Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 124 cc
- Leistung
- 14.9 ch @ 9500 tr/min (11.0 kW)
- Drehmoment
- 10.8 Nm @ 7500 tr/min
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12 : 1
- Bohrung × Hub
- 58 x 47 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø nc
- Starter
- électrique
Fahrwerk
- Rahmen
- Structure en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 37 mm, déb : 140 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 48 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifendruck
- 2.25 bar
Abmessungen
- Tankinhalt
- 14.00 L
- Gewicht
- 179.00 kg
- Trockengewicht
- 153.50 kg
- Neupreis
- 3 799 €
Übersicht
Motorrad: Macbor Montana XR1 125 evo (2026)

Seitdem Honda den Varadero 125 vom Markt genommen hat, ist das zugängliche Tourenmotorrad mit A1-Führerschein ein verwaister Bereich geworden, der von Marken besiedelt wird, die viele Motorradfahrer immer noch kaum identifizieren können. Orcal, Rieju, Benelli, Zontes: diese Namen kursieren in Foren, bleiben aber in den Ausstellungsräumen unauffällig. Genau in diese Lücke versucht die Montana XR1 Evo von Macbor, einer spanischen Marke, einzusinken, die mehr Erfahrung hat, als man ihr zugesteht.
Das Suffix "Evo" ist kein Marketingtrick. Die Montana ist seit 2017 auf dem iberischen Markt erhältlich, wurde 2023 einer umfassenden Überarbeitung unterzogen und anschließend auf Euro5+ umgerüstet, bevor sie die Pyrenäen überquerte. Es handelt sich also nicht um einen überhasteten Prototyp auf dem französischen Markt, sondern um eine Maschine, die reifen konnte. Ihre DNA ist übrigens mit der Cyclone RX1 von Zongshen, dem chinesischen Riesen, gemeinsam, mit dem Macbor eine Zusammenarbeit ausgehandelt hat; die Silhouette, die Federungseinstellungen und die Einspritzkennlinie sind spezifisch für die Montana, was ihr eine einfache Badge-Swap-Konstruktion erspart.

Unter dem 14-Liter-Tank schlägt ein 124-ccm-Einzylindermotor mit vier Takten, Flüssigkeitskühlung, DOHC und vier Ventilen pro Zylinder. Der Kompressionsgrad steigt auf 12:1, der Bohrungsdurchmesser beträgt 58 mm bei einem Hub von 47 mm, was ihm einen eher drehzahlorientierten Charakter verleiht als ein geringes Drehmoment. Der Motor leistet 14,9 PS bei 9.500 U/min und 10,8 Nm bei 7.500 U/min, also Zahlen im oberen Durchschnittsbereich des Segments. Das Sechsganggetriebe ermöglicht die Einhaltung der legalen Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h, ohne die Mechanik zu überlasten. Wo es hakt, ist das Gewicht: 179 kg vollgetankt, das ist viel für eine 125. Es ist jedoch zu beachten, dass diese Zahl die drei serienmäßig montierten Koffer einschließt, ein Detail, das die Analyse verändert.

Denn das eigentliche Preis-Leistungs-Verhältnis der Montana ist ihre Serienausstattung. Seitliche Koffer, Topcase, Sturzschutzbügel vorne und hinten, Mittelständer, Motorschutz, Speichenräder, 5-Zoll-TFT-Farbdisplay, USB-Anschluss, abschaltbares ABS und abschaltbare Traktionskontrolle: all das für 3.799 Euro. Im Vergleich zu einem QJ Motor SRT 125 DX oder dem Aventura von Rieju spielt die Montana in Bezug auf die Ausstattung eine andere Liga. Die 37-mm-Telegabel mit 140 mm Federweg und der einstellbare Monodämpfer hinten vervollständigen ein technisches Bild, das nur wenige Rivalen zu diesem Preis erreichen können. Die Bremsen, eine 265-mm-Scheibe vorne, die von einem Zweipistonsattel und eine 240-mm-Rückscheibe mit einfachem Pistonsattel gezerrt werden, erledigen ihre Arbeit, ohne sich hervorzutun. Das ABS bietet drei Modi: Zweikanal, nur hinten deaktiviert oder vollständig deaktiviert, was einen geschätzten Anpassungsspielraum bietet.
Das angesprochene Fahrerprofil ist eindeutig der junge A1-Führerscheinbesitzer oder der Erwachsene, der ohne speziellen Motorradführerschein reisen möchte und am Wochenende ohne zwei Stunden Vorbereitung seiner Maschine losfahren möchte. In diesem Bereich ist die Montana unschlagbar. Ihre Grenzen sind bekannt: die serienmäßigen CST-Reifen sind nicht das Beste, der begrenzte Bodenabstand schreckt von jeglichen Waldwegen ab und der Einzylinder, der bereits alleine beansprucht wird, muss mit einem Sozius schwer arbeiten. Abgesehen von diesen Vorbehalten hat Macbor eine ausgereifte, gut konstruierte und ehrlich gesagt gut ausgestattete Maschine in einem Segment platziert, in dem noch niemand dauerhaft Fuß fassen konnte. Die Gelegenheit ist da; nun muss man sehen, ob die französische Distribution dem Anspruch des Produkts gewachsen ist.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS désactivable
- Jantes à rayon
- Béquille centrale
- Indicateur de vitesse engagée
- Prise USB
- Contrôle de traction
- Valises
- Top-case
- Crash Bars / Top Blocks
- Sabot moteur
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A, A1, A2
- Pays de fabrication : Chine
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