Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1198 cc
- Leistung
- 180.0 ch @ 9750 tr/min (132.4 kW)
- Drehmoment
- 134.4 Nm @ 7750 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.8 : 1
- Bohrung × Hub
- 106 x 67.9 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tubes d\'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins, déb : 127 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 330 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Tankinhalt
- 15.50 L
- Trockengewicht
- 165.00 kg
- Neupreis
- 35 000 €
Übersicht
Wenn Ducati beschließt, ein für die Straße homologiertes Superbike zu bauen, ist das Ergebnis anders als alles, was die Konkurrenz wagt anzubieten. Die Ducati 1098 R ist keine verbesserte Sportmaschine, die mit einem "R"-Aufkleber verkauft wird, um einen aufgeblähten Preis zu rechtfertigen. Es ist eine Maschine, die von Anfang an zum Gewinn von Meisterschaften konzipiert wurde, aus regulatorischen Gründen zugelassen und nicht aus kommerziellen Gründen.

Das erste Detail, das Bolognes Absichten verrät, ist der auf dem Typenschild angegebene Motor – er ist nicht der, den man erwartet. Der 90-Grad-V-Twin hatte lange nicht mehr 1098 cm³ Hubraum, als diese R-Version ihr Gesicht zeigte. Um der neuen Superbike-Verordnung von 2008 zu entsprechen, haben die Ingenieure den Bohrungsdurchmesser auf 106 mm erhöht, den Hub auf 67,9 mm verlängert, und der Testastretta Evoluzione erreichte 1198 cm³. Der Kompressionsgrad steigt auf 12,8, und die Titanventile arbeiten im Einlasskanal bei 44,3 mm. Das Ergebnis ist direkt in der technischen Datenblatt ersichtlich: 180 PS bei 9750 U/min, 134 Nm Drehmoment bei 7750 U/min und eine Trockenmasse von 165 kg. Dieses Leistungsgewicht katapultiert das Motorrad in eine eigene Kategorie, weit vor einer Honda CBR1000RR oder einer Yamaha R1 aus der gleichen Ära, die mit rund 180 PS und deutlich höheren Gewichten auftraten.
Das geringe Gewicht ist kein Zufall. Die Zylinderkopfdeckel sind aus Magnesium, die Kolben wurden um 130 Gramm im Vergleich zur Standardversion erleichtert, und Karbonteile schmücken die Motorperipherie. Im Vergleich zur 999 R, die sie im Herzen der Rennstreckenpiloten ersetzte, gewinnt die 1098 R 6,5 kg auf der Waage. Bei den Federungen hat Ducati nicht gespart: eine 43-mm Öhlins Upside-Down-Gabel vorne mit 120 mm Federweg, ein Öhlins TTXr Monoshock hinten, dessen Design direkt vom MotoGP inspiriert ist. Die Brembo-Bremsen greifen auf zwei 330-mm-Scheiben mit radialen Monoblock-Bremssätteln. Es ist schwer, ein serienmäßiges Equipment zu finden, das 2009 bei einem beliebigen Konkurrenten schärfer ist.
Der Preis erinnert jedoch brutal daran, für wen dieses Motorrad bestimmt ist. Die Ducati 1098 R zum Neupreis lag bei 35.000 Euro. Für einen Fahrer, der an Sonntagen Straßenfeeling sucht, ist das absurd. Für ein Amateur-Superbike-Team, das eine für die Teilnahme an der Meisterschaft zugelassene Basis ohne reinen Rennmotorrad kaufen möchte, wird es zu einer ernsthaften Überlegung. Der Ducati Data Analyser, ein auf PC abrufbares Datenerfassungssystem nach jeder Session, bestätigt den reinen Streckenambitionen der Maschine. Man installiert dieses Werkzeug nicht auf einer Straßenmaschine. Heutzutage liegt der Verkauf einer gebrauchten Ducati 1098 R in gutem Zustand in der Regel zwischen 15.000 und 22.000 Euro, je nach Kilometerstand und Rennstreckenhistorie, was angesichts des Vorbereitungsgrades eine kohärente Summe bleibt.
Die 1098 R 2009 repräsentiert eines der letzten Beispiele dafür, was die Superbike-Verordnung als Serienmotorrad hervorbringen konnte: eine für die Rennstrecke ausgelegte Maschine, die mit einem fast widerwilligen Straßenzulassungsschein geliefert wird. Sie ist weder für Anfänger, noch für Stadtfahrer, noch für sportliche Touristen geeignet, die einen muskulösen GT suchen, um Alpenpässe zu bezwingen. Ihr Register ist präzise und einzigartig: die Rennstrecke, die Hände eines erfahrenen Fahrers und ein echtes Wissen über die einzustellenden Federungen. Außerhalb dieses Kontexts werden die 180 PS und die 165 kg schnell zu einem Argument, das den Fahrer überfordert, anstatt ihm zu dienen.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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