Schlüsselleistung

97 ch
Leistung
🔧
1670 cc
Hubraum
⚖️
265 kg
Gewicht
🏎️
216 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
825 mm
Sitzhöhe
15.0 L
Tankinhalt
💰
15 614 €
Neupreis
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Technische Daten

Motor

Hubraum
1670 cc
Leistung
97.0 ch @ 4750 tr/min (71.3 kW)
Drehmoment
150.0 Nm @ 3750 tr/min
Motortyp
Bicylindre en V, 4 temps
Kühlung
par air
Verdichtungsverhältnis
8.4:1
Bohrung × Hub
97 x 113 mm
Ventile/Zylinder
4
Kraftstoffsystem
Injection Ø 40 mm

Fahrwerk

Rahmen
en alu coulé sous pression
Getriebe
boîte à 5 rapports
Endantrieb
Chaîne
Vorderradaufhängung
Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
Hinterradaufhängung
Mono-amortisseur, déb : 117 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 2 disques Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
Hinterradbremse
Freinage 1 disque Ø 267 mm, étrier 2 pistons
Vorderreifen
120/70-17
Vorderreifendruck
2.50 bar
Hinterreifen
190/50-17
Hinterreifendruck
2.90 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
825.00 mm
Tankinhalt
15.00 L
Gewicht
265.00 kg
Trockengewicht
240.00 kg
Neupreis
15 614 €

Übersicht

Als Yamaha die Idee hatte, den 1670 cc großen V2-Motor aus dem Star Roadstar in ein für den aggressiven Einsatz konzipiertes Naked-Bike-Chassis zu verpflanzen, wusste niemand so recht, was dabei herauskommen würde. Ein gescheitertes Concept-Bike, eine Messekuriosität, der Traum eines Ingenieurs? Nichts davon. Die MT-01 erwies sich als eines der ungewöhnlichsten Angebote der Mitte der 2000er Jahre, und diese Kit Phase 1-Version von 2009, auf 97 PS gesteigert und mit zwei Akrapovic-Endrohren ausgestattet, treibt das Konzept noch weiter auf die Spitze.

Yamaha 1670 MT-01 Kit phase 1

Erster Kontakt, neben der Maschine stehend: 240 Kilo trocken, eine Sitzbank auf 825 mm und ein Schwerpunkt, der hoch genug liegt, um jeden zu mahnen, der die Rangierarbeit unterschätzen würde. Die Breite des Einzelsitzes macht es nicht besser, die Beine spreizen sich natürlich ab, und die Maschinenwärme steigt durch den dünnen Bezug hoch wie durch Zigarettenpapier. Ergonomie-Puristen werden weitergehen. Die anderen drehen den Zündschlüssel und drücken auf diesen roten Startknopf, der sich anfühlt wie das Versenken eines Schiffes. Der V2 explodiert in den Akrapovics, der druckgegossene Aluminiumrahmen vibriert, der unruhige Leerlauf schlägt den Takt wie ein Herz nach einem Sprint. Die Atmosphäre ist gesetzt.

In Bewegung verschwindet fast augenblicklich alles, was im Stand nachteilig schien. Das ab 3750 U/min verfügbare Drehmoment von 150 Nm klärt die Frage der Autorität ein für alle Mal: Man beschleunigt auf der MT-01 nicht, man lässt sich katapultieren. Die Arme strecken sich, das Hinterrad sucht seinen Halt in den 190/50-17, und die Verzögerungen beim Herunterschalten bieten eine Klangkulisse, die die japanischen Ingenieure am Reißbrett nicht besser hätten planen können. Im Vergleich mit einer Monster 1100 oder einer Speed Triple aus derselben Epoche ist die Bilanz in Sachen Agilität nicht ganz so eindeutig, aber beim rohen Fahrgefühl setzt die Yamaha ihre eigene Definition von Fahrspaß. Ein weniger chirurgisches, dafür umso viszeral erlebtes Vergnügen.

Was wirklich überrascht, ist das Fahrverhalten. Die Verwandtschaft mit der R1 ist kein Marketingargument: die radialen Vierkolben-Bremszangen an 310-mm-Scheiben vorne, die 43-mm-Upside-down-Gabel, der verstärkte Schwingarm – all dieses sportliche Rüstzeug verleiht der Maschine eine fahrdynamische Kohärenz, die man ihr auf den ersten Blick nicht zutrauen würde. Man greift an, die Maschine folgt, das Gewicht lässt sich besser beherrschen als befürchtet, solange man keine späten Bremsmanöver wie auf der Rennstrecke verlangt. Der Begrenzer schneidet ohnehin bei 5500 U/min ab, was die ausgefallensten Ambitionen relativiert. Das Fünfganggetriebe erledigt seine Arbeit korrekt, ohne mit einem modernen Sportgetriebe rivalisieren zu wollen.

Das Cockpit beschränkt sich auf das Wesentliche: ein blau hintergrundbeleuchteter Drehzahlmesser dominiert das Ensemble, ein digitales Display unten für Tacho und zwei Tageskilometerzähler, von denen einer beim Erreichen der Reserve traditionell als Countdown läuft. Schlicht, gut ablesbar, ausreichend. Der 15-Liter-Tank lädt nicht zu Langstreckentouren ein, und bei einem Verbrauch, den der V2 nicht zur genauen Kontrolle einlädt, bleibt die Reichweite bescheiden. Das ist keine Reisemaschine, sondern eine Maschine für punktuelle Emotionen.

Der Endpreis von 15.614 Euro für diese ausgestattete Version setzt voraus, dass man genau weiß, was man sucht. Der Basispreis von 13.263 Euro ist bereits ein ernsthaftes Angebot, aber die Auspuffanlage für 1.427 Euro, der Einzelsitz und die Carbonverkleidung treiben die Rechnung auf ein Niveau, bei dem die italienische Konkurrenz anfängt, Schatten zu werfen. Was weder Ducati noch Moto Guzzi damals boten, ist genau diese Mischung aus aufgewertetem amerikanischen V2 in einem nüchternen japanischen Gewand. Die MT-01 versucht nicht, jedem zu gefallen. Und doch gelingt es ihr auf ihre eigensinnige Art – indem sie einem beim ersten Startvorgang die Hände in den klangvollen Motordreck taucht.

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

Leistungsgewicht
0.36 ch/kg
🔄
Drehmoment / Gewicht
0.57 Nm/kg
🔧
Hubraumleistung
57.3 ch/L
In der Kategorie Allround · Hubraum 835-3340cc (714 verglichene Motorräder)
Leistung 96 ch Top 52%
45 ch Median 97 ch 158 ch
Gewicht 265 kg Leichter als 11%
204 kg Median 240 kg 285 kg
L/G-Verhältnis 0.36 ch/kg Top 63%
0.22 Median 0.39 0.65 ch/kg

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