Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 955 cc
- Leistung
- 149.0 ch @ 10700 tr/min (109.6 kW)
- Drehmoment
- 100.0 Nm @ 8200 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 65 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- multitubulaire en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 45 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 140 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 190/50-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 815.00 mm
- Tankinhalt
- 21.00 L
- Gewicht
- 219.00 kg
- Trockengewicht
- 188.00 kg
- Neupreis
- 13 500 €
Übersicht
Als im Jahr 2002 ein Hersteller seinen hundertsten Geburtstag feierte, begnügte er sich nicht mit einer Torte und einer Handvoll Konfetti. Triumph entschied sich, das Jubiläum mit zwei Sondermodellen zu begehen, darunter diese 955i Daytona Centenary Edition, eine auf 200 Exemplare limitierte Serie, die ein Jahrhundert britischer Leidenschaft würdigt. Ein Jahrhundert, das die Marke in Coventry mit einem bescheidenen Minerva-Motor von 2 PS entstehen sah, bevor sie in Hinckley ihre Zelte aufschlug, um dort Sportmaschinen zu schmieden, die an der 260-km/h-Marke kratzen konnten.

Was zunächst ins Auge fällt, ist das Kleid. Ein britisches Grün, getauft auf den Namen „Aston Green", das radikal mit den üblichen Lackierungen des Supersport-Segments bricht. Während die japanischen Konkurrentinnen jener Zeit auf schrille Farbkombinationen setzten, spielte Triumph die Karte der Eleganz, beinahe des Dandytums. Die Carbon-Akzente am Schutzblech, den Gabelverkleidungen und den Seitenteilen unter dem Tank unterstreichen diesen Ansatz, ohne je ins Protzige abzugleiten. Und dann wäre da die Rückkehr der Einarmschwinge, ein ästhetisches wie technisches Detail, auf das die Daytona ehrlich gesagt niemals hätte verzichten sollen. Dieser Einarm verleiht der Maschine eine Anmutung zurück, die bei den Standardversionen etwas verwässert worden war.
Unter diesem Festgewand bleibt die Technik jene der klassischen 955i. Der Reihendreizylinder, akustisches und charakterliches Markenzeichen von Triumph, leistet 149 PS bei 10.700 U/min bei einem Drehmoment von 100 Nm bei 8.200 U/min. Zahlen, die sie im guten Mittelfeld gegenüber einer Suzuki GSX-R 1000 oder einer Yamaha R1 derselben Ära platzieren, auch wenn der Dreizylinder eine andere Partitur spielt. Seine Architektur mit 79 mm Bohrung bei 65 mm Hub und sein Verdichtungsverhältnis von 12:1 verleihen ihm einen entschlossenen Charakter in hohen Drehzahlen. Ein kleines Bedauern allerdings: Seit der Evolution von der T595 zur 955 hat das Streben nach Leistung einen Teil des großzügigen Drehmoments im mittleren Drehzahlbereich beschnitten, das einst das Salz in der Suppe des Originaltriebwerks war. Der Motor zieht oben herum kräftig, hat aber etwas von jener genussvollen Fülle verloren, die das Zwischenbeschleunigen zwischen 4.000 und 7.000 Touren so berauschend machte.
Der Gitterrohrrahmen aus Aluminium, die 45-mm-Telegabel und das hintere Zentralfederbein bilden ein solides Ensemble, ohne Überraschungen gegenüber der Serien-Daytona. Mit 219 kg fahrfertig und einem 21-Liter-Tank positioniert sich die Triumph 955i Daytona Centenary Edition 2002 eher als Sporttourer denn als reine Rennstreckenwaffe. Die Sitzhöhe von 815 mm bleibt zugänglich, die Bremsanlage mit zwei 320-mm-Scheiben und Vierkolben-Bremszangen flößt Vertrauen ein, und die Bereifung in 120/70 und 190/50 bietet einen vielseitigen Kompromiss. Zum Einführungspreis von 13.500 Euro richtete sie sich an Liebhaber feiner britischer Ingenieurskunst, an jene, die die Eleganz eines rollenden Sammlerstücks den Zahlenkriegen auf der Rennstrecke vorziehen.
Vierundzwanzig Jahre später hat diese limitierte Serie an Wert gewonnen, wie jede Triumph, die in vertraulicher Stückzahl produziert wurde. Für den Sammler oder den Liebhaber britischer Dreizylinder ist sie ein Stück Geschichte auf zwei Rädern. Nicht die radikalste ihrer Epoche, aber mit Sicherheit eine der begehrenswertesten.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!