Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 745 cc
- Leistung
- 27.0 ch @ 5500 tr/min (19.9 kW)
- Drehmoment
- 51.0 Nm @ 4000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre à plat, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Bohrung × Hub
- 78 x 78 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- tubulaire double berceau
- Getriebe
- boîte à 4 rapports
- Vorderradaufhängung
- fourche à balancier et à amortisseurs hydrauliques verticaux à 5 positions
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage Brembo
Abmessungen
- Tankinhalt
- 19.00 L
- Trockengewicht
- 363.00 kg
- Neupreis
- 13 390 €
Übersicht
Ein Beiwagen im Jahr 2016 zu kaufen, ist bereits ein politisches Statement. Sich für einen Ural zu entscheiden, bedeutet, noch entschlossener zu sein. Die TWD ist nicht darauf ausgelegt, die breite Masse zu begeistern: Sie richtet sich an jene, die abseits markierter Pfade unterwegs sein wollen – im wahrsten Sinne des Wortes – und akzeptieren, dass Fahrvergnügen manchmal ein wenig Dreck an den Stiefeln kostet.

Der liegende Zweizylinder mit 745 cm³ leistet 27 PS bei 5.500 U/min und 51 Nm Drehmoment bei 4.000 U/min. Auf dem Papier klingt das nach einem Witz. In der Praxis passt es jedoch perfekt zur Bestimmung der Maschine: Niemand erwartet von einem Traktor, den Grand Prix von Monaco zu gewinnen. Dieser Motor, der direkt von den BMW-Maschinen der Sowjetära abstammt, läuft rund, zieht kräftig aus unteren Drehzahlen und schleppt 363 kg Trockengewicht klaglos vorwärts. Das Viergang-Getriebe verrichtet seinen Dienst mit etwas rustikaler Direktheit, lässt aber nie Zweifel an seinen Absichten. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 100 km/h begrenzt, was die Philosophie des Projekts treffend zusammenfasst.
Was die TWD von ihrem Verwandten, dem CT, unterscheidet, ist ihre Geländeauslegung. Die 19-Zoll-Räder und die großzügigere Bodenfreiheit erlauben es ihr, sich auf Pisten vorzuwagen, die der CT lieber meiden würde. Sie ist kein reinrassiges Trailbike, aber ein Beiwagengespann, das in der Lage ist, eine abgelegene Hütte anzufahren, einen Forstweg zu durchqueren oder mit genügend Gepäck für eine Woche auf Biwakreise zu gehen. Für diesen Einsatzzweck leisten der doppelte Brückenrohrrahmen und die in fünf Positionen einstellbaren Hydraulikstoßdämpfer gute Arbeit. Die Brembo-Bremsen an der Vorderseite geben Sicherheit, wenn man eine beladene Abfahrt in Angriff nimmt.
Der Einstiegspreis von 13.390 Euro positioniert die TWD in einer besonderen Nische. Für eine 27-PS-Maschine ist das kein Schnäppchen, aber der Beiwagen ist keine Bausatz-Option: Er ist die DNA der Maschine. Verglichen mit einigen handgefertigten Motorrad-Beiwagen-Kombinationen, die fertig zusammengebaut locker über 20.000 Euro kosten, bleibt das Ural-Angebot stimmig. Der Käufer weiß, was er kauft: eine solide Basis, einfach zu warten und schlicht genug, um jahrelange Individualisierung, Zubehörausstattung und Werkzeugarbeit am Wochenende aufzunehmen.
Die Zielgruppe ist eindeutig nicht der Einsteiger, der sein erstes Motorrad sucht. Mit 363 kg Trockengewicht erfordert die TWD ein gewisses Können bei langsamen Manövern, und das Fahren eines Beiwagengespanns verlangt eine ernsthafte Umgewöhnung gegenüber einem klassischen Zweirad. Für den erfahrenen Motorradfahrer hingegen, der von einem anderen Werkzeug träumt, das Familie oder Ausrüstung transportieren kann und dabei befestigte Straßen verlässt, erfüllt die TWD viele Anforderungen. Sie ist eine Charaktermaschine, keine Leistungsmaschine – und dieser Unterschied ändert alles.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : no
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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