Schlüsselleistung

78 ch
Leistung
🔧
600 cc
Hubraum
⚖️
207 kg
Gewicht
🏎️
200 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
795 mm
Sitzhöhe
19.4 L
Tankinhalt
💰
6 390 €
Neupreis
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Technische Daten

Motor

Hubraum
600 cc
Leistung
78.0 ch @ 11500 tr/min (57.4 kW)
Drehmoment
51.7 Nm @ 10000 tr/min
Motortyp
4 cylindres en ligne, 4 temps
Kühlung
liquide
Verdichtungsverhältnis
12.2 : 1
Bohrung × Hub
65.5 x 44.5 mm
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
2 ACT
Kraftstoffsystem
Injection

Fahrwerk

Rahmen
en alu coulé sous pression
Getriebe
boîte à 6 rapports
Endantrieb
Chaîne
Vorderradaufhängung
Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 130 mm
Hinterradaufhängung
Mono-amortisseur, déb : 130 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 2 disques Ø 298 mm, étrier 4 pistons
Hinterradbremse
Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier 2 pistons
Vorderreifen
120/70-17
Vorderreifendruck
2.25 bar
Hinterreifen
180/55-17
Hinterreifendruck
2.50 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
795.00 mm
Tankinhalt
19.40 L
Gewicht
207.00 kg
Trockengewicht
187.00 kg
Neupreis
6 390 €

Übersicht

Wenn Yamaha sich entschließt, sein Konzept zu überarbeiten, machen die Ingenieure aus Iwata keine halben Sachen. Die FZ6 600 Fazer Jahrgang 2008 tritt mit einem klaren Ziel an: Inhaber des A2-Führerscheins zu begeistern, ohne dabei den Fahrspaß zu opfern. Der Reihenvierzylinder mit 599 cc wird auf 78 PS bei 11.500 U/min gedrosselt, gegenüber knapp 100 PS bei der Version S2, die für erfahrene Fahrer weiterhin im Programm bleibt. Das Drehmoment folgt derselben Logik mit 51,7 Nm bei 10.000 U/min. Auf dem Papier scheint der Verlust erheblich. Auf der Straße sieht die Sache anders aus. Yamaha hat die Nockenwellen und Einlasskanäle überarbeitet, um das Ansprechverhalten im unteren und mittleren Drehzahlbereich zu stärken – genau dort, wo sich der Großteil des Alltagsfahrens abspielt. Das Ergebnis ist ein Motorrad, das ab 4.000 Touren entschlossen schiebt, ohne dass man ständig den roten Bereich streifen muss. Für alle, die sich fragen, was eine Yamaha FZ6 600 Fazer in Frankreich kostet: Diese gedrosselte Version wurde für 6.390 Euro angeboten, also rund tausend Euro weniger als die große Schwester. Ein gewichtiges Argument für den ersten „großen" Hubraum.

Yamaha FZ6 600 FAZER

Beim Fahrwerk ist der Wandel radikal. Der druckgegossene Aluminiumrahmen ohne Schweißnähte übernimmt die Fertigungstechniken der Sportmaschinen der Marke. Er bietet eine bemerkenswerte Steifigkeit und ermöglicht gleichzeitig ein skulpturales Design, das der Fazer eine Erscheinung weit über ihrer Klasse verleiht. Die Schwinge gewinnt 70 mm an Länge, der Lenkkopfwinkel sinkt auf 25 Grad und der Nachlauf beträgt 97,5 mm. Die konkrete Übersetzung: Das Motorrad legt sich mit einer verblüffenden Leichtigkeit in Kurven – trotz seiner 207 kg fahrfertig. Die teleskophydraulische Gabel mit 43 mm Durchmesser, übernommen von der 1000 Fazer, und das Federbein hinten bieten jeweils 130 mm Federweg. Das ist auf einen Mischbetrieb abgestimmt, von der Stadt bis zum Landstraßennetz, ohne übertriebenen sportlichen Anspruch, aber mit genügend Präzision, um einen Pass ohne Hintergedanken anzugreifen.

Der Hinterreifen in 180/55-17 lässt aufhorchen. Bei einer Maschine mit 78 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h beeinträchtigt diese Breite die Agilität beim Kurveneinlenken, ohne einen echten Gewinn an Traktion zu bringen. Es ist eher eine ästhetische als eine technische Entscheidung, und man hätte einen 160er bevorzugt, der die Fazer in engen Kurvenkombinationen noch verspielter gemacht hätte. Die Bremsanlage hingegen enttäuscht nicht: zwei vordere Scheiben mit 298 mm Durchmesser, gepackt von Vierkolben-Sätteln, eine hintere Scheibe mit 245 mm. Das reicht aus, um die Maschine progressiv zu verzögern, auch wenn das Fehlen von ABS gegenüber einer Suzuki GSF 650 Bandit oder einer Honda CBF 600 spürbar wird, die diese Sicherheit bereits als Option anboten.

Yamaha FZ6 600 FAZER

Die Linienführung verdient besondere Aufmerksamkeit. Die Frontverkleidung, inspiriert von der R1, schützt ordentlich vor Wind und verleiht der Maschine einen markanten Charakter. Der katalysierte Auspuff unter der Sitzbank entlastet das Heck optisch und sorgt für ein sehr klares Profil. Die Kehrseite der Medaille: Das Staufach unter der Sitzbank schrumpft auf ein Minimum zusammen. Das vollelektronische Cockpit ersetzt den alten Analogtacho und zeigt die wesentlichen Informationen klar an. Der 19,4-Liter-Tank, kleiner als bei der Vorgängergeneration, könnte die Reichweite auf langen Strecken einschränken, wenn der Verbrauch nicht voll von der Einspritzung profitiert. Das ist der einzige echte Schwachpunkt für alle, die längere Touren ins Auge fassen würden.

Yamaha FZ6 600 FAZER

Gegenüber ihren direkten Konkurrentinnen jener Zeit spielte die FZ6 Fazer ihre Rolle mit einem Killerargument: der Vielseitigkeit. Weniger als Roadster ausgelegt als die Bandit, weniger brav als die CBF, besetzte sie eine perfekte Zwischenposition für den Fahranfänger, der sich weigert, ein langweiliges Motorrad zu fahren. Mit ihrer Sitzhöhe von 795 mm, ihrem moderaten Gewicht und ihrem zivilisierten Motor erfüllte sie alle Kriterien des idealen ersten Vierzylinders. Ein Motorrad, das seine wenigen Schwächen durch eine Gesamtqualität und einen Fahrgenuss wettmachte, um die es von vielen Konkurrentinnen beneidet wurde.

Praktische Infos

  • Moto bridable à 34 ch pour l'ancien permis A MTT1 - pas garanti pour le permis A2
  • La moto est accessible aux permis : A, A (MTT1)

Indikatoren & Einordnung

Leistungsgewicht
0.37 ch/kg
🔄
Drehmoment / Gewicht
0.25 Nm/kg
🔧
Hubraumleistung
128.2 ch/L
In der Kategorie Allround · Hubraum 300-1199cc (1927 verglichene Motorräder)
Leistung 77 ch Top 22%
16 ch Median 48 ch 118 ch
Gewicht 207 kg Leichter als 47%
160 kg Median 206 kg 253 kg
L/G-Verhältnis 0.37 ch/kg Top 30%
0.11 Median 0.29 0.52 ch/kg

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