Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1254 cc
- Leistung
- 136.0 ch @ 7750 tr/min (100.0 kW)
- Drehmoment
- 142.2 Nm @ 6250 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre à plat, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 102.5 x 76 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 52 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Structure en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche Telelever Ø 37 mm, déb : 190 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur et monobras Paralever, déb : 200 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 305 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 276 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-19
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 170/60-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 850.00 mm
- Tankinhalt
- 20.00 L
- Gewicht
- 249.00 kg
- Neupreis
- 26 900 €
Übersicht
Wenn eine Königin sich anschickt, ihren Thron abzutreten, legt sie für den letzten Ball ihre schönsten Gewänder an. Genau das hat BMW mit dieser R 1250 GS Ultimate Edition 2023 getan – eine auf weltweit 2 100 Exemplare limitierte Serie, gedacht als Schwanengesang vor der bevorstehenden Ankunft der 1300 GS und ihres neuen Boxers. Der bayerische Hersteller weiß, dass ein neues Kapitel aufgeschlagen wird. Statt seinen Star also in Stille altern zu lassen, kleidet er ihn mit einem Ausstattungskatalog, so lang wie eine alpine Reiseroute, und versieht ihn mit einem Preisschild von 26 900 Euro. Die Botschaft ist klar: Wer die GS 1250 in ihrer vollendetsten Form will, für den heißt es jetzt oder nie.

Beim Styling sollte man kein Feuerwerk erwarten. BMW hat die Triple-Black-Basis genommen, ein paar exklusive Badges an den Handprotektoren und der Lenkerbrücke angebracht, eine getönte Scheibe hinzugefügt – und fertig. Keine auffällige Lackierung à la Serie 40 Years in knalligem Gelb und kein abenteuerlicher Rallye-Look. Die gestalterische Linie ist nüchtern, fast puristisch, mit schwarzen Motorschutzbügeln und Speichenrädern in Schwarz, um im Gesamtbild zu bleiben. Puristen werden die Konsequenz schätzen. Andere werden das für eine Edition, die sich als ultimativ versteht, etwas zurückhaltend finden. Das eigentliche Spektakel findet anderswo statt.
Denn die Serienausstattung kennt kein Maßhalten. Elektronische Fahrwerksanpassung ESA Dynamic, bidirektionaler Schaltassistent, Tempomat, Heizgriffe, Keyless-System, adaptives Kurvenlicht, Akrapovic-Sportauspuff, Reifendruckkontrolle, Zusatzscheinwerfer, Berganfahrassistent. Man könnte noch lange so weitermachen. BMW hat die Pakete Dynamic, Touring, Komfort und Connected komplett in die Serienausstattung entleert und dann noch eine ganze Reihe von Option-719-Teilen aus schwarz-silber gefrästem Aluminium dazugepackt: Ventildeckelabdeckungen, Fußrasten, Hebel, Spiegel, Fußschalthebel. Konkret findet sich hier nahezu alles serienmäßig, was ein Besitzer einer Standard-GS am Ende im Konfigurator ankreuzen würde. Der von BMW angekündigte Kundenvorteil liegt bei rund 2 000 Euro gegenüber einer Einzeloption-Konfiguration. Allerdings bleiben Koffer und Topcase aufpreispflichtig, was bei diesem Preisniveau doch etwas sticht.
Technisch gibt es unter dem Flat-Twin nichts Neues. Der liegende Zweizylinder mit 1 254 cc leistet nach wie vor 136 PS bei 7 750 U/min und vor allem 142 Nm Drehmoment bei 6 250 U/min – ein Wert, der dieser 249 kg schweren Maschine vollgetankt in allen Drehzahlbereichen einen entschlossenen Zwischenspurt verleiht. Die variable Ventilsteuerung ShiftCam verrichtet ihren Dienst mit der gewohnten Geschmeidigkeit, und die sieben Fahrmodi, vom zahmen Eco bis zum spitzen Enduro Pro, decken so ziemlich jeden erdenklichen Einsatzzweck ab. Der Telelever vorn und der Paralever hinten mit 190 beziehungsweise 200 mm Federweg stecken Pariser Schlaglöcher ebenso souverän weg wie marokkanische Pisten. Der Kardanantrieb und das Sechsganggetriebe vervollständigen ein Gesamtpaket, dessen Zuverlässigkeit nicht mehr bewiesen werden muss. Gegenüber einer stärkeren, aber auch nervöseren Ducati Multistrada V4 oder einer KTM 1290 Super Adventure mit raurem Temperament spielt die GS die Karte der beruhigenden Vielseitigkeit und des Kilometerkomforts.

Die eigentliche Debatte dreht sich um den Preis. Knapp 27 000 Euro für eine Reiseenduro, deren Nachfolgerin bereits ihre Schnabelspitze zeigt – das ist eine Wette. BMW setzt auf Sammler und treue GS-Anhänger, die die definitive Version eines ikonisch gewordenen Modells besitzen wollen. Für einen erfahrenen Langstreckenfahrer, der zwölf Monate im Jahr Kilometer frisst und nichts mehr aus dem Katalog hinzufügen möchte, ergibt diese Ultimate Edition Sinn. Für alle anderen gebietet die Vernunft vielleicht, auf die 1300 und ihre technologischen Versprechen zu warten. Fest steht: Diese R 1250 GS bleibt, selbst in der Abenddämmerung ihrer Karriere, eine Referenz im Reiseenduro-Segment. Und dieser letzte Jahrgang hat zumindest das Verdienst, nichts auf dem Tisch liegen zu lassen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS in curves
- Nombre de mode de conduite : 6
- Taille de l'écran TFT couleur : 16,51 cm / 6.5 pouces
- Shifter
- Béquille centrale
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Bluetooth
- Prise USB
- Aide au démarrage en côte (Hill Hold Control)
- Démarrage sans clé
- Contrôle de traction
- Poignées chauffantes
- Pare brise réglable
- Suspensions réglables électroniquement
- Crash Bars / Top Blocks
- Selle réglable
- Phares adaptatifs en virage
- Contrôle du frein moteur
- Surveillance de la pression des pneus
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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