Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1670 cc
- Leistung
- 97.0 ch @ 4750 tr/min (71.3 kW)
- Drehmoment
- 150.0 Nm @ 3750 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 8.4:1
- Bohrung × Hub
- 97 x 113 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 40 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- en alu coulé sous pression
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 117 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 267 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 190/50-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 825.00 mm
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Gewicht
- 265.00 kg
- Trockengewicht
- 240.00 kg
- Neupreis
- 15 614 €
Übersicht
Manche Maschinen warnen Sie von Anfang an. Die MT-01 Kit Phase 1 versucht nicht, mit sanften Kurven oder beruhigender Elektronik zu verführen. Sie stellt ihre 265 kg auf den Asphalt wie man eine Flagge pflanzt, und wartet. Der V-Twin mit 1670 cc, 97 PS bei 4750 U/min und vor allem 150 Nm Drehmoment bei 3750 U/min – das ist eine Architektur, die für Hochleistungs-Landwirtschaftstraktoren gedacht wurde. Mit anderen Worten: um schnell zu fahren, ohne hoch drehen zu müssen.

Das getestete Exemplar trägt das vollständige Kit Phase 1, und der budgetäre Posten verdient einen kurzen Halt. Das Basismotorrad lag bei 13.263 Euro. Addieren Sie 1.427 Euro für die Akrapovic-Auspuffanlage, 637 Euro für den mit MT-01 gestempelten Einzelsitz, 287 Euro für Carbon-Verkleidungen, und Sie kommen auf insgesamt 15.614 Euro. Eine stattliche Summe. Die Akrapovic-Töpfe verwandeln die Maschine akustisch und optisch, und das ist das einzige Zubehör, das seinen Preis ohne Vorbehalt rechtfertigt. Das Geräusch beim Verzögern ist alles andere als nebensächlich: Es ist integraler Bestandteil des Erlebnisses. Der Einzelsitz hingegen erweist sich als deutlich weniger überzeugend. Die Sitzfläche ist hart, die Dünne der Polsterung lässt die Motorwärme ungefiltert aufsteigen, und lange Etappen werden schnell unbequem.
Bereits beim Start kündigt der V2 seine Absichten an. Der unruhige, fast mürrische Leerlauf schafft eine Atmosphäre, die nichts mit einem braven Tourenrad gemein hat. Der Gasgriff zeigt einen leichten Widerstand, doch sobald man dreht, antwortet der V-Zweizylinder mit einer Direktheit, die die Arme in ihren Gelenken streckt. Die Handhabung bei niedriger Geschwindigkeit verlangt Aufmerksamkeit: 240 kg Trockengewicht, recht hoch positioniert, eine Sitzbreite, die das Spreizen der Beine erfordert, Parkmanöver, die methodisch bewältigt werden wollen. Für einen erfahrenen Fahrer nichts Unüberwindbares, aber Anfänger sollten weitergehen. Diese Maschine ist kein Lernmotorrad.
Einmal in Bewegung, ändert sich das Bild vollständig. Der druckgegossene Aluminiumrahmen erbt eine Philosophie direkt von der R1, und das spürt man: Die radialen Vierkolben-Bremssättel beißen mit chirurgischer Präzision in die 310-mm-Scheiben, die 43-mm-Upside-down-Gabel arbeitet ernsthaft, der verstärkte Schwingarm gibt Kurvenvertrauen. Die MT-01 begnügt sich nicht damit, auf dem Papier spektakulär zu sein – sie hält tatsächlich die Straße, was für eine so radikal positionierte Maschine keine Selbstverständlichkeit war. Der Begrenzer greift regelmäßig ein, um übertriebenen Beschleunigungsenthusiasmus zu dämpfen – eine nützliche Erinnerung daran, dass 150 Nm am Hinterreifen 190/50-17 keine Unvorsichtigkeit verzeihen.
Was die MT-01 in der Motorradlandschaft von 2006 einzigartig macht, ist ihre Fähigkeit, radikal entgegengesetzte Zielgruppen zu vereinen. Liebhaber großer amerikanischer V-Twins erkennen den rohen thermischen Charakter. Europäische Roadster-Fahrer sehen in den kantigen Linien eine direkte Verwandtschaft mit ihrer Kultur. Fans italienischer Maschinen schätzen die stilistische Kohärenz. Selten sind Motorräder, die gleichzeitig ein Sammlerstück für Puristen und eine Maschine für den unbefangenen Einsatz auf offener Straße sein können. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 216 km/h ist erreichbar, auch wenn sich der eigentliche Fahrspaß weit darunter aufbaut, dort, wo das Drehmoment allein über alles entscheidet. Mit seinem 15-Liter-Tank wird die Reichweite auf großen Distanzen ein weiterer Aufmerksamkeitspunkt sein. Diese Yamaha ist keine Touristin – sie ist ein Genuss, den man dosiert.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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