Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 67.0 ch @ 7500 tr/min (49.3 kW) → 68.0 ch @ 7500 tr/min (50.0 kW)
- Drehmoment
- 66.7 Nm @ 5800 tr/min → 67.7 Nm @ 5800 tr/min
Motor
- Hubraum
- 865 cc
- Leistung
- 68.0 ch @ 7500 tr/min (50.0 kW)
- Drehmoment
- 67.7 Nm @ 5800 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre parallèle, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- 9.2 : 1
- Bohrung × Hub
- 90 x 68 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 105 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 310 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 255 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 110/70-17
- Hinterreifen
- 130/80-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 740.00 mm
- Tankinhalt
- 16.60 L
- Gewicht
- 225.00 kg
- Trockengewicht
- 200.00 kg
- Neupreis
- 8 490 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an die Triumph 865 Bonneville T100 Steve McQueen 2012, jene limitierte Serie, die bei Triumph das Neo-Retro-Fieber neu entfacht hatte? Zwei Jahre später setzt der Jahrgang 2014 der Bonneville nicht auf Revolution. Einige dezente, fast schüchterne Retuschen markieren die Weiterentwicklung einer Maschine, die auf Beständigkeit setzt statt auf den großen Auftritt. Neue Schalldämpfer, überarbeitete Kühlrippen, eine etwas besser gepolsterte Sitzbank und ein neuer Soziushaltebügel. Man braucht die Lupe, um diese Version von ihrer Vorgängerin zu unterscheiden. Triumph kennt seine Kundschaft und weiß, dass man eine Ikone nicht durcheinanderwirbelt.

Der Reihen-Zweizylinder mit 865 cm³, einer Bohrung von 90 mm und einem Hub von 68 mm, leistet 68 PS bei 7500 U/min und ein Drehmoment von 67,7 Nm bereits ab 5800 U/min. Bescheidene Werte, die die Triumph 865 Bonneville weit von jeglichem sportlichen Anspruch entfernen. Die Umstellung auf Einspritzung im Jahr 2008, geschickt hinter Abdeckungen verborgen, die Vergaser imitieren, hat den Charakter des auf 360 Grad versetzten Twins geglättet. Das Ergebnis ist ein Motor von beinahe verblüffender Sanftmut, frei von störenden Vibrationen dank seiner überquadratischen Maße. Man dreht am Gasgriff, die Mechanik antwortet mit angenehmem Rundlauf, ohne einen jemals in den Sitz eines Cafés zu drücken. Das Fünfganggetriebe lässt sich mit der Stiefelspitze bedienen, die Kupplung folgt mit derselben Höflichkeit. Nur ein leichtes Pfeifen der Steuerung erinnert daran, dass sich dort drinnen etwas dreht.
Auf der Straße lassen sich die 225 kg fahrfertig dank einer niedrigen Sitzhöhe von 740 mm und einem gut platzierten Schwerpunkt vergessen. Der Doppelschleifen-Stahlrahmen bietet beruhigende Stabilität und ordentliche Wendigkeit in der Stadt. Die 41-mm-Telegabel und die beiden hinteren Federbeine erledigen ihre Arbeit auf glattem Asphalt, verraten aber ihre Grenzen auf beschädigten Straßen. Der hintere Federweg von 105 mm ist ausgesprochen knapp, und die Sitzbank bleibt trotz der angekündigten Verbesserungen auf langen Strecken hart. Die Bremsanlage, bestehend aus einer einzelnen 310-mm-Scheibe vorn und einer 255-mm-Scheibe hinten, genügt für das Reisetempo, das dieses Motorrad von Natur aus vorgibt. Man wird von ihr nicht verlangen, den Asphalt zu beißen wie eine Street Triple.
Gegenüber der Kawasaki W800, ihrer direktesten Rivalin im neo-klassischen Segment, zeigt die Bonnie ein ähnliches Temperament. Weniger eigenwillig als die Japanerin mit ihrem auf 360 Grad versetzten Twin gegenüber der 270-Grad-Zündfolge der Kawa, gleicht sie dies durch ein solides Händlernetz und einen schmeichelhaften Gebrauchtmarktpreis aus. Mit 8490 Euro im Jahr 2014 positioniert sie sich als Einstieg in die Triumph-Welt, zugänglich für A2-Führerscheininhaber mit Drosselung. Ihr 16,6-Liter-Tank ermöglicht eine anständige Reichweite für Wochenendausflüge, ohne Anspruch auf Langstrecken-Tourismus zu erheben.
Die Bonneville 2014 wird weder den Rennstrecken-Enthusiasten auf der Suche nach Nervenkitzel begeistern, noch den Globetrotter, der Kilometer frisst. Sie richtet sich an jene, die ein einfaches, elegantes, unkompliziertes Motorrad wollen, mit jenem Mehr an Seele, das sechzig Jahre Geschichte und eine Linie verleihen, die die Zeit nicht antasten zu wollen scheint. Eine Begleiterin für Ausfahrten statt einer Rekordmaschine – und genau das ist es, was man von ihr erwartet.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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