Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 150.0 ch @ 9750 tr/min (107.7 kW) → 150.0 ch @ 9750 tr/min (109.5 kW)
- Drehmoment
- 108.9 Nm @ 8000 tr/min → 119.0 Nm @ 8000 tr/min
- Kraftstoffsystem
- Injection. Marelli electronic fuel injection, 54 mm throttle body → Injection. Marelli electronic fuel injection, 54 mm throttle body
- Starter
- Electric → —
- Rahmen
- Tubular steel trellis → Tubular steel trellis
- Kupplung
- Dry multiplate with hydraulic control → Dry multiplate with hydraulic control
- Vorderradaufhängung
- Öhlins 43 mm upside-down fully adjustable fork with TiN surface treatment, for radial calipers → Öhlins 43 mm upside-down fully adjustable fork with TiN surface treatment, for radial calipers
- Hinterradaufhängung
- Progressive linkage with fully adjustable Öhlins monoshock → Progressive linkage with fully adjustable Öhlins monoshock
- Federweg vorne
- 120 mm (4.7 inches) → 130 mm (5.1 inches)
- Federweg hinten
- 128 mm (5.0 inches) → 148 mm (5.8 inches)
Motor
- Hubraum
- 999 cc
- Leistung
- 150.0 ch @ 9750 tr/min (109.5 kW)
- Drehmoment
- 119.0 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5:1
- Bohrung × Hub
- 104.0 x 58.8 mm (4.1 x 2.3 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Marelli electronic fuel injection, 54 mm throttle body
- Steuerung
- Desmodromic valve control
Fahrwerk
- Rahmen
- Tubular steel trellis
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Dry multiplate with hydraulic control
- Vorderradaufhängung
- Öhlins 43 mm upside-down fully adjustable fork with TiN surface treatment, for radial calipers
- Hinterradaufhängung
- Progressive linkage with fully adjustable Öhlins monoshock
- Federweg vorne
- 130 mm (5.1 inches)
- Federweg hinten
- 148 mm (5.8 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.10 bar
- Hinterreifen
- 190/50-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.20 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Radstand
- 1420.00 mm
- Tankinhalt
- 15.50 L
- Trockengewicht
- 181.00 kg
- Neupreis
- 30 000 €
Übersicht
Was kostet eine Ducati 999 R? Dreißigtausend Euro. Der Preis einer gut ausgestatteten deutschen Limousine, versenkt in einen italienischen Zweizylinder mit 999 cc, der bei 9750 U/min aufheult. 2005 kannte Bologna mit seinem straßenzugelassenen Superbike keine halben Sachen, und der hier betrachtete Jahrgang stellt den Höhepunkt einer für die Rennstrecke geborenen Linie dar.

Auf dem Datenblatt der Ducati 999 R sprechen die Zahlen für sich. Der versetzte V-Twin leistet 150 PS – elf mehr als der Vorgängerjahrgang – dank akribischer Arbeit am Zylinderkopf. Titanventile mit vergrößertem Durchmesser, ein auf 12,5:1 angehobenes Verdichtungsverhältnis, überarbeitete Zylinder und eine revidierte Motorelektronik: Die Ingenieure aus Borgo Panigale haben jeden Winkel des Motors durchkämmt, um das letzte Quäntchen Leistung herauszuholen. Das Drehmoment klettert auf 119 Nm bereits bei 8000 U/min, was am Kurvenausgang eine satte Beschleunigung liefert, ohne darauf warten zu müssen, dass die Nadel in den roten Bereich schlägt. Gegenüber einer Aprilia RSV 1000 R oder einer Honda CBR 1000 RR derselben Ära spielt der italienische Twin eine andere Karte aus: weniger Drehzahl, mehr Charakter. Jeder Gasgriff erzählt eine Geschichte.
Beim Fahrwerk bleibt der Stahl-Gitterrohrrahmen eine Ducati-Signatur, doch alles andere wurde verfeinert. Die verstärkte Schwinge erhält eine Achsaufnahme aus Aluminium, die vollständig einstellbaren Öhlins-Federelemente bekommen eine TiN-Beschichtung auf den 43-mm-Upside-down-Gabelrohren, und die radial montierte Brembo-Bremsanlage beißt mit chirurgischer Präzision in die doppelten vorderen Bremsscheiben. Die Vollcarbon-Verkleidung wurde im Bereich des Lenkkopfes überarbeitet, die erhöhte Scheibe verbessert den Windschutz. Ergebnis: 181 kg trocken auf der Waage. Für eine Maschine, die 285 km/h erreichen kann, ist das ein Leistungsgewicht, das diese Italienerin ins Territorium der Rennstreckenwaffen versetzt, die nur durch Blinker und einen Scheinwerfer notdürftig zivilisiert wurden.
Die auf 780 mm thronende Sitzbank bleibt zugänglich, doch täuschen Sie sich nicht: Diese Maschine verzeiht nichts. Der kurze Radstand von 1420 mm und der 15,5-Liter-Tank geben einen hohen Rhythmus vor. Auf einer 999 R bummelt man nicht, man fährt Rennen. Die Zielgruppe ist der Sonntagsfahrer auf der Rennstrecke, der auf der Straße zum Circuit fahren will, oder der Enthusiast, der bereit ist, seinen Rücken und seine Handgelenke für das Privileg zu opfern, das Replikat der Maschine von Régis Laconi zu besitzen. Anfänger gehen besser weiter, und das ist auch gut so.
Eine gebrauchte Ducati 999 R heute zu finden, gleicht einer Schatzsuche. Bei einer vertraulichen Stückzahl – Frankreich erhielt vom Jahrgang 2004 nur eine Handvoll Exemplare – sind die 2005er-Modelle in den Kleinanzeigen kaum zu finden. Die Fila-Version, erkennbar an ihrer Rennlackierung, treibt den Wert bei Sammlern noch weiter in die Höhe. Zum damaligen Neupreis von 30.000 Euro werden gut gepflegte Exemplare heute zu Preisen gehandelt, die ihre Seltenheit widerspiegeln. Es ist die Art Motorrad, die man mit dem Herzen kauft, bevor der Verstand einschaltet – im Wissen, dass jeder gefahrene Kilometer ein mechanisches Privileg sein wird. Ducati hat hier eine seiner schönsten sportlichen Absichtserklärungen geschaffen, ein Denkmal des Twin-Superbikes, das weder die Zeit noch die Moden in Vergessenheit geraten lassen konnten.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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