Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 139.0 ch @ 10000 tr/min (102.2 kW) → 139.0 ch @ 10000 tr/min (101.5 kW)
- Drehmoment
- 107.9 Nm @ 8000 tr/min → 108.0 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps → V2, four-stroke
- Kühlung
- liquide → Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.3 : 1 → 12.3:1
- Bohrung × Hub
- 104 x 58.8 mm → 104.0 x 58.8 mm (4.1 x 2.3 inches)
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 54 mm → Injection
- Steuerung
- — → Desmodromic valve control
- Rahmen
- treillis tubulaire en tubes d'acier → Tubular ALS450 steel trellis
- Getriebe
- boîte à 6 rapports → 6-speed
- Endantrieb
- Chaîne → Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins Ø 43 mm, déb : 120 mm → Öhlins upside-down fully adjustable fork with TiN surface treatment, for radial calipers
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins, déb : 128 mm → Progressive linkage with fully adjustable Öhlins monoshock
- Federweg vorne
- — → 120 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- — → 128 mm (5.0 inches)
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons → Double disc
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier 2 pistons → Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-17 → 120/70-ZR17
- Hinterreifen
- 190/50-17 → 190/50-ZR17
- Radstand
- — → 1420.00 mm
- Länge
- — → 2095.00 mm
- Höhe
- — → 1110.00 mm
- Gewicht
- 209.00 kg → 192.00 kg
Motor
- Hubraum
- 999 cc
- Leistung
- 139.0 ch @ 10000 tr/min (101.5 kW)
- Drehmoment
- 108.0 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.3:1
- Bohrung × Hub
- 104.0 x 58.8 mm (4.1 x 2.3 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Steuerung
- Desmodromic valve control
Fahrwerk
- Rahmen
- Tubular ALS450 steel trellis
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Öhlins upside-down fully adjustable fork with TiN surface treatment, for radial calipers
- Hinterradaufhängung
- Progressive linkage with fully adjustable Öhlins monoshock
- Federweg vorne
- 120 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 128 mm (5.0 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.10 bar
- Hinterreifen
- 190/50-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.20 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Radstand
- 1420.00 mm
- Länge
- 2095.00 mm
- Höhe
- 1110.00 mm
- Tankinhalt
- 15.50 L
- Gewicht
- 192.00 kg
- Trockengewicht
- 193.00 kg
- Neupreis
- 30 000 €
Übersicht
Achthundert Exemplare in weniger als einem Monat verkauft, ausschließlich über das Internet. 2004 löste die Ducati 999 R ein Fieber aus, das nur wenige Seriensportler für sich beanspruchen können. Es muss gesagt werden, dass das Datenblatt dieser Italienerin schwindelerregend ist. Ihr V-Twin mit 999 cc, bestückt mit vier Ventilen pro Zylinder und auf 12.3:1 verdichtet, leistet in der Serienkonfiguration 139 PS bei 10 000 U/min. Eine Neukalibrierung des Mappings und eine angepasste Auspuffanlage setzen die von Ducati für die Rennversion angekündigten 149 PS frei. Das Drehmoment erreicht seinen Höchstwert von 108 Nm bereits bei 8 000 U/min – einer Drehzahl, bei der der italienische Zweizylinder seinen Charakter radikal verändert.

Auf dem Papier reiht das Datenblatt der Ducati 999 R handfeste Superlative aneinander. Gitterrohrrahmen aus ALS450-Stahl, voll einstellbare Öhlins-Upside-down-Gabel mit TiN-Beschichtung, progressives Öhlins-Federbein, radiale Bremssättel an der Doppelscheibe vorn. Das alles bei 192 kg fahrfertig, inklusive des 15,5-Liter-Tanks. Gegenüber einer Suzuki GSX-R 1000 oder einer Honda CBR 1000 RR derselben Ära spielt die 999 R eine andere Partitur. Wo die Japanerinnen auf Zugänglichkeit und Vielseitigkeit setzen, bietet Bologna ein anspruchsvolles Rennstreckenwerkzeug, zugeschnitten auf den Fahrer, der den Dialog mit seiner Maschine sucht, anstatt sich von der Elektronik tragen zu lassen.
Im Sattel beruhigt die Sitzhöhe von 780 mm, und der Radstand von 1 420 mm verleiht natürliche Stabilität in Schräglage. Bei moderatem Tempo zeigt sich der Twin geschmeidig, fast zahm. Das im mittleren Drehzahlbereich verfügbare Drehmoment erlaubt sauberes Herausbeschleunigen am Kurvenausgang, ohne das Sechsganggetriebe zu strapazieren, dessen Schaltvorgänge von bemerkenswerter Präzision sind. Die Öhlins-Federelemente filtern Fahrbahnunebenheiten mit einer Strenge, die niemals den Komfort opfert. Auf offener Straße verhält sich diese Ducati 999 R beinahe wie eine muskulöse GT – und das ist trügerisch.
Denn sobald der Drehzahlmesser die 8 000 U/min überschreitet, erwacht der V-Twin mit einer Brutalität, die kräftige Unterarme und ein geschultes Gashandgelenk erfordert. Der Schub wird entschieden, direkt, fast aggressiv. Die Motorbremswirkung, bei diesem kurzhubigen Zweizylinder mit 58,8 mm Hub besonders ausgeprägt, kann Ausbrecher des Hinterrads provozieren, wenn das Loslassen der Kupplung nicht feinfühlig genug erfolgt. Auf der Rennstrecke muss man sich mit diesem kompromisslosen Charakter arrangieren und akzeptieren, dass die Maschine in schnellen Kurvenkombinationen ihren Rhythmus vorgibt. Die Bremsanlage hingegen ist über jede Kritik erhaben. Die radialen Bremssättel packen mit einer Dosierbarkeit und Kraft zu, die diese Italienerin an die Spitze ihrer Klasse setzen. Der Hinterreifen in 190/50 steckt die Leistung klaglos weg, sofern man die Betriebstemperatur respektiert.
Was kostet eine Ducati 999 R? 2004 musste man rund 30 000 Euro auf den Tisch legen, um sich dieses Juwel aus Carbon und edler Mechanik zu sichern. Ein Preis, der sie deutlich über einer 999 S positionierte und zahlreichen Enthusiasten die Tür verschloss. Heute gleicht die Suche nach einer gebrauchten Ducati 999 R in gutem Zustand einer Schatzsuche, und die Preise sind kaum gesunken, da das Modell längst zum Sammlerstück geworden ist. Die Fila-Version mit ihrer ikonischen Lackierung wird zu noch höheren Preisen gehandelt. Diese 999 R richtet sich weder an Anfänger noch an Liebhaber gemütlicher Sonntagsausfahrten. Sie ist ein Rennstreckenwerkzeug für erfahrene Piloten, die in der Lage sind, die 285 km/h Höchstgeschwindigkeit auszunutzen, ohne sich in Gefahr zu bringen. Eine kompromisslose Supersportlerin, die an eine Zeit erinnert, als Ducati Rennmaschinen baute, die für die Straße kaum zivilisiert waren.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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