Die runde Doppeloptik, die hohe, puristische Silhouette, die Streifen auf dem weißen Kleid: Alles verweist auf jene Zeit, als Rallye-Enduros einen vor dem Fernseher träumen ließen. Die Anspielung ist deutlich, aber aufrichtig.

Unter dem Kleid liefert der L-förmige Zweizylinder Testastretta mit 937 cm3 Hubraum 110 PS bei 9 250 U/min und 92 Nm Drehmoment bei 6 500 U/min. Ein bekannter und bewährter Motor, den er sich mit der Multistrada V2 und der Monster teilt, dessen Sechsganggetriebe für den Offroad-Einsatz überarbeitet wurde: Die ersten beiden Gänge sind kürzer übersetzt, um bei niedrigen Geschwindigkeiten mehr Ansprechverhalten zu bieten, während der sechste Gang lang bleibt, um die Autobahn ermüdungsfrei zu bewältigen. Der serienmäßige Quickshifter up & down erleichtert das Leben bei engagierter Fahrweise. Die Kehrseite der Medaille ist das Gewicht. Mit 223 kg fahrfertig bringt die DesertX knapp 20 kg mehr auf die Waage als die Yamaha Ténéré 700, ihre offensichtlichste Rivalin. Die 37 zusätzlichen Pferdestärken kompensieren das auf Asphalt und schnellen Pisten locker, doch im tiefen Sand oder auf technischen Singletrails werden sich diese Kilos in Erinnerung rufen. Das ist der Preis für einen derart großzügigen Motor.
Die Elektronik hingegen legt die Messlatte im Segment sehr hoch. Sechs Fahrmodi, darunter ein auf 75 PS gedrosselter Enduro-Modus mit dynamischem Ansprechverhalten für Fahrer, die das Gelände erst entdecken, und ein Rally-Modus, der die volle Leistung für die Erfahreneren freigibt. In diesen beiden Modi kann das Kurven-ABS vollständig deaktiviert werden. Das 5-Zoll-TFT-Display, vertikal montiert wie ein Rallye-Roadbook, steht im krassen Gegensatz zum bewussten Minimalismus der Ténéré 700 mit ihrem kleinen LCD-Tacho. Traktionskontrolle, Anti-Wheelie, Motorbremsensteuerung: Alles lässt sich über das Cockpit einstellen. Die Serienausstattung übertrifft das, was man in dieser Preisklasse üblicherweise vorfindet.

Was die Reichweite betrifft, genügt der 21-Liter-Tank für die meisten Einsatzzwecke. Doch Ducati bietet optional einen zusätzlichen 8-Liter-Tank an, der am Heck montiert wird und die Gesamtkapazität auf 29 Liter bringt. Genug, um mit den großen Reiseenduros wie der BMW R 1250 GS Adventure und ihren 30 Litern gleichzuziehen. Der Kraftstofftransfer wird über das Cockpit mittels einer eigenen Pumpe gesteuert. Clever. Schade nur, dass die hauseigenen Aluminium-Koffersysteme nicht mit diesem Zusatztank kompatibel sind. Ein ärgerliches Detail bei einer Maschine für 16 290 Euro, die klar auf große Fernreisen abzielt.

Die Konkurrenz auf diesem Segment der mittelschweren, geländetauglichen Enduros verspricht hart zu werden. Die Aprilia Tuareg 660, die Husqvarna Norden 901, ganz zu schweigen von den Lucky-Explorer-Projekten von MV Agusta, die dasselbe Cagiva-Erbe beanspruchen. Die Ducati DesertX 937 spielt die Karte des Leistungsüberschusses, der Bordelektronik und des italienischen Prestiges gegen Rivalinnen, die teils leichter oder günstiger sind. Sie richtet sich an Motorradfahrer, die eine Enduro wollen, die sowohl auf der Straße als auch auf Schotterwegen ihren Rang behauptet, ohne auf den Charakter eines echten Desmo-Twins zu verzichten. Puristen des harten Geländes werden ihr das Übergewicht vorwerfen. Tourenfahrer auf der Suche nach Vielseitigkeit und starken Emotionen werden in ihr eine einnehmende, wohlgeborene Maschine finden, die stolz ihre Rennwurzeln trägt.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS in curves
- Poignées chauffantes
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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