Schlüsselleistung
Technische Daten
- Hubraum
- 998 cc → 999 cc
- Leistung
- 124.0 ch @ 9500 tr/min (90.5 kW) → 140.0 ch @ 9750 tr/min (107.7 kW)
- Drehmoment
- 102.0 Nm @ 8000 tr/min → 108.9 Nm @ 8000 tr/min
- Verdichtungsverhältnis
- 11.4:1 → 12.5:1
- Bohrung × Hub
- 100.0 x 63.5 mm (3.9 x 2.5 inches) → 104.0 x 58.8 mm (4.1 x 2.3 inches)
- Kraftstoffsystem
- Injection → Injection. Marelli electronic fuel injection, 54 mm throttle body
- Starter
- — → Electric
- Rahmen
- Treillis tubulaire en acier → Tubular steel trellis
- Kupplung
- — → Dry multiplate with hydraulic control
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 125 mm → Öhlins 43 mm upside-down fully adjustable fork with TiN surface treatment, for radial calipers
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 128 mm → Progressive linkage with fully adjustable Öhlins monoshock
- Federweg vorne
- 125 mm (4.9 inches) → 120 mm (4.7 inches)
- Sitztyp
- Selle biplaces → —
- Länge
- 2095.00 mm → —
- Höhe
- 1090.00 mm → —
- Gewicht
- 215.00 kg → —
- Trockengewicht
- 199.00 kg → 186.00 kg
- Neupreis
- 17 000 € → 17 195 €
Motor
- Hubraum
- 999 cc
- Leistung
- 140.0 ch @ 9750 tr/min (107.7 kW)
- Drehmoment
- 108.9 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5:1
- Bohrung × Hub
- 104.0 x 58.8 mm (4.1 x 2.3 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Marelli electronic fuel injection, 54 mm throttle body
- Steuerung
- Desmodromic valve control
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Tubular steel trellis
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Dry multiplate with hydraulic control
- Vorderradaufhängung
- Öhlins 43 mm upside-down fully adjustable fork with TiN surface treatment, for radial calipers
- Hinterradaufhängung
- Progressive linkage with fully adjustable Öhlins monoshock
- Federweg vorne
- 120 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 128 mm (5.0 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.10 bar
- Hinterreifen
- 190/50-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.20 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Radstand
- 1420.00 mm
- Tankinhalt
- 15.50 L
- Trockengewicht
- 186.00 kg
- Neupreis
- 17 195 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an den Aufschrei, den Pierre Terblanches Design im Jahr 2003 auslöste? Drei Jahre später kehrt die Ducati 999 im Jahrgang 2006 zurück, der sich umfangreich bei der Version R bedient, und Bologna scheint endlich die richtige Formel gefunden zu haben, um die Skeptiker mit seinem Superbike mit dem polarisierenden Gesicht zu versöhnen. Die Aluminium-Schwinge, stammend von den im Superbike-Weltmeisterschaft eingesetzten 999 Factory, ersetzt das bisherige Bauteil. Die Verkleidung setzt auf ein leichteres Verbundmaterial, die Scheibe gewinnt an Höhe. Optisch lässt sich diese Standardversion nur anhand der konventionellen Bremssättel von der höchst exklusiven Ducati 999 R unterscheiden. Ansonsten springt die Verwandtschaft sofort ins Auge.

Unter dem Stahlrohr-Gitterrahmen drückt der 999-cc-L-V-Twin nun 140 PS bei 9750 U/min, ein substanzieller Zugewinn gegenüber dem Vorgängerjahrgang. Das Drehmoment klettert auf 108,9 Nm bei 8000 U/min, ein Wert, der den italienischen Zweizylinder auf dem Papier vor die Aprilia RSV 1000 R setzt. Mit einem Verdichtungsverhältnis von 12,5:1 und Maßen von 104 mm Bohrung bei 58,8 mm Hub strotzt dieser Motor vor Gesundheit. Er zeigt sich über den gesamten Drehzahlbereich verfügbar und liefert seine Leistung mit echter Überzeugung ab. Man mag vielleicht eine gewisse Theatralik beim Hochdrehen vermissen, jenes Quäntchen klanglichen und mechanischen Wahnsinns, das man von einem Ducati-Twin erwartet. Das Triebwerk erledigt seine Arbeit mit Ernst, fast mit zu viel Besonnenheit. Dennoch Vorsicht: Man sollte nicht mit dem Begrenzer flirten, denn die Drehfreude bleibt begrenzt, und wer den Drehzahlmesser nicht im Auge behält, erlebt eine unangenehme Überraschung.
Auf der Rennstrecke, wo die Ducati 999 2006 ihr volles Potenzial entfaltet, sind die Fortschritte deutlich. Die Traktion hat einen Sprung nach vorn gemacht. Das Chassis, rigoros und präzise, flößt beim Angriff auf die Kurven sofort Vertrauen ein. Der Radstand von 1420 mm trägt zu einer bemerkenswerten Stabilität in Schräglage bei. Die vollständig einstellbaren Öhlins-Federelemente vorn wie hinten, mit dieser TiN-beschichteten 43-mm-Upside-down-Gabel, bieten ein Leistungsniveau, das einer Rennmaschine würdig ist. Die Bremsanlage mit Vierkolben-Sätteln, gespeist von Radial-Hauptbremszylindern, erweist sich als kraftvoll und feinfühlig dosierbar. Fügt man Marchesini-Felgen und ein Trockengewicht von 186 kg hinzu, erhält man ein Werkzeug, das auf Rundenzeiten getrimmt ist. Wer eine Ducati 999 für die Rennstrecke sucht, findet hier eine formidable Basis, weit über dem, was die vorherige Phase bot.
Bleibt die Kehrseite der Medaille, und die ist real. Das Sechsgang-Getriebe mangelt es an Geschmeidigkeit, der Sitz ist jenseits von dreißig Minuten ein Instrument der Buße, die Federung filtert die Straße mit der Feinfühligkeit eines Presslufthammers. Der 15,5-Liter-Tank begrenzt die Reichweite. Die Sitzhöhe von 780 mm macht sie zwar zugänglich, aber täuschen Sie sich nicht: Diese Maschine hat keinerlei Straßenberufung. Der Windschutz hat sich dank der erhöhten Scheibe verbessert, ohne das Biest jedoch in eine GT zu verwandeln. Mit einem Neupreis von 17 195 Euro blieb die Ducati 999 2006 gegenüber der japanischen Konkurrenz und ihrer transalpinen Rivalin von Aprilia positioniert, ohne die geringste Preiserhöhung trotz der Weiterentwicklungen. Eine anerkennenswerte kommerzielle Geste.

Heute erfordert die Suche nach einer Ducati 999 Gebrauchtmaschine Geduld und Urteilsvermögen. Exemplare in Ducati 999 Schwarz oder in der Ducati 999 Fila-Lackierung sind besonders gesucht. Manche Enthusiasten machen daraus sogar eine Basis für einen Ducati 999 Cafe Racer, ein Beweis dafür, dass Terblanches Stil letztlich jene überzeugt, die es wagen. Zwischen der besser ausgestatteten Ducati 999 S 2005 und der den Rundstrecken-Puristen vorbehaltenen R stellt die Standardversion 2006 den besten Kompromiss dar für alle, die das Wesen des Bologneser Superbikes kosten wollen, ohne ihr Haus zu verpfänden. Eine anspruchsvolle Sportlerin, manchmal frustrierend, die aber den Fahrer belohnt, der bereit ist, nach ihren Regeln zu spielen.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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