Schlüsselleistung

167 ch
Leistung
🔧
1000 cc
Hubraum
🏎️
260 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
835 mm
Sitzhöhe
17.0 L
Tankinhalt
💰
14 999 €
Neupreis
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Technische Daten

Motor

Hubraum
1000 cc
Leistung
167.0 ch @ 11500 tr/min (122.8 kW)
Drehmoment
109.8 Nm @ 9500 tr/min
Motortyp
4 cylindres en V à 65°, 4 temps
Kühlung
liquide
Verdichtungsverhältnis
13 : 1
Bohrung × Hub
78 x 52.3 mm
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
2 ACT
Kraftstoffsystem
Injection Ø 48 mm

Fahrwerk

Rahmen
Double poutre périmétrique en alu
Getriebe
boîte à 6 rapports
Endantrieb
Chaîne
Vorderradaufhängung
Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
Hinterradaufhängung
Mono-amortisseur, déb : 130 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
Hinterradbremse
Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
Vorderreifen
120/70-17
Vorderreifendruck
2.30 bar
Hinterreifen
190/55-17
Hinterreifendruck
2.50 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
835.00 mm
Tankinhalt
17.00 L
Trockengewicht
179.00 kg
Neupreis
14 999 €

Übersicht

Als Aprilia beschloss, seine RSV4 – Superbike-Weltmeister – in einen nackten Roadster zu verwandeln, erwartete niemand von der Marke aus Noale, dass sie halbe Sachen machen würde. Das Ergebnis ist die Aprilia Tuono 1000 V4 R APRC, eine Maschine, deren bloßer Name eingefleischte Freunde roher Fahrgefühle erzittern lässt. Die Verkleidung kommt weg, das Wesentliche bleibt, und man steht vor etwas, das weniger an einen Roadster erinnert als an eine entscherte Granate mit Lenker.

Aprilia TUONO 1000 V4 R APRC

Die mechanische Philosophie duldet keinen Kompromiss. Der 65-Grad-V4 mit 999,6 cc leistet 167 PS bei 11.500 U/min – eine Zahl, die Aprilia im Vergleich zur reinen RSV4 bewusst gedeckelt hat, um das Ansprechverhalten im mittleren Drehzahlbereich zu verbessern. Das Drehmoment erreicht 109,8 Nm bei 9.500 U/min, also 1.000 Touren früher als bei der Sportversion. Die massereichere Kurbelwelle und die verlängerten Ansaugkanäle leisten ihren Beitrag: Die Leistungsentfaltung ist linearer – doch „linear" bleibt ein sehr relativer Begriff, wenn man von einem Motorrad spricht, das 260 km/h erreicht. Die ersten drei Gänge des Sechsganggetriebes sind eng gestaffelt, was jede Kurvenausfahrtsbeschleunigung zu einer Glaubensübung macht. Die BMW S 1000 R oder die Ducati Streetfighter verfolgen eine ähnliche Philosophie, doch der transalpine V4 besitzt einen klanglichen Charakter und eine Drehagilität, die ihm ganz allein gehören.

Das Fahrwerk stammt direkt von der RSV4, mit chirurgischen Anpassungen. Der Lenkkopfwinkel beträgt 25 Grad, um 10 mm vorgezogen, der Radstand wächst um 2 cm zur Stabilisierung, und der Motor sitzt 5 mm tiefer im Aluminium-Perimeter-Rahmen. Die 43-mm-Upside-down-Gabel und die radialen Vierkolben-Brembo-Zangen, die in 320-mm-Scheiben beißen, lassen keine Zweifel an den dynamischen Ambitionen der Maschine. Mit 179 Kilogramm Trockengewicht wiegt die Tuono so viel wie die RSV4 Factory – ein Kunststück, das durch einen zwei Kilogramm leichteren Auspuff und vergleichbar leichtere Felgen möglich wird. Das ist die Art von Detail, die ernsthafte Hersteller von den anderen unterscheidet.

Aprilia TUONO 1000 V4 R APRC

Das APRC, oder Aprilia Performance Ride Control, ist das entscheidende Argument gegenüber der damaligen Konkurrenz. Dieses direkt von der RSV4 Factory APRC SE übernommene Elektronikpaket umfasst eine achtfach einstellbare Traktionskontrolle, die ihre Eingriffsschwelle je nach montiertem Reifentyp anpassen kann, eine einstellbare Wheelie-Kontrolle, einen dreistufigen Launch-Control-Assistenten sowie einen Schaltassistenten für gangwechsel ohne Gas wegnehmen oder Kupplung betätigen. 2011 war es nahezu eine Provokation gegenüber den Mitbewerbern, dieses Elektronik-Niveau in einem Roadster für 14.999 Euro anzubieten. Drei Motorkennfelder – Track, Sport und Road – erlauben es, den Charakter der Maschine dem jeweiligen Kontext anzupassen, auch wenn das Road-Kennfeld noch weit über dem liegt, was die meisten Straßen vertragen können.

Aprilia TUONO 1000 V4 R APRC

Diese Tuono richtet sich nicht an Einsteiger – das machen die Sitzhöhe von 835 mm und das Temperament des V4 bereits im ersten Kilometer unmissverständlich klar. Der erfahrene Fahrer, der eine Maschine sucht, die auf der Rennstrecke mithalten kann und dennoch im Alltag nutzbar bleibt, findet hier eine seltene Stimmigkeit. Der gelegentliche Trackday-Fahrer wird die üppige Elektronik zu schätzen wissen; der urbane Roadster-Pendler ist hier klar fehl am Platz. Dies ist ein Motorrad, das Respekt und Klarheit verlangt – nicht weil es schlecht gemacht wäre, sondern gerade weil es zu gut gemacht ist.

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

🔧
Hubraumleistung
164.8 ch/L
In der Kategorie Naked bike · Hubraum 500-1999cc (3679 verglichene Motorräder)
Leistung 165 ch Top 7%
50 ch Median 100 ch 175 ch

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