Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 186.0 ch @ 12900 tr/min (136.8 kW)
- Drehmoment
- 111.8 Nm @ 9500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13 : 1
- Bohrung × Hub
- 76 x 55 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 49 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis en tubes d'acier au chrome molybdène
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 50 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Suspension AR monoamortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 210 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 860.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Trockengewicht
- 192.00 kg
- Neupreis
- 31 990 €
Übersicht
Elf Exemplare, nicht eines mehr. Diese Zahl hat MV Agusta für seine F4 1000 R Frecce Tricolori des Jahrgangs 2010 gewählt, in direkter Anlehnung an die elf Aermacchi MB-339, die die berühmte italienische Kunstflugstaffel bilden. Eine Zahl, die schwindelig macht, fast ebenso wie die 31 990 Euro, die für dieses rollende Sammlerstück verlangt werden. Bei MV ist die Verbindung zwischen Himmel und Asphalt nicht neu. Bereits 2006 erwies die Veltro der transalpinen Kampffliegerei eine Hommage. Mit dieser Frecce Tricolori treibt das Werk in Varese die Inszenierung noch einen Schritt weiter.

Auf der technischen Seite findet sich der Reihenvierzylinder mit 998 cc wieder, der den Ruf der F4 R begründet hat. Das Triebwerk leistet 186 PS bei 12 900 U/min und 111,8 Nm Drehmoment bei 9 500 U/min, bei einem Verdichtungsverhältnis von 13:1 und überquadratischen Maßen von 76 x 55 mm. Trocken bringt das Tier 192 kg auf die Waage, was es im oberen Mittelfeld der damaligen Hypersportler einordnet, gegenüber einer leichteren Ducati 1198 S oder einer technologisch fortschrittlicheren BMW S 1000 RR. Der Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl bleibt ein MV-Markenzeichen, steif und präzise, gefedert von einer 50-mm-Upside-down-Gabel und einem Monofederbein mit jeweils 120 mm Federweg. Die Bremsanlage setzt auf zwei radial montierte 320-mm-Bremsscheiben vorn mit Vierkolben-Bremssätteln. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 305 km/h erinnert daran, dass diese Maschine nicht nur ein Vitrinenstück ist.
Was diese Sonderedition auszeichnet, ist selbstverständlich ihre Lackierung. Die Verkleidung übernimmt exakt die Bemalung der Flugzeuge der Staffel, mit diesem tiefen Blau, durchzogen von den drei grün-weiß-roten Streifen der italienischen Flagge. Die Felgen sind speziell angefertigt, mit Pirelli Diablo Superbike bereift, und mehrere Elemente aus Carbon und Titan unterstreichen den exklusiven Charakter des Ganzen. Jedes Exemplar trägt an der Lenkkopfbrücke eine nummerierte Silberplakette, die das Motorrad einem bestimmten Flugzeug der Formation zuordnet. Die Liebe zum Detail grenzt hier an Besessenheit.
MV Agusta hat sogar die Übergabezeremonie sorgfältig gestaltet. Die elf Besitzer holen ihre Maschine auf dem Militärstützpunkt Rivolto ab, dem Hauptquartier der Frecce Tricolori, mit einem Tag an der Seite der Staffelpiloten. Man kauft hier weit mehr als ein Motorrad. Man kauft eine Geschichte, ein Ritual, eine Zugehörigkeit. Mit ihrer auf 860 mm thronenden Sitzbank und ihrem 17-Liter-Tank gibt die F4 Frecce Tricolori nicht vor, ein vielseitiger Tourer zu sein. Sie richtet sich an leidenschaftliche Sammler, die sowohl die Technik als auch das Symbol zu schätzen wissen. Gegenüber anderen limitierten Serien jener Zeit spielt diese MV eine Karte aus, die niemand sonst auf dem Markt stechen kann. Die der italienischen Schönheit, getrieben bis zum Übermaß, mit einem Hauch von Kerosin obendrein.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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