Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 128.0 ch @ 9250 tr/min (94.1 kW)
- Drehmoment
- 101.0 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.4:1
- Bohrung × Hub
- 97 x 67,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 51 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre en alliage alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 135 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/50-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 825.00 mm
- Tankinhalt
- 20.00 L
- Gewicht
- 220.00 kg
- Trockengewicht
- 189.00 kg
- Neupreis
- 12 855 €
Übersicht
Als Aprilia Ende der 1990er Jahre beschloss, sein bisheriges Terrain der Kleinmotorräder zu verlassen und sich dem Königsegment der Hypersportler zu stellen, war niemand sicher, was zu erwarten war. Die Marke aus Noale war für ihre 125er und 250er im Rennsport bekannt, nicht für große, furchteinflößende Maschinen. Der Aprilia RSV 1000 2000 beantwortete diese Zweifel überzeugend, und die folgenden Baujahre – Aprilia RSV 1000 2001, Aprilia RSV 1000 2002, Aprilia RSV 1000 2003 – bestätigten, dass es sich nicht um einen Glückstreffer handelte.

Das Herz der Maschine ist ein 60-Grad-V-Twin mit einem Hubraum von 997,6 cm³, der 128 Pferde bei 9250 U/min und 101 Nm Drehmoment bei 8000 U/min leistet. Diese Zahlen finden sich auf einer Aprilia RSV 1000 technischen Datenblatt, aber was nicht zu lesen ist, ist die Textur dieses Motors. Der 60°-V ist nicht der häufigste in dieser Kategorie: Er bietet einen interessanten Kompromiss zwischen dem nervösen Charakter der 90°-Twins und der Kompaktheit geschlossenerer Konfigurationen. Die Einspritzung und das pneumatische Kupplungs-Unterstützungssystem beim Herunterschalten, ein seltenes technisches Detail zu dieser Zeit, verleihen dem Antriebsstrang eine gepflegte, fast raffinierte Persönlichkeit. Man zieht am Gas auf den Geraden und die Antwort ist direkt, linear, ohne Ruck. Der Motor hält seine Versprechen bis zum Begrenzer.
Was den Aprilia RSV 1000 R wirklich von seinen direkten Rivalen unterscheidet, ist seine Zugänglichkeit. Der Ducati 996, der absolute Referenz für sportliche Twins zu dieser Zeit, erforderte eine beträchtliche körperliche und geistige Investition. Die RSV, auf ihrem doppelten Perimeter-Alurahmen, mit ihrer 43-mm-Telegabel und ihrem 135-mm-Monodämpfer mit Federweg, zeigt sich kommunikativer. Das Vorderrad vermittelt schnell Vertrauen, was es ermöglicht, das Motorrad engagiert zu platzieren, ohne eine sofortige Strafe zu befürchten. Die 220 kg vollgetankt bleiben bei niedrigen Geschwindigkeiten eine Realität, aber bei einem zügigen Tempo vergisst man dieses Gewicht. Der Sitz in 825 mm Höhe ist nicht niedrig, aber die Fahrposition bleibt für einen Fahrer durchschnittlicher Größe handhabbar.

Die RSV kann sich auch außerhalb der Rennstrecke behaupten, was für eine Maschine, die für 12.855 Euro verkauft wurde und klar im oberen sportlichen Segment positioniert war, nicht selbstverständlich war. Die Verkleidung bietet guten Schutz, die Bedienelemente bestrafen nicht im täglichen Gebrauch, und der 20-Liter-Tank bietet eine angemessene Reichweite. Zwei Schwachstellen sollten ohne Umschweife erwähnt werden: der Hinterrad-Dämpfer stößt seine Grenzen auf schlechtem Belag aus, wo er die Unebenheiten zu direkt überträgt; die Bremsen, zwei 320-mm-Scheiben vorne mit Vierkolben-Sätteln und eine 220-mm-Scheibe hinten, haben beim starken Bremsen anfangs wenig Biss. Nicht gravierend, aber bemerkenswert für eine Maschine dieses Niveaus.

Ob in der ursprünglichen Version Aprilia RSV 1000 2000 oder in den späteren Weiterentwicklungen wie dem Aprilia RSV 1000 R 2004 oder dem Aprilia RSV 1000 R 2005, bleibt das Angebot stimmig: ein Hypersport-Twin, der weniger exklusiv ist als die italienische Konkurrenz, vielseitiger ist und sowohl den Wochenend-Rennfahrer als auch den sportlichen Tourenfahrer zufriedenstellen kann. Der Tuono, ein abgeleitetes Naked Bike, hat übrigens bewiesen, dass die mechanische Basis solide ist. Auf dem Markt für gebrauchte Aprilia RSV 1000 sind diese Baujahre nach wie vor sinnvolle Käufe für alle, die die goldene Ära der sportlichen Twins erleben möchten, ohne ihr Bankkonto zu belasten.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!