Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 250 cc
- Leistung
- 32.0 ch (23.5 kW)
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 13.5:1
- Bohrung × Hub
- 77.0 x 53.6 mm (3.0 x 2.1 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Schmierung
- Wet sump
- Zündung
- CDI
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Aluminium, semi double cradle
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Telescopic forks
- Hinterradaufhängung
- Swingarm, (link suspension)
- Federweg vorne
- 310 mm (12.2 inches)
- Federweg hinten
- 315 mm (12.4 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 90/90-21
- Vorderreifendruck
- 1.00 bar
- Hinterreifen
- 130/90-18
- Hinterreifendruck
- 1.00 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 965.00 mm
- Radstand
- 1466.00 mm
- Bodenfreiheit
- 325.00 mm
- Länge
- 2165.00 mm
- Breite
- 826.00 mm
- Höhe
- 1280.00 mm
- Tankinhalt
- 7.50 L
- Gewicht
- 118.00 kg
- Neupreis
- 9 199 €
Übersicht
Kann eine echte Enduro-Maschine sowohl ein Rennpferd als auch ein zahmes Begleiter für die Sonntagsausflüge sein? Yamaha hat lange an dieser Gleichung mit seiner WR250F gearbeitet, und die 2017er-Version, die die tiefgreifenden Überarbeitungen von 2015 übernimmt, liefert die Antwort. Wir sprechen hier von einer ernsten Maschine, deren Preis bei rund 9200 Euro liegt – eine Investition, die sich lohnt, wenn man unter die Oberfläche kratzt. Denn unter ihrem besonnenen Trail-Äußeren verbirgt sie die Gene einer Championess, direkt aus der AMA-dominierten Cross-YZ250F entnommen. Die wichtigste Weiterentwicklung für dieses Modelljahr? Eine einfache 270-mm-Bremsscheibe vorne. Ein unauffälliges Update für ein Motorrad, das bereits vor zwei Jahren alles verändert hatte.

Das Herzstück ist dieser Motor. Ein 250-ccm-Einzylinder mit Einspritzung, aber nicht irgendeiner. Yamaha wagte eine revolutionäre Architektur für die damalige Enduro-Maschine: einen nach hinten geneigten Zylinder und ein umgekehrtes Zylinderkopf. Diese Anordnung, gekoppelt mit einem zentralen Tank und einem Vordertauschluftfilter, bewirkt Wunder für die Massenbalance. Das Ergebnis? Ein außergewöhnliches Fahrverhalten, bei dem die 118 kg in fahrbereitem Zustand in Vergessen geraten. Die angegebene Leistung beträgt 32 PS, aber es ist vor allem die Art und Weise, wie sie geliefert werden, die beeindruckt. Im Vergleich zum Vorgängemotor ist dieser deutlich vehementer im oberen Drehzahlbereich und gleichzeitig unglaublich vielseitig einsetzbar. Das ist die Magie eines leicht zivilisierten Cross-Motors, mit einem langen Sechsganggetriebe und einer speziellen Kupplung, um Wurzeln zu bewältigen, ohne abzuwürgen.
Das Chassis ist ein reines Derivat des YZ-Modells, aus doppelwandigem Aluminium. Es bietet einen Kompromiss zwischen Steifigkeit und Flexibilität, der sofort Vertrauen einflößt. Aber es ist bei den Federungen, dass sich das Know-how von Yamaha wirklich auszahlt. Die Vorderradgabel übernimmt das Air/Oil-getrennte Kammer-System der Cross-Maschine, ein Juwel, das die Belüftung begrenzt und eine bemerkenswerte konstante Dämpfung bei Schlaglochserien bietet, leicht für die Enduro-Anwendung angepasst. Hinten gewinnt der Stoßdämpfer 4 mm an Länge und bietet 10 mm mehr Federweg als die YZ, um Hindernisse besser zu bewältigen. Mit einem Bodenfreiheit von 325 mm und Metzeler 6 Days-Reifen verschlingt sie Steine mühelos.
Für wen ist also diese Yamaha WR250F? Definitiv nicht für den absoluten Anfänger, der einen einfachen Trail sucht. Es ist eine Maschine für den fleißigen Praktiker, der ein für die Straße zugelassenes Motorrad – mit einem Straßenzulassungssatz – möchte, dessen Seele aber zu 100 % dem Trail gehört. Sie erfordert einen aktiven Fahrer, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Im Vergleich zu Konkurrenten wie der KTM 250 EXC-F, die oft radikaler und leichter sind, setzt die WR250F 2017 auf Effizienz und Vielseitigkeit, mit bewährter Zuverlässigkeit. Ihr Nachteil? Vielleicht der etwas knappe 7,5-Liter-Tank für lange Abenteuer und eine Sattelhöhe von 965 mm, die einschüchternd wirken kann. Aber für alle, die den reinen Nervenkitzel des kompetitiven Enduros in einem legalen Rahmen suchen, bleibt sie, selbst gebraucht, eine absolute Referenz. Ein Test der Yamaha WR250F wird Sie davon überzeugen, dass sie mehr ist als nur ein Übergangsmodell.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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