Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 779 cc
- Leistung
- 106.0 ch @ 10000 tr/min (78.0 kW)
- Drehmoment
- 82.4 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12 : 1
- Bohrung × Hub
- 68 x 53.6 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- type Diamant en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 267 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 815.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 211.00 kg
- Neupreis
- 8 699 €
Übersicht
Yamaha hatte die SP-R- und Red-Line-Varianten bereits ausgeschöpft, bevor die R Line erschien. Als dritte Sonderausführung der FZ8 wirkt diese Version von 2012 eher wie eine kommerzielle Stilübung denn als echte mechanische Weiterentwicklung. Das ist keine leere Kritik, sondern eine Feststellung: Zu 8.699 Euro, also 600 Euro mehr als die Basisversion, muss dieser Roadster mit 779 cm³ seinen Aufpreis irgendwie rechtfertigen.

Das klangliche Argument hat Yamaha Akrapovic anvertraut. Der slowenische Schalldämpfer ersetzt hier den Lazer-Auspuff der Vorgängereditionen, und das ist zweifellos die im Alltag spürbarste Änderung. Ein Reihenvierzylinder, der bei 10.000 U/min 106 PS liefert, verdient eine Stimme auf Augenhöhe, und Akrapovic versteht sein Handwerk. Die übrige Ausstattung besteht aus einem Motorschutzdeckel, seitlichen Sturzpads, einem Kühlerabdeckung und einem schlichten Kennzeichenhalter. Praktisch, funktional, aber optisch unspektakulär. Kein spezifisches Styling verrät die Sonderausgabe auf den ersten Blick, und das ist ein echtes Manko in einem Segment, in dem die visuelle Identität genauso viel zählt wie das Datenblatt.
Das eigentliche Thema, das seit dem Erscheinen der FZ8 diskutiert wird, ist das Fahrwerk. Das Motorrad war bereits bei seiner Einführung wegen zu nachgiebiger Dämpfer für seine sportlichen Ambitionen kritisiert worden: 106 PS, 82,4 Nm Drehmoment bei 8.000 U/min, ein Aluminiumrahmen in Diamantbauweise, eine 43-mm-Upside-down-Gabel – und dennoch eine Dynamik, die an Präzision vermissen ließ, wenn man die Maschine wirklich forderte. Die R Line korrigiert diesen Mangel teilweise mit einem Öhlins-Monodämpfer hinten. Das ist ein ernstzunehmendes Bauteil, das diesem Roadster endlich die mechanische Stimmigkeit verleiht, die man von einem sportlich ausgerichteten 800er erwartet. Die Gabel bleibt hingegen serienmäßig. Schade, denn ein rundes Paket mit einem ebenbürtigen Vorderradfahrwerk hätte kaum mehr gekostet und wäre deutlich überzeugender gewesen.
Die wirtschaftliche Rechnung lohnt sich, genauer hinzuschauen. Der Aufpreis von 600 Euro entspricht in etwa dem Preis des Dämpfers allein, wenn man ihn als Zubehör kauft. Alles andere – Motorschutzdeckel, Sturzpads, Kühlerabdeckung, Akrapovic – gibt es theoretisch gratis dazu. In dieser Hinsicht ist das Argument stichhaltig. Doch dahinter steckt eine unbequemere Frage: Warum bietet ein Motorrad, das 2011 in Frankreich den fünften Verkaufsrang belegte und damit ein entsprechendes Produktionsvolumen aufweist, ein adäquates Fahrwerk nur in seinen Sonderausgaben an? Das Öhlins-Fahrwerk sollte im Serienangebot aller FZ8 stehen, nicht denjenigen vorbehalten sein, die bereit sind, den Aufpreis zu zahlen.
Dieser Roadster richtet sich an einen Fahrer mit einigen Jahren Lenker-Erfahrung, der ein vielseitiges Motorrad sucht, das Bergstraßen bewältigt, ohne auf der Autobahn zur Last zu fallen, und der einen engagierten Klang will, ohne den Umweg über einen Vorbereiter zu nehmen. Mit 211 kg vollgetankt und einer Sitzhöhe von 815 mm bleibt die FZ8 R Line für einen durchschnittlichen Körperbau zugänglich. Im Vergleich mit einer Kawasaki Z800 oder einer Suzuki GSR750 spielt sie in derselben Liga. Die R Line revolutioniert nichts, aber sie korrigiert das Wesentliche.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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