Schlüsselleistung

110 ch
Leistung
🔧
937 cc
Hubraum
⚖️
223 kg
Gewicht
🏎️
200 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
875 mm
Sitzhöhe
21.0 L
Tankinhalt
💰
16 290 €
Neupreis
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Technische Daten

Changements 2023 2022
Neupreis
17 390 € 16 290 €

Motor

Hubraum
937 cc
Leistung
110.0 ch @ 9250 tr/min (80.9 kW)
Drehmoment
92.2 Nm @ 6500 tr/min
Motortyp
Bicylindre en L à 90°, 4 temps
Kühlung
liquide
Verdichtungsverhältnis
13.3 : 1
Bohrung × Hub
94 x 67,5 mm
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
2 ACT
Kraftstoffsystem
injection Ø 53 mm

Fahrwerk

Rahmen
Treillis tubulaire en acier
Getriebe
boîte à 6 rapports
Endantrieb
Chaîne
Vorderradaufhängung
Fourche téléhydraulique inversée Ø 46 mm, déb : 230 mm
Hinterradaufhängung
Mono-amortisseur, déb : 220 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
Hinterradbremse
Freinage 1 disque Ø 265 mm, étrier 2 pistons
Vorderreifen
90/90-21
Vorderreifendruck
2.00 bar
Hinterreifen
150/70-18
Hinterreifendruck
2.20 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
875.00 mm
Tankinhalt
21.00 L
Gewicht
223.00 kg
Trockengewicht
202.00 kg
Neupreis
16 290 €

Übersicht

Wenn Ducati sich die Stiefel schmutzig macht, bleibt das nicht unbemerkt. Der Hersteller aus Bologna, Tempel des heißen Asphalts und der Kurven in Schräglage, wagt sich 2022 auf ein Terrain, das nie seines war – mit der Ducati DesertX 937. Eine echte Offroad-Maschine, kein als Adventure-Bike getarnter Straßenenduro mit Aufklebern. 21-Zoll-Rad vorne, 18 Zoll hinten, Federung mit langem Federweg von 230 und 220 mm, Stahl-Gitterrohrrahmen, eigens für den Offroad-Einsatz konstruiert. Die Botschaft ist klar. Und die Abstammung ebenso, denn Bologna beruft sich offen auf das Erbe der Cagiva Elefant 900, jener von Edi Orioli bei der Paris-Dakar 1990. Die runde Doppeloptik, die hohe, puristische Silhouette, die Streifen auf dem weißen Kleid: Alles verweist auf jene Zeit, als Rallye-Enduros einen vor dem Fernseher träumen ließen. Die Anspielung ist deutlich, aber aufrichtig.

Ducati DesertX 937

Unter dem Kleid liefert der L-förmige Zweizylinder Testastretta mit 937 cm3 Hubraum 110 PS bei 9 250 U/min und 92 Nm Drehmoment bei 6 500 U/min. Ein bekannter und bewährter Motor, den er sich mit der Multistrada V2 und der Monster teilt, dessen Sechsganggetriebe für den Offroad-Einsatz überarbeitet wurde: Die ersten beiden Gänge sind kürzer übersetzt, um bei niedrigen Geschwindigkeiten mehr Ansprechverhalten zu bieten, während der sechste Gang lang bleibt, um die Autobahn ermüdungsfrei zu bewältigen. Der serienmäßige Quickshifter up & down erleichtert das Leben bei engagierter Fahrweise. Die Kehrseite der Medaille ist das Gewicht. Mit 223 kg fahrfertig bringt die DesertX knapp 20 kg mehr auf die Waage als die Yamaha Ténéré 700, ihre offensichtlichste Rivalin. Die 37 zusätzlichen Pferdestärken kompensieren das auf Asphalt und schnellen Pisten locker, doch im tiefen Sand oder auf technischen Singletrails werden sich diese Kilos in Erinnerung rufen. Das ist der Preis für einen derart großzügigen Motor.

Die Elektronik hingegen legt die Messlatte im Segment sehr hoch. Sechs Fahrmodi, darunter ein auf 75 PS gedrosselter Enduro-Modus mit dynamischem Ansprechverhalten für Fahrer, die das Gelände erst entdecken, und ein Rally-Modus, der die volle Leistung für die Erfahreneren freigibt. In diesen beiden Modi kann das Kurven-ABS vollständig deaktiviert werden. Das 5-Zoll-TFT-Display, vertikal montiert wie ein Rallye-Roadbook, steht im krassen Gegensatz zum bewussten Minimalismus der Ténéré 700 mit ihrem kleinen LCD-Tacho. Traktionskontrolle, Anti-Wheelie, Motorbremsensteuerung: Alles lässt sich über das Cockpit einstellen. Die Serienausstattung übertrifft das, was man in dieser Preisklasse üblicherweise vorfindet.

Ducati DesertX 937

Was die Reichweite betrifft, genügt der 21-Liter-Tank für die meisten Einsatzzwecke. Doch Ducati bietet optional einen zusätzlichen 8-Liter-Tank an, der am Heck montiert wird und die Gesamtkapazität auf 29 Liter bringt. Genug, um mit den großen Reiseenduros wie der BMW R 1250 GS Adventure und ihren 30 Litern gleichzuziehen. Der Kraftstofftransfer wird über das Cockpit mittels einer eigenen Pumpe gesteuert. Clever. Schade nur, dass die hauseigenen Aluminium-Koffersysteme nicht mit diesem Zusatztank kompatibel sind. Ein ärgerliches Detail bei einer Maschine für 16 290 Euro, die klar auf große Fernreisen abzielt.

Ducati DesertX 937

Die Konkurrenz auf diesem Segment der mittelschweren, geländetauglichen Enduros verspricht hart zu werden. Die Aprilia Tuareg 660, die Husqvarna Norden 901, ganz zu schweigen von den Lucky-Explorer-Projekten von MV Agusta, die dasselbe Cagiva-Erbe beanspruchen. Die Ducati DesertX 937 spielt die Karte des Leistungsüberschusses, der Bordelektronik und des italienischen Prestiges gegen Rivalinnen, die teils leichter oder günstiger sind. Sie richtet sich an Motorradfahrer, die eine Enduro wollen, die sowohl auf der Straße als auch auf Schotterwegen ihren Rang behauptet, ohne auf den Charakter eines echten Desmo-Twins zu verzichten. Puristen des harten Geländes werden ihr das Übergewicht vorwerfen. Tourenfahrer auf der Suche nach Vielseitigkeit und starken Emotionen werden in ihr eine einnehmende, wohlgeborene Maschine finden, die stolz ihre Rennwurzeln trägt.

Serienausstattung

  • Assistance au freinage : ABS in curves
  • Poignées chauffantes

Praktische Infos

  • Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
  • La moto est accessible aux permis : A, A2

Indikatoren & Einordnung

Leistungsgewicht
0.49 ch/kg
🔄
Drehmoment / Gewicht
0.41 Nm/kg
🔧
Hubraumleistung
115.8 ch/L
In der Kategorie Enduro / offroad · Hubraum 469-1874cc (1246 verglichene Motorräder)
Leistung 109 ch Top 6%
27 ch Median 55 ch 111 ch
Gewicht 223 kg Leichter als 36%
134 kg Median 206 kg 260 kg
L/G-Verhältnis 0.49 ch/kg Top 7%
0.15 Median 0.29 0.51 ch/kg

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