Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1084 cc
- Leistung
- 102.0 ch @ 7500 tr/min (75.0 kW)
- Drehmoment
- 104.0 Nm @ 6250 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10.1 : 1
- Bohrung × Hub
- 92 x 81.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 46 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Structure périmétrique en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 42 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 150 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques , fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque , étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 180/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Tankinhalt
- 14.00 L
- Trockengewicht
- 214.00 kg
- Neupreis
- 10 218 €
Übersicht
Wenn Honda beschließt, sein eigenes Markenimage auf den Kopf zu stellen, ist das Ergebnis eine Reise wert. Der Hersteller aus Osaka gilt oft als der vernünftigste japanische Hersteller, der lieber auf Volumen als auf spektakuläre Aufreger setzt. Doch seine Geschichte ist voll von Maschinen, die ihre Kategorie neu definierten, von der CB 750 Four bis zur CBX 1000, vom RC30 zum DN-01. Die Honda 1100 Hawk 11 (2022) reiht sich in diese diskrete, aber sehr reale Linie ein, die der gewagter Wetten angehört, die am Ende ihren Platz in der Geschichte finden.

Die Silhouette ist klar: Kotflügel umschließt die Gabel, runder Scheinwerfer mit LED-Tageslichtsignatur, Halterlenker in der Achse der Gabel, hohe Sitzbank in 820 mm Höhe. Das ist das stilistische Vokabular des zeitgenössischen Café-Racers, dasselbe, das man auf der Triumph Thruxton RS oder der MV Agusta Superveloce findet. Honda erfindet das Genre nicht neu, sondern interpretiert es mit der Präzision eines Ingenieurs. Insbesondere die Rückspiegel zeugen von besonderer Sorgfalt: ihre Stiele umrunden die Seiten des Kotflügels, um so weit unten wie möglich zu verankern, ein Detail, das eine echte Designarbeit verrät und nicht einfach nur eine Karosserie auf einem bestehenden Chassis. Das Heck wirkt optisch etwas überladen, das kann man ihm vorwerfen, aber die Gesamtkohärenz ist gegeben.
Was die Hawk ehrlich gesagt einzigartig macht, ist, was sich unter ihrem Gentleman-Racer-Kleid verbirgt. Der 1084 cm³-Parallel-Twin, der unter dem Kotflügel schlägt, stammt direkt von der Africa Twin. Honda ist es also gelungen, einen sparsamen Tourenmotorrad-, einen entspannten Custom- und jetzt einen straffen Café-Racer aus derselben Basis zu entwickeln. Dieselbe mechanische Basis, drei unterschiedliche Charaktere. Im Hawk leistet der Motor 102 PS bei 7500 U/min und 104 Nm Drehmoment bei 6250 U/min. Das Bohrungs-Hub-Verhältnis von 92 x 81,5 mm begünstigt den unteren und mittleren Drehzahlbereich, was gut zum sportlichen Straßenverkehr passt, ohne in eine hysterische Mechanik abzugleiten. Der Rebel kommt mit derselben Hubraum mit 87 PS aus; Honda hat wahrscheinlich die Mapping geöffnet, um der Hawk mehr Biss zu verleihen, was mit ihrem Positionierung konsistent wäre.
Die Elektronik ist auf dem für diesen Preisbereich von etwa 10.218 Euro erwarteten Niveau. Vier Fahrmodi, einstellbare Traktionskontrolle, Motorbremsregelung, die Möglichkeit, auf das DCT-Doppelkupplungsgetriebe zuzugreifen, falls Honda diese Option für dieses Modell bestätigt. Das wäre eine seltene Kombination im Café-Racer-Segment, wo man im Allgemeinen mehr Wert auf die Authentizität der Empfindungen als auf die Automatisierung der Gangwechsel legt. Das kreisförmige Armaturenbrett, das vom Rebel übernommen wurde, unterscheidet sich von den großen TFT-Displays der Africa Twin und der NT 1100. Schlicht, lesbar, einige werden es für unzureichend halten, andere werden die ästhetische Kohärenz schätzen. Die 42-mm-Showa-Upside-Down-Gabel mit radialen Vierkolben-Bremssätteln garantiert eine Bremsleistung, die den angekündigten 200 km/h gewachsen ist.
Der größte Wermutstropfen ist geografisch. Die Hawk 11 wurde hauptsächlich für den japanischen Markt eingeführt, und ihre Verfügbarkeit in Europa ist je nach Markt nicht garantiert. Das ist schade, denn dieses Motorrad richtet sich an einen bestimmten Fahrer: einen erfahrenen Fahrer, der die Praktikabilität eines modernen großen Parallel-Twins mit der Ästhetik eines klassischen Sportwagens möchte, ohne die Vibrationskompromisse einer BMW R nineT Racer oder den stratosphärischen Preis einer Speed Triple RR. Mit 214 kg Trockengewicht und 820 mm Sitzhöhe ist sie nicht die zugänglichste Maschine, aber sie hat die mechanische Dichte und den visuellen Charakter, um Café-Racer-Enthusiasten zu begeistern, die japanische Zuverlässigkeit über britischen Romantismus stellen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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