Schlüsselleistung

98 ch
Leistung
🔧
1085 cc
Hubraum
⚖️
245 kg
Gewicht
🏎️
226 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
800 mm
Sitzhöhe
18.0 L
Tankinhalt
💰
12 600 €
Neupreis
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Technische Daten

Motor

Hubraum
1085 cc
Leistung
98.0 ch @ 7500 tr/min (71.5 kW)
Drehmoment
97.0 Nm @ 5750 tr/min
Motortyp
Two cylinder boxer, four-stroke
Kühlung
Oil & air
Verdichtungsverhältnis
11.3:1
Bohrung × Hub
101.0 x 70.0 mm (4.0 x 2.8 inches)
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
1 ACT
Kraftstoffsystem
Injection
Starter
Electric

Fahrwerk

Rahmen
bâti avant en alu coulé, bâti arrière en acier
Getriebe
boîte à 6 rapports
Endantrieb
Shaft drive (cardan)   (final drive)
Vorderradaufhängung
Telelever
Hinterradaufhängung
Central suspension strut
Federweg vorne
110 mm (4.3 inches)
Federweg hinten
130 mm (5.1 inches)

Bremsen

Vorderradbremse
Double disc
Hinterradbremse
Single disc
Vorderreifen
120/70-ZR17
Vorderreifendruck
2.20 bar
Hinterreifen
170/60-ZR17
Hinterreifendruck
2.50 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
800.00 mm
Tankinhalt
18.00 L
Gewicht
245.00 kg
Trockengewicht
229.00 kg
Neupreis
12 600 €

Übersicht

Kann man mit einem Flat-Twin wirklich ein Sportmotorrad bauen? BMW hat diese Frage zwischen 1998 und 2005 mit der R 1100 S beantwortet, und die Antwort fällt differenzierter aus als ein einfaches Ja. Die BMW R 1100 S spielt nicht in derselben Liga wie eine Honda CBR oder eine Suzuki GSX-R. Wo die Japanerinnen auf Aggressivität und hohe Drehzahlen setzen, bevorzugt die Deutsche die Rolle des Gentleman Riders. Ihr Boxerzweizylinder mit 1085 cm3 leistet 98 PS bei 7500 U/min und vor allem ein Drehmoment von 97 Nm bereits ab 5750 U/min. Die Art von Leistung, die nicht schreit, aber kräftig schiebt, mit einem großzügigen Nutzbereich zwischen 3000 und 5000 Touren. Darüber hinaus lässt der Schub nach. Man verlangt von ihr nicht, mit einem Reihenvierzylinder in den oberen Drehzahlen zu konkurrieren, sondern mit Autorität auf jenen Streckenabschnitten zu ziehen, wo das Drehmoment regiert.

BMW R 1100 S

Was die Linienführung betrifft, bleibt die BMW R 1100 S 2002 einer der schönsten Entwürfe aus München. Die Gestaltung der Front, zugleich straff und füllig, kontrastiert mit einem schlanken und nervösen Heck. Die Einarmschwinge Paralever und die doppelte Auspuffanlage unter der Sitzbank erinnern an die Designsprache der italienischen Sportmotorräder jener Epoche. Man denkt an eine gewisse Ducati 996, ohne dass der Vergleich unangebracht wäre. Die Version BMW R 1100 S Boxer Cup, entwickelt für den gleichnamigen Markenpokal, treibt das Temperament noch weiter. In der Standardversion positioniert sich die Maschine jedoch klar als Sport-Tourer. Ähnlich wie die Honda VFR 800 derselben Epoche zielt sie auf Vielseitigkeit statt auf reine Leistung.

Das Fahrwerk, aufgebaut um einen Vorderbau aus Aluminiumguss und ein Hinterteil aus Stahl, zeugt von bayerischer Präzision. Die Telelever-Aufhängung vorne bietet ein gesundes und berechenbares Fahrverhalten, mit der Möglichkeit, die Gabel über ein vom Cockpit aus zugängliches Einstellrad zu justieren. Stabilität ist ihre große Stärke. In schnellen Kurven vermittelt die BMW R 1100 S absolutes Vertrauen. Der Komfort bleibt erhalten, weit entfernt von der Steifheit eines Hypersportlers. In engen Wechselkurven bei niedriger Geschwindigkeit melden sich allerdings die 245 kg Leergewicht vollgetankt zurück. Wendigkeit ist nicht ihre bevorzugte Disziplin. Die von Brembo gelieferte Bremsanlage mit Doppelscheibe vorne erweist sich als kraftvoll und dosierbar. Der Windschutz hält seine Versprechen bis 180 km/h, was den Großteil der Einsätze auf der Straße abdeckt.

BMW R 1100 S

Der Hauptkritikpunkt an dieser Generation betrifft die Vibrationen des Flat-Twin, die auf langen Strecken spürbar sind und in den Foren zur BMW R 1100 S immer wieder für Diskussionen sorgen. Dieses Problem der BMW R 1100 S ist bekannt und dokumentiert, ohne ein Ausschlusskriterium zu sein. Der Kardanantrieb und das Sechsganggetriebe sorgen für einen unkomplizierten Betrieb, typisch für die BMW-Philosophie. Mit einem 18-Liter-Tank und einer Sitzhöhe von 800 mm bleiben Reichweite und Zugänglichkeit für einen Sport-Tourer dieser Klasse angemessen.

Heute stellt die BMW R 1100 S als Gebrauchtmotorrad ein interessantes Angebot für alle dar, die einen sportlichen Tourer mit ausgeprägtem Charakter suchen. Die Jahrgänge BMW R 1100 S 1998 bis 2005 werden zu vernünftigen Preisen gehandelt, deutlich unter den damals 12 600 Euro Neupreis. Manche Besitzer bauen sie zur BMW R 1100 S Cafe Racer um, ein Beweis dafür, dass die mechanische und ästhetische Basis sich dafür eignet. Der Test der BMW R 1100 S bestätigt, was die Bewertungen zur BMW R 1100 S seit Jahren wiederholen: Es ist eine Maschine mit Charme, aufrichtig, die gut altert. Nicht die schnellste mit ihren 226 km/h Höchstgeschwindigkeit, nicht die leichteste, aber ein Motorrad mit Charakter, das keinem anderen gleicht. Randy Mamola selbst, Botschafter der BMW R 1100 S Randy Mamola Edition, hatte sich nicht getäuscht. Für Boxer-Liebhaber bleibt sie eine sichere Wahl.

Serienausstattung

  • Assistance au freinage : Integral ABS en option

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

Leistungsgewicht
0.40 ch/kg
🔄
Drehmoment / Gewicht
0.40 Nm/kg
🔧
Hubraumleistung
90.3 ch/L
In der Kategorie Sport touring · Hubraum 543-2170cc (2082 verglichene Motorräder)
Leistung 98 ch Top 58%
56 ch Median 101 ch 168 ch
Gewicht 245 kg Leichter als 41%
204 kg Median 240 kg 308 kg
L/G-Verhältnis 0.40 ch/kg Top 55%
0.23 Median 0.42 0.70 ch/kg

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