Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 124 cc
- Leistung
- 10.1 ch @ 8000 tr/min (7.3 kW)
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Bohrung × Hub
- 54.0 x 54.0 mm (2.1 x 2.1 inches)
- Kraftstoffsystem
- Carburettor
- Steuerung
- Overhead Cams (OHC)
- Zündung
- Coil CDI
- Starter
- Electric & kick
Fahrwerk
- Getriebe
- 5-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Wet, multiplate
- Vorderradaufhängung
- Telescopic fork
- Hinterradaufhängung
- Adjustable load, oil damped twin shocks
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc
- Hinterradbremse
- Expanding brake (drum brake)
- Vorderreifen
- 2.75-18
- Hinterreifen
- 90/90-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 760.00 mm
- Radstand
- 1080.00 mm
- Tankinhalt
- 10.00 L
- Gewicht
- 122.00 kg
- Trockengewicht
- 114.00 kg
Übersicht
Es braucht ordentlich viel Selbstvertrauen, um 2011 einen 125-cm³-Eilmzylinder auf den Markt zu bringen, einer Zeit, die bereits von ABS und elektronischer Einspritzung besessen war. AJS, eine Marke mit historischem Hintergrund, hat sich dennoch diesen Weg mit dem Eco Commuter gewählt, einem Namen, der wie ein Manifest klingt. Es geht nicht mehr um Leistung oder Nervenkitzel, sondern um sparsamen und unkomplizierten Betrieb. Die Anforderungen scheinen von einem Buchhalter diktiert worden zu sein: Es sollte ein einfaches, leichtes und vor allem preiswertes Motorrad sein. Das Ergebnis ist ein Gefährt, das dem Jahrhundert mit der mechanischen Unschuld der 80er Jahre gegenübertritt.

Sein Motor ist eine Kampfansage. Ein 124-cm³-Viertakt-Eilmzylinder, mit Vergaser, luftgekühlt und liefert 10 PS bei 8000 Touren. Diese Zahlen erinnern weniger an eine Rennwerkstatt als an ein mechanisches Lehrbuch für Anfänger. Mit einem quadratischen Bohrungsdurchmesser und Hub von 54 x 54 mm ist es eine Konstruktion, die Zuverlässigkeit und Sanftmut über ein Leistungsexplosion hinweg priorisiert. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h ist ein Bekenntnis: Dieses Motorrad ist für die Stadt und kurze Strecken konzipiert, Ende der Geschichte. Es wird niemals versuchen, die Geschwindigkeitsbegrenzung zu erreichen, es wird sich zufriedenstellen, zu schnurren.
Das Chassis folgt der gleichen Philosophie der Reduzierung. Mit 114 kg im Trockenen und 122 kg vollgetankt ist es so leicht, dass es sich nach Belieben handhaben lässt, selbst für einen absoluten Neuling. Die 76 cm hohe Sitzbank ist ein Aufruf an kurze Beine und wackelige Parkmanöver. Die Federung, eine einfache Telegabel vorne und zwei einstellbare Hinterradstoßdämpfer, sind dazu da, Bordsteine zu verschlucken, mehr als Kurven zu attackieren. Die Bremsanlage, mit einer einzelnen Scheibe vorne und einer Trommelbremse hinten, erinnert an eine Zeit, in der das Anhalten eine Empfehlung war, mehr als eine physische Notwendigkeit. Die 18-Zoll-Reifen und die schmalen Abmessungen vervollständigen das Profil eines nützlichen und beruhigenden Fahrzeugs.
Wer ist also der Fahrer des AJS 125 Eco Commuter? Weder der junge Draufgänger, der nach Nervenkitzel sucht, noch der erfahrene Langstreckenfahrer auf der Suche nach weiten Strecken. Es ist der Student, der ein wirtschaftliches Fahrzeug benötigt, um zur Universität zu fahren, der Händler, der eine agile Lieferlösung sucht, oder der Neuling, der vor der Komplexität moderner Maschinen Angst hat. Es positioniert sich als rudimentäre Alternative zu Honda CBF 125 oder Yamaha YBR 125, die bereits etwas mehr Raffinesse bieten. Sein größter Vorteil ist seine archaische Einfachheit: keine Elektronik zum Verstehen, eine elementare Mechanik zur Wartung, ein wahrscheinlich sehr moderater Kaufpreis. Seine Schwäche ist ebenso offensichtlich: Auf der Autobahn oder gegen den Wind können seine theoretischen 100 km/h schnell zu einer Geduldsprobe werden. Es will nicht für seine Leistung geliebt, sondern für seinen Anspruchslosigkeit geschätzt werden. In einer zunehmend komplexen Welt ist das manchmal eine Tugend.
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