Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 931 cc
- Leistung
- 148.0 ch @ 11200 tr/min (108.9 kW)
- Drehmoment
- 107.0 Nm @ 8400 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.4 : 1
- Bohrung × Hub
- 81 x 60.2 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 50 mm
- Starter
- électrique
- Euro-Norm
- Euro 5+
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis tubulaire en tube d'acier relié à des platines en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée NIX 30 Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur TTX GP 36, déb : 133 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons (Hypure monobloc)
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Brembo Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 850.00 mm
- Sitztyp
- Selle biplaces
- Tankinhalt
- 16.50 L
- Gewicht
- 195.00 kg
- Neupreis
- 26 600 €
Übersicht
Vierundzwanzig Jahre nachdem Massimo Tamburini seinen Stift an der ersten 750 angesetzt hat, übertragen sich manche Abstammungslinien, ohne dass sie einer Erklärung bedürfen. Die Brutale ist jenes Objekt, das einen auf einer Ausstellung mitten im Schritt innehalten lässt, das das Licht anders einfängt als alles andere, das einen zwingt, es zu umkreisen, noch bevor man den Preis kennt. Die Version 950 Oro 2026 spielt auf diesem Register mit einer verblüffenden Selbstsicherheit.

Die überarbeitete Karosserie bestätigt, dass die Designer aus Schiranna nichts von ihrer Schärfe eingebüßt haben. Die neuen Lufteinlässe schmiegen sich an einen muskulösen Tank, das vordere Optikblock setzt klare Akzente, und die unter dem Sattel ausgehöhlte Heckpartie ruft interne Referenzen wach: die Aussparung der 800, das Rücklicht der 1000, die versenkbaren Soziusfußrasten im Dragster-Stil. Es ist eine stimmige, fast liebevolle Familienarbeit. Der einzige Wermutstropfen bleibt der wuchtige Krümmer, den die Euro 5+-Normen vorschreiben, eine regulatorische Warze, die die linke Mittelsection optisch erdrückt. Die drei Titan-Endtöpfe von Termignoni retten einen Teil der Inszenierung, doch der Schaden ist angerichtet.
Unter der Hülle nimmt ein für diese Familie völlig neues Triebwerk Quartier. Dieser Dreizylinder mit 931 cm3, 81 mm Bohrung und 60,2 mm Hub, hat bereits auf der Enduro Veloce seinen Dienst getan, bevor er auf 148 PS bei 11 200 U/min gebracht wurde – ein Zuwachs von 24 PS gegenüber dem Abenteurer. Das Drehmoment steigt auf 107 Nm bei 8 400 U/min. Um diese Werte zu erreichen, hat MV den Zylinderkopf grundlegend überarbeitet: vergrößerte Ventile, optimierte Brennräume, neu gestaltete Kanäle, überarbeitete Nockenwellen, auf 50 mm vergrößerte Drosselklappenkörper. Die gegenläufige Kurbelwelle bleibt, um die Massenträgheitsdynamik in der Kurve zu beherrschen. Dieses Aggregat ist offensichtlich noch nicht am Ende seines Potenzials, was darauf hindeutet, dass eine radikalere Version nicht außer Reichweite liegt.

Der Stahlrohrrahmen, verbunden mit seitlichen Aluminiumplatten, wurde gleichzeitig versteift und leichter. Der Radstand wächst, der Lenkkopfwinkel öffnet sich, der Schwingarm verlängert sich. Das angekündigte Ergebnis: mehr Stabilität bei hoher Geschwindigkeit, bessere Präzision beim Kurveneingang. Bedauerlich bleibt, dass die Platten und der Schwingarm aus Aluminium gefertigt sind, während die älteren Oro-Serien Magnesium verwendeten – was ein echtes Statusmerkmal war. Bei 26 600 Euro hätte man sich diesen Standard erhalten dürfen. Die volleinstellbare 43-mm-Upside-down-Gabel NIX 30 und der volleinstellbare Öhlins-Monoamortisseur TTX GP 36 gleichen diesen Kompromiss auf dem Papier jedoch weitgehend aus. Die monolithischen Vierkolben-Bremszangen Brembo Hypure an 320-mm-Scheiben vorne runden eine Bremsanlage ab, deren Ruf keiner weiteren Erklärung bedarf. Vollgetankt zeigt die Maschine 195 kg – nur ein Kilogramm mehr als die 800, die sie ablöst, dank Lithiumbatterie und Kohlefaserelementen.

In einer Auflage von nur 300 Exemplaren mit gravierter Seriennummer richtet sich diese Brutale 950 Oro an einen ganz bestimmten Käufer: jemanden, der schnell fährt, aber zuerst mit den Augen kauft, der die Geschichte der Marke kennt und ein nummeriertes Kapitel davon besitzen möchte. Sie ist weder das Motorrad für den bedächtigen Sonntagsmorgen noch für den gehetzten Pendler. Es ist ein Roadster, der seinen Weg zwischen Sammlerskulptur und ernstem Straßengerät findet – mit Alcantara auf den Sitzen, Kohlefaser an den Verkleidungen und 148 PS, die daran erinnern, dass Varese nie zaghafte Maschinen gebaut hat. Verglichen mit einer Ducati Streetfighter V2 oder einer BMW M 1000 R bewegt sich der Preis in derselben hohen Liga, doch die nummerierte Seltenheit und die visuelle Identität der Brutale spielen auf einem Register, das ihre Konkurrentinnen nie wirklich für sich beansprucht haben. Genau dort besteht MV Agusta weiterhin.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS MK100
- Nombre de mode de conduite : 5
- Taille de l'écran TFT couleur : 12,70 cm / 5 pouces
- Jantes aluminium
- Shifter
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Contrôle de traction
- ABS Cornering
- Contrôle anti wheeling
- Embrayage anti-dribble
- Centrale inertielle
- Aide au départ arrêté (Launch Control)
- Phares adaptatifs en virage
- Echappement Termignoni
- Jantes forgées
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
- Fabriqué en 300 exemplaires
- Pays de fabrication : Italie
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