Schlüsselleistung
Technische Daten
- Nockenwellen
- 2 ACT → —
- Rahmen
- Tubular steel space frame → Tubular steel space frame with load-bearing engine
- Vorderradaufhängung
- Telescopic fork, 41 mm → Telescopic fork, 41 mm
- Federweg hinten
- 165 mm (6.5 inches) → 170 mm (6.7 inches)
- Vorderreifendruck
- 2.20 bar → —
- Hinterreifendruck
- 2.40 bar → —
- Breite
- 890.00 mm → 880.00 mm
- Gewicht
- 209.00 kg → 212.00 kg
- Trockengewicht
- 186.00 kg → —
- Neupreis
- 9 450 € → —
Motor
- Hubraum
- 798 cc
- Leistung
- 75.0 ch @ 7300 tr/min (54.7 kW)
- Drehmoment
- 77.0 Nm @ 5300 tr/min
- Motortyp
- Twin, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.0:1
- Bohrung × Hub
- 82.0 x 75.6 mm (3.2 x 3.0 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection. Electroinc intake pipe injection, digital engine management (BMS-K+)
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Schmierung
- Dry sump
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Tubular steel space frame with load-bearing engine
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Multiple-disc clutch in oil bath, mechanically operated
- Vorderradaufhängung
- Telescopic fork, 41 mm
- Hinterradaufhängung
- Cast aluminium dual swing arm, central spring strut, spring pre-load hydraulically adjustable (continuously variable) at handwheel, rebound damping adjustable
- Federweg vorne
- 170 mm (6.7 inches)
- Federweg hinten
- 170 mm (6.7 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS. Floating discs. Two-piston calipers.
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS. Floating disc. Single-piston caliper.
- Vorderreifen
- 110/80-19
- Hinterreifen
- 140/80-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Radstand
- 1562.00 mm
- Länge
- 2280.00 mm
- Breite
- 880.00 mm
- Höhe
- 1215.00 mm
- Tankinhalt
- 16.00 L
- Gewicht
- 212.00 kg
Übersicht
Was sucht man wirklich, wenn man die BMW F 700 GS betrachtet? Kein Geländemonster, das steht außer Frage. Eher ein vielseitiges Gefährt, das die Autobahnen mühelos bewältigt, sich mit der Sicherheit eines Trails in der Stadt durchschlängelt und den Fahrer beruhigt, der noch zögert, die Asphaltstrecke zu verlassen. Die 2017er Version hat die Formel nicht grundlegend verändert, aber die Euro4-Auflagen mit einer gewissen Eleganz gemeistert. Im Vorbeigehen hat der Zweizylinder drei Kilogramm zugenommen, was das Gewicht fahrfertig auf 212 kg bringt – eine Zahl, die man im Auge behalten muss, wenn man dieses Motorrad mit einer Kawasaki Versys 650 oder einer Suzuki V-Strom 650 vergleicht, die deutlich leichter sind.

Der Motor bleibt das Herzstück der Sache. Trotz seiner Handelsbezeichnung hat der Zweizylinder tatsächlich 798 cm³, mit einem Bohrung von 82 mm und einem Hub von 75,6 mm. Die angegebene Leistung beträgt 75 PS bei 7300 U/min, das Drehmoment 77 Nm, verfügbar ab 5300 U/min. München hat lediglich die Kennlinie angepasst, um die Emissionsgrenzwerte zu erfüllen, und die Drehmomentabgabe hat sich sogar im mittleren Drehzahlbereich leicht verbessert. Das konkrete Ergebnis auf der Straße ist ein sanfter, ruckfreier Motor, der sich perfekt für den täglichen, intensiven Gebrauch eignet. Wer die Bissigkeit des eiligen Motorradfahrers sucht, wird eher die F 800 GS mit ihren 85 PS in Betracht ziehen. Und die Inhaber der A2-Führerscheinbezeichnung werden feststellen, dass die BMW F 700 GS auf 48 PS begrenzbar ist, was sie zu einer ernsthaften Kandidatin für junge Führerscheinbesitzer macht.
Die größte technische Neuerung dieser BMW F 700 GS 2017 ist der Übergang zur elektronischen Gasgriffsteuerung. Die Ride-by-Wire öffnet die Tür zu den Fahrmodi: Rain für eine sanfte Progression bei Nässe, Road für eine direktere Ansprache im Alltag. Die Traktionskontrolle ASC ist mit diesen Kennlinien verbunden. Es kann auch ein Enduro-Modus optional bestellt werden, der die Gasannahme weicher macht und das ABS so umkonfiguriert, dass es auf einfachen Pisten einige Abweichungen erlaubt. Dies sind Technologien, die bisher nur auf Maschinen wie der R 1200 GS zu finden waren, und ihre Demokratisierung in diesem Segment ist ein echtes Verkaufsargument. Das Armaturenbrett wurde leicht überarbeitet, um die aktiven Modi und ein Motordiagnose-Warnlicht anzuzeigen.
Was die Ästhetik betrifft, so hat BMW auf eine kosmetische Überarbeitung ohne Revolution gesetzt. Die Tankseiten erhalten eine metallische Beschichtung, die dem Gesamtbild einen hochwertigeren Look verleiht. Es ist sichtbar, vielleicht ein bisschen zu viel, aber der Markt für Mittelklasse-Trails ist heute sehr wettbewerbsintensiv und jedes Argument zählt, um in der Werkstatt zu überzeugen. Das Zubehörprogramm der BMW F 700 GS bleibt ein beträchtlicher Vorteil: Koffer Vario, Heizgriffe, hohe Scheibe, tiefergelegte Sitzbank, Motorschutz. Die Sitzbank, gerade, lässt sich über einen Einstellbereich von 765 bis 860 mm verstellen, was das Motorrad für eine breite Konstitution zugänglich macht. Mit einer Standardhöhe von 820 mm und 186 kg Trockengewicht bleibt die Wahrnehmung im Stillstand moderat.
Mit einem Preis von 9605 Euro in der 2017er Version positioniert sich die BMW F 700 GS selbstbewusst im Vergleich zu ihren europäischen Rivalen. Die Drahtspeichenräder mit einer 19-Zoll-Vorderradfelge und einem Reifenquerschnitt von 110/80 verraten ihre eher straßenorientierte als geländegängige Ausrichtung; niemand wird sie dazu bringen, einer Africa Twin auf steinigen Wegen herauszufordern. Aber das ist nicht ihre Aufgabe. Dieses Münchner Mittelklasse-Motorrad ist in erster Linie ein intelligentes Kompromissgerät, das für Fahrer gebaut wurde, die alles ein bisschen machen wollen, ohne Kompromisse bei Zuverlässigkeit oder elektronischer Ausrüstung einzugehen. Liebhaber der BMW F 700 GS finden einen gut sortierten Gebrauchtmarkt vor, insbesondere bei Baujahrmodellen 2013, 2014, 2015 und 2016, wobei jede Evolution einen bestimmten Punkt verbessert hat, ohne das Gesamtbild zu verfälschen.
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